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Fernsehfriedhof

Der Fernsehfriedhof Spezial: Als das Fernsehen laufen lernte

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Quotenmeter.de erinnert anlässlich des 60. Geburtstags des deutschen Fernsehens an die Programmhighlights der fünfziger Jahre.

Liebe Fernsehgemeinde, heute gedenken wir dem 60. Jahrestag der ersten deutschen Fernsehsendung nach dem Krieg. In sechs Spezialausgaben lassen wir daher die Programmhighlights der bisherigen deutschen Fernsehgeschichte Revue passieren. Heute: Die Höhepunkte der 50er Jahre.

«Vorspiel auf dem Theater»


(02. März 1951, NWDR)

In einem improvisierten Studio in einem Hamburger Bunker lässt der NWDR Goethes Einleitung zu seiner Tragödie «Faust» aufführen. Es wird zum ersten Fernsehspiel der Nachkriegszeit, das mangels Aufnahmemöglichkeiten live ausgestrahlt werden muss.

«Tagesschau»


(26. Dezember 1952, NWDR)

Obwohl es bereits ab 04. Januar erste Testausgaben der Nachrichtensendung gibt, ist der offizielle Senderstart auf den 26. Dezember 1952 datiert. Zunächst laufen drei Ausgaben pro Woche, die ausschließlich mit Beiträgen aus der (Kino-)«Wochenschau» gefüllt werden. Karl-Heinz Köpcke wird dann am 02. März 1959 zum ersten Sprecher. Fünf Tage vor der «Tagesschau» geht das ostdeutsche Pendant «Aktuelle Kamera» erstmals auf Sendung.

«Bitte in 10 Minuten zu Tisch»


(20. Februar 1953, NWDR)

Unter dem Künstlernamen Wilmenrod bereitete der bis dato erfolglose Schauspieler Carl Clemens Hahn erstmals vor laufenden Kameras Speisen zu. Er wird zum ersten Fernsehkoch und bereitet den Weg für zahlreiche Nachfolger wie Kurt Drummer, Max Inzinge, Alfred Biolek, Tim Mälzer, Horst Lichter oder «Das perfekte Dinner» (seit 2005, VOX) .

«Unsere Nachbarn heute Abend: Familie Schölermann»


(15. September 1954, NWDR)

Die ersten Familien-Serie im deutschen Fernsehen wird von dem Ehepaar Alexandra und Rolf Becker geschrieben. Bis 1960 entstehen 111 Folgen, die anfangs live ausgestrahlt werden und so das aktuelle Tagesgeschehen behandeln können.

«Was bin ich?»


(02. Januar 1955, Deutsches Fernsehen)

Robert Lembkes "heiteres Beruferaten" ist nach «Wer gegen wen» und «Wer will, der kann» (beide 1953) eine der ersten Spielshows im deutschen Fernsehen. Mit 336 Folgen und einer Laufzeit bis 1989 (inkl. einer Pause von 1958 bis 1961) wird sie zu einer der bekanntesten Sendungen. Auch nach Lembkes Tod im Jahr 1989 wird die Idee, die ursprünglich auf der US-Show «What's my line?» basierte, mehrfach neu aufgelegt.

«Rin Tin Tin»


(16. Februar 1956, Deutsches Fernsehen)

Mit der amerikanischen Familienserie zeigt ein deutscher Sender erstmals eine ausländische Produktion, die für das heimische Programm eingekauft wird. Im gleichen Jahr wird auch der «Grand Prix d’Eurovision de la Chanson» zum ersten Mal veranstaltet, der ebenfalls mehr Internationalität ins Programm bringt.

«Der Richter und sein Henker»


(07. September 1957, Deutsches Fernsehen)

Franz Peter Wirths Verfilmung des Romans von Friedrich Dürrenmatt ist der erste Film der ausschließlich fürs Fernsehen produziert wird. Das Genre des "Fernsehfilms" wird zu einer zentralen Programmfarbe der Anstalten. In den ersten 30 Jahren werden über 3.000 weitere produziert. Im Jahr 2009 feiern rund 400 Fernsehfilme ihre Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen.

«Stahlnetz»


(13. April 1958, Deutsches Fernsehen)

Wolfgang Menge schreibt die Drehbücher für die Krimireihe, die auf tatsächlichen Kriminalfällen beruht und zu einem Straßenfeger wird. Der Autor sorgt mit seinen provokanten Serien «Ein Herz und eine Seele» (ab 1973, WDF) und «Motzki» (1993, ARD) sowie mit seinen kritischen Filmen «Das Millionenspiel» (1970, ARD) und «Smog» (1973, ARD) für großes Aufsehen.

«Soweit die Füße tragen»


(12. Februar 1959, Deutsches Fernsehen)

Das erste mehrteilige Fernsehspiel zeigt in einer bis dahin unbekannten Mischung aus Dokumentation und Spielfilm die Flucht eines Insassen eines ostsibirischen Lagers nach dem zweiten Weltkrieg. Die erstmalige, umfangreiche Aufarbeitung des Themas auf Grundlage des Romans von Josef Martin Bauer wird zu einem wahren Straßenfeger und sorgt für reichlich Gesprächsstoff.

Mögen die beerdigten Sendungen in Frieden ruhen!

Die nächste Ausgabe des Fernsehfriedhofs erscheint am kommenden Donnerstag und widmet sich dann in einer weiteren Spezialausgabe den Programm-Highlights der 60er Jahre.[/url]

Hier geht es weiter:


[url=http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=43175&p3=] Von «Tagesschau» bis HDTV: Die Meilensteine der deutschen Fernsehgeschichte

Die Geburt der Klassiker: Die Highlights der 60er Jahre
Es wird bunt: Die Highlights der 70er Jahre
Neue Trends und Rekorde: Die Highlights der 80er Jahre
Der Triumph des Privatfernsehens: Die Highlights der 90er Jahre
Reality wohin die Kamera reicht: Die Highlights der 2000er

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