Primetime-Check

Sonntag, 02. Mai 2010

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Welcher Blockbuster kam beim Publikum besser an: «Mr. Bean macht Ferien» bei RTL oder «xXx: The Next Level» bei ProSieben? Wie erfolgreich war darüber hinaus der «Polizeiruf 110»?

Weder der «Mr. Bean»-Film noch die «Triple X»-Fortsetzung kamen am Sonntag in der Zielgruppe auch nur in die Nähe der 20 Prozent. Aus Sicht der Gesamtzuschauer hatte «Mr. Bean macht Ferien» knapp die Nase vorn: Insgesamt 3,24 Millionen Zuschauer entschieden sich für die Komödie mit dem tollpatschigen Briten, der Marktanteil lag bei 9,0 Prozent. Alles andere als erfreut dürfte RTL über die Werte in der Zielgruppe sein, dort verzeichnete der Film nur 2,10 Millionen Zuschauer, was schwachen 13,6 Prozent entsprach. Besser sah es da für ProSieben aus, das den Actionthriller «xXx - The Next Level» zeigte. Beim Gesamtpublikum fesselte der Streifen durchschnittlich 3,13 Millionen Zuschauer sowie 8,9 Prozent Marktanteil, in der Zielgruppe reichte es für ordentliche 15,1 Prozent. Im Schnitt schauten 2,31 Millionen 14- bis 49-Jährige zu. Beim Folgeprogramm hatte ProSieben gegenüber RTL dann eindeutig die besseren Karten. Während die Kölner mit dem 45-minütigem «Spiegel TV» auf nur 2,25 Millionen Zuschauer insgesamt sowie auf 10,8 Prozent in der Zielgruppe kamen, konnte «xXx - Triple X» bei ProSieben noch bis 0:30 Uhr 1,89 Millionen Zuschauer halten. Der Marktanteil belief sich auf 12,5 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sogar stolze 20,6 Prozent eingefahren. Dank eines schwächeren RTL sicherte sich ProSieben mit 13,3 Prozent letztendlich auch die Tagesmarktführerschaft. Die Kölner kamen am Sonntag nur auf 12,8 Prozent.

Beim Blick auf die Reichweiten von ARD und ZDF wird schnell klar, wo sich viele der Zuschauer am Sonntagabend tummelten. Im Ersten punktete der «Polizeiruf 110» mit dem Titel "Aquarius" und erreichte starke 7,21 Millionen Zuschauer bei 19,8 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten 2,29 Millionen ein, der Marktanteil lag hier bei ebenfalls hervorragenden 14,6 Prozent. «Anne Will» konnte im Anschluss noch insgesamt 4,17 Millionen Zuschauer (14,5 %) halten, beim jungen Publikum ging es auf 0,90 Millionen und mittelmäßige 6,9 Prozent hinab. Im ZDF war derweil der Familienfilm «Ein Sommer in Marrakesch» mit Jutta Speidel zu sehen und kam auf eine fantastische Reichweite von 7,04 Millionen Zuschauern. Der Gesamtmarktanteil betrug 19,3 Prozent, bei den Jüngeren reichte es für immerhin überdurchschnittliche 8,3 Prozent. Im Schnitt schauten 1,29 Millionen 14- bis 49-Jährige zu. Während das «heute-journal» dann auf insgesamt 5,82 Millionen Zuschauer und 9,1 Prozent bei den Jungen kam, ging es zur «Methode Hill: Geschöpfe des Todes» auf 2,75 Millionen Zuschauer nach unten. Der Marktanteil beim jungen Publikum blieb mit 8,4 Prozent jedoch weiterhin deutlich über dem Senderschnitt.

Bei Sat.1 sorgten die Krimiserien «Navy CIS» und «The Mentalist» für starke 4,20 bzw. 4,07 Millionen Zuschauer, in der Zielgruppe kletterten die Marktanteile auf 18,3 bzw. 17,7 Prozent. Ulrich Meyers «ErmittlungsAKTE» konnte die gute Reichweite von der Vorwoche knapp halten und kam auf 2,36 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sowie auf 1,39 Millionen in der Zielgruppe. Die Marktanteile lagen bei 9,1 bzw. 11,9 Prozent. Über gute Quoten darf sich auch RTL II freuen. «Der große deutsche Love & Sex-Test» erreichte im Schnitt 1,72 Millionen Zuschauer und 5,6 Prozent, bei den Werberelevanten schalteten 1,21 Millionen bei starken 8,8 Prozent ein. Damit übertrumpfte die Ausgabe sogar den «großen IQ-Test», der vor vier Wochen auf 8,6 Prozent kam. Die Doku «Crime 60» verlor um 23:15 Uhr dann nur minimal und kam noch auf 8,1 Prozent, insgesamt blieben noch 0,66 Millionen Zuschauer dran.

Die beiden Verlierer des Tages waren VOX und kabel eins. «Das perfekte Promi Dinner» dümpelt bereits seit Monaten unter dem Senderschnitt und kam auch an diesem Sonntag nur auf 6,7 Prozent in der Zielgruppe. Bei den Zuschauern ab drei Jahren schalteten 1,64 Millionen ein, in der Zielgruppe waren es 0,98 Millionen. Gut sah es dagegen für das Magazin «Prominent!» mit Constanze Rick aus. Dieses wollten noch 1,20 Millionen Zuschauer und 6,6 Prozent sehen, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden starke 8,4 Prozent erzielt. Werte, von denen kabel eins nur träumen konnte. Dort gab es den Spielfilm «Riverworld - Welt ohne Ende» zu sehen, in einigen Programmzeitschriften wurde allerdings noch «Deutschlands beste Partyband» ausgewiesen. Die Reichweite fiel mit 1,15 Millionen Zuschauern äußerst gering aus, der Marktanteil lag bei 3,2 Prozent. Auch in der Zielgruppe sah es mit 0,72 Millionen sowie 4,6 Prozent nur mau aus. Minimal besser schlug sich «Abenteuer Leben», das um 22 Uhr noch auf 0,63 Millionen Zuschauer und 3,5 Prozent kam. In der Zielgruppe wurden 0,42 Millionen gemessen, der Marktanteil blieb mit 5,0 Prozent allerdings weiterhin deutlich unter dem Senderschnitt.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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