Quotencheck

«The Listener – Hellhörig»

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Die erste Staffel der kanadischen Serie bescherte RTL II bestenfalls mittelmäßige Einschaltquoten.

Seit Ende Januar präsentiert uns RTL II auch im frei empfangbaren deutschen Fernsehen die kanadische Mystery-Serie «The Listener». Gab ihr der Pay TV-Sender FOX noch den Untertitel "Der Gedankenjäger", bekam sie auf dem Münchener Sender den Zusatz "Hellhörig". Aber nicht nur diese Tatsache war interessant an der Ausstrahlung der kanadischen Produktion, auch die Sendezeiten hatten durchaus ihre Komik: Während neun von 13 Ausgaben am Samstag um 17:10 Uhr über die Bildschirme liefen, begann man die Serie am 30. Januar dieses Jahres mit einer Doppelfolge um 20:15 Uhr. Auch liefen die Episoden 08 und 09 erst kurz vor Mitternacht, was Senderangaben zufolge mit der FSK-Freigabe zu tun hatte. Jedoch nahm es der Sender auch bei der Ausstrahlungsreihenfolge nicht immer ganz genau: Die Doppelfolge in Spielfilmlänge beinhaltete die erste und dritte Episode und auch Episode 10 wurde vor den beiden Vorgängern gezeigt. Ob die Zuschauer diese Sendestrategie mit schlechten Quoten bestraften, zeigt der Quotencheck.

Einen heftigen Dämpfer hatte gleich der Staffelauftakt parat, denn zur besten Sendezeit konnte die Serie nicht gegen die übermächtige Konkurrenz über Wasser halten: Nur 0,83 Millionen Menschen wollten das Geschehen um Sanitäter Toby Logan verfolgen, der Marktanteil fiel mit 2,5 Prozent ziemlich desaströs aus. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen hielt sich das Interesse angesichts 0,49 Millionen Zusehern und den daraus resultierenden 3,9 Prozent Marktanteil in sehr überschaubaren Grenzen.

Eine umso freudigere Überraschung brachte dann wohl der zweite Ausstrahlungstag am 06. Februar mit sich, wo die Mystery-Serie erstmals auf ihrem "normalen" Sendeplatz gezeigt wurde. Offenbar waren die Zuschauer sehr überzeugt vom Geschehen der Vorwoche, denn trotz weniger lukrativer Sendezeit fuhr man mit "Seelenretter" eine nahezu identische Reichweite ein. 0,78 Millionen Menschen bedeuteten überdurchschnittliche 4,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, aufgrund 0,48 Millionen Zusehern in der werberelevanten Zuschauergruppe konnte sich RTL II auch hier über gute 7,2 Prozent Marktanteil freuen.

Dies blieb jedoch auch der höchste Wert, den «The Listener» bis zu diesem Zeitpunkt jemals zu holen imstande war. Schon in der Woche danach begannen die Zuschauerzahlen mit 0,76 Millionen und 4,0 zu sinken. Bei den Umworbenen konnte man vorerst die Reichweite noch halten, musste jedoch aufgrund der höheren Fernsehfrequentierung einen geringfügig schlechteren Marktanteil von 6,8 Prozent akzeptieren. Die Frage "Wer ist Lisa Greyson?" tangierte daraufhin am 20. Februar nur noch 0,66 Millionen Menschen, was 3,8 Prozent bedeuteten. Hier lag man an diesem Tag ebenso nur noch in Höhen des Senderschnitts wie bei der jungen Zuschauerschaft, bei der sich 0,42 Millionen bzw. 6,3 Prozent mit oben genannter Frage beschäftigten.

In den wirklich kritischen Bereich rutschten jedoch erst die Ausgaben 06, 07 und 10 mit Zuschauerresonanzen von schwachen 0,48 Millionen, 0,54 Millionen und 0,58 Millionen ab. Auch in der Zielgruppe waren im Schnitt nur noch etwa 300.000 Menschen mit von der Partie, sodass dort die Prozentzahlen nicht einmal mehr die Fünf-Prozent-Hürde erreichen konnten. Beim Gesamtpublikum wurden in dieser Zeit zweimal 3,1 Prozent und einmal 3,4 Prozent gemessen. Nicht sonderlich gut lief auch die achte Episode, die zu sehr später Stunde mit 0,46 Millionen die geringste Anzahl an Zuschauern aller Folgen für sich verbuchte. Mit 3,7 Prozent erreichte man hier einen befriedigen Anteil an der Gesamtzuschauerschaft, bei den Jungen lief es mit 0,29 Millionen und 4,8 Prozent jedoch gar nicht gut.

Dies änderte sich erst wieder mit der drittletzten Folge am 20. März, die ordentliche 0,65 Millionen Zuschauer und 3,9 Prozent generierte. Beim jungen Publikum erinnerten 0,42 Millionen nochmal an die Reichweiten zu Ausstrahlungsbeginn. Die beiden letzten Ausstrahlungen konnten hingegen mit 0,56 Millionen und 0,49 Millionen wieder nur 3,4 Prozent bzw. 3,3 Prozent erzielen. Bei den jungen Zuschauern reichte es ebenso nur für schwache 5,5 und 5,4 Prozent.

Durchschnittlich erzielte die erste Staffel der in Toronto spielenden Serie eine Reichweite von 0,62 Millionen Bundesbürgern. Mit 3,5 Prozent lag man mit 0,4 Prozentpunkten unter dem Senderschnitt. Besonders ärgerlich ist jedoch, dass man auch die jungen Zuschauer nicht so recht zu begeistern wusste. Bei den 14- bis 49-Jährigen generierte man im Durchschnitt 0,38 Millionen Deutsche, was zu 5,5 Prozent führte. Der Senderschnitt liegt derzeit jedoch bei 6,1 Prozent.

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