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MDR-Intendant Udo Reiter kündigt seinen Rücktritt an

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Noch im laufenden Kalenderjahr will Reiter aus gesundheitlichen Gründen den Posten an „die nächste Generation“ abgeben.

Der MDR-Intendant Udo Reiter hat aus gesundheitlichen Gründen seinen baldigen Abschied angekündigt. „20 Jahre sind genug“, bekundete er. Sein Rücktritt soll noch im laufenden Jahr erfolgen. Reiters Vertrag beim Mitteldeutschen Rundfunk läuft zwar noch bis 2015, enthält aber eine Ausstiegsklausel, die jederzeit anwendbar ist. „Nach gründlichem Nachdenken komme ich zu dem Ergebnis, dass ich von der Möglichkeit eines vorzeitigen Ausscheidens Gebrauch machen sollte. Ich bin im März dieses Jahres 67 Jahre alt geworden und lebe seit 45 Jahren im Rollstuhl. Das hat einige gesundheitliche Spuren hinterlassen“, sagte der dienstälteste Intendant der ARD. Reiter wurde 1991 zum ersten Intendanten des neu gegründeten MDR gewählt.

Reiter weiter: „Davon abgesehen sind 20 Jahre ja auch genug und es ist Zeit, den Staffelstab an die nächste Generation weiter zu geben“, meinte er. Dies falle ihm, so Reiter mit Bezug auf die Betrugsaffäre beim ARD/ZDF-Kinderkanal (wir berichteten), für den der MDR federführend ist, umso leichter, da „die Probleme um den Ki.Ka in der Zwischenzeit weitgehend geklärt sind“, betonte der MDR-Intendant. Udo Reiter hat am Donnerstag den Vorsitzenden des Verwaltungsrates gebeten, seinen Dienstvertrag im Laufe dieses Jahres aufzuheben und ihn in den Ruhestand zu verabschieden. Der genaue Termin seines Ausscheidens wird dann von der Bestellung eines Nachfolgers abhängig sein.

Unter der Leitung von Reiter wurde der MDR Mitglied der ARD und steuerte dem Programm des Ersten erfolgreiche Formate bei. Neben Serien wie «In aller Freundschaft» , «Um Himmels Willen»  oder «Tierärztin Dr. Mertens»  und dem Boulevardmagazin «Brisant»  ist der MDR mit «Tatorten», «Polizeirufen» und Dokumentationen im Ersten Programm vertreten und an den Reihen «Titel, Thesen, Temperamente», «Fakt»  und «Plusminus»  beteiligt. Reiter verlässt den MDR also als erfolgreichstes Drittes Programm der ARD, welchen Status der Sender schon seit 14 Jahren innehat.

Die amtierende ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel hat die Rücktrittsankündigung von MDR-Intendant Udo Reiter mit Respekt, aber auch Bedauern zur Kenntnis genommen. „Mit Udo Reiter verliere ich einen langjährigen Mitstreiter für die Belange des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Als dienstältester Intendant hat er mit seinen kreativen Ideen und seiner Durchsetzungsfähigkeit entscheidend zum programmlichen Erfolg von ARD und MDR beigetragen“, sagte Piel.

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