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‚Zu einem guten Ende gebracht‘: Deutsche Sender trauern um US-Formate

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«The Defenders», «Lie to Me», «Smallville» - auch in diesem Jahr beerdigten die US-Sender wieder langlebige und teils in Deutschland erfolgreiche Serien.

Zugegebenermaßen: US-Absetzungen trafen die deutschen Fernsehsender in manchen Jahren schon härter. Wichtige Formate wie «Dr. House» oder «Desperate Housewives» wurden kurz vor Toresschluss verlängert – die verzweifelten Hausfrauen könnten mit neuem Programmumfeld in der kommenden Saison möglicherweise sogar noch einmal aufblühen. Und dennoch: Von einigen Formaten muss man sich im deutschen Fernsehen bald verabschieden. Am schmerzlichsten trifft es da wohl den Kölner Sender VOX, der sich mit dem Ende der hierzulande überaus erfolgreichen Krimiserie «Lie to Me» anfreunden muss.

„Über weitere Staffeln hätten wir uns daher selbstverständlich gefreut“, sagte VOX-Sprecherin Finja Petersen gegenüber Quotenmeter.de. Die dritte und letzte Staffel der Serie wolle VOX voraussichtlich im Herbst/Winter 2011 zeigen, heißt es aus Köln. Etwas mehr Vorlauf hat man noch bei «The Closer» - in den USA entstehen davon derzeit die letzten Episoden mit Kyra Sedgwick als Hauptdarstellerin – im Anschluss soll aber ein Spin-Off der Serie die Bildschirme erobern. Dennoch: Nach Staffel sieben endet «The Closer» auch hierzulande. „Neue Folgen der 6. Staffel von «The Closer» sind aktuell bei VOX zu sehen, die 7. Staffel folgt voraussichtlich in 2012“, erklärte VOX.

Beides seien ausgezeichnete Serien, sagte Petersen. Sie verweist gleichzeitig aber auf neue Formate, der der Kölner Sender noch in petto hat. Zum Beispiel das schon im vergangenen Jahr angekündigte «Law & Order: UK», das demnächst starten soll. Einen genauen Sendeplatz konnte man bei VOX hierzu allerdings noch nicht nennen.

Sat.1 wird sich von zwei Serien – die beide sehr kurzlebig waren – verabschieden müssen. CBS beendete die Jim-Belushi-Produktion «The Defenders» nach nur einer Staffel. Hierzulande ist das Format derzeit ein Teil des Serien-Sonntags. ProSiebenSat.1 Deutschland TV-Sprecherin Petra Fink sagte zu Quotenmeter.de: „«Defenders» ist natürlich schade, da die Serie mit 11,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen im Schnitt am Sonntagabend in Sat.1 gut läuft.“ Bislang zeigte Sat.1 neun Folgen, 18 gibt es insgesamt, demnach stehen noch weitere neun aus.

Bedauerlich ist aus Sat.1-Sicht sicherlich das schnelle Ende von «Criminal Minds: Suspect Behavior», dem Ableger der in Deutschland erfolgreichen Profilerserie «Criminal Minds». Nach nur einer halben Staffel – über die Qualität streiten sich Serienfans – zog CBS den Stecker um Platz zu schaffen für neue Formate. Programmplaner arbeiten nicht gerne mit Formaten, die nicht über 13 Folgen hinauskommen – sie bieten sich eben nicht für eine längerfristige Programmierung an.

Vor einigen Monaten hatte Sat.1 den Deutschlandstart von «Criminal Minds: SB» für den kommenden Herbst angekündigt. Die Serie werde wie geplant ausgestrahlt, erklärte Petra Fink am Mittwoch. Ein genauer Sendeplatz aber steht noch nicht fest. Nicht allzuschade ist sicherlich das Ende der ProSieben-Serie «Human Target», die zwar jüngst recht erfolgreich in die zweite Staffel startete (11,6 % bei Folge zwei der zweiten Runde), in dieser Woche aber nur noch auf 8,6 Prozent kam. Die Serie werde nach Staffel zwei normal auslaufen, verkündete Fink.

Recht lang konnte sich der Münchner Sender RTL II auf das Ende der Serie «Smallville» vorbereiten. Der US-Broadcaster machte immerhin kein Geheimnis daraus, dass die kürzlich geendete Season die finale sein wird. Allzu hart trifft RTL II die Absetzung ohnehin nicht. Nach einem weniger erfolgreichen Primetime-Ausflug laufen neue Folgen inzwischen im Nachtprogramm des kleinen Kanals. Möglicherweise ist man in Grünwald also sogar froh, dass es nur noch eine begrenzte Folgenanzahl zu versenden gibt. RTL II-Sprecher Hannes Gräbner fand dennoch lobende Worte gegenüber Quotenmeter.de: „«Smallville» war so populär, dass ganze zehn Staffeln von dieser herausragenden Serie produziert wurden. Das ist beeindruckend. Die deutschen Fans, die seit zehn Jahren die Abenteuer von Clark Kent verfolgt haben, werden diese Serie sicherlich sehr vermissen, aber sich auch freuen, dass schließlich alles zu einem guten Ende gebracht wird. Irgendwann sind die Jugendjahre nun mal vorbei, das ist der Lauf der Dinge, auch wenn es sich um einen Superhelden handelt.“

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