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Fortsetzung möglich: Wie geht es mit «Anna und die Liebe» weiter?

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Eine finale Entscheidung über die Zukunft der Serie ist noch nicht gefallen. In Berlin tendiert man aber möglicherweise in eine Richtung. Was nun passieren muss und was auf keinen Fall.

Einen guten Start hatte die Sat.1-Telenovela «Anna und die Liebe»  nicht. Rechnet man die Werte der Episoden sechs bis 25 zusammen und entnimmt daraus den Mittelwert, so kam die Telenovela mit Jeanette Biedermann nur auf 8,8 Prozent Marktanteil. Ein etwas früherer Sendeplatz und die Zeit, sich an das Format zu gewöhnen, halfen, um die Quoten auf ein höheres Level zu hieven. Mit 13,4 Prozent Marktanteil holte «Anna und die Liebe» Mitte Februar die bis dato höchste Quote, was Sat.1 sehr freute. Schon damals gab man sich auf Anfrage von Quotenmeter.de, wie es mit der Serie im Herbst weitergehen wird, eher zurückhaltend.

Man hat sich schlichtweg noch nicht entschieden, hieß es damals. Darüber ist man heute vielleicht ganz glücklich, denn in den vergangenen drei Wochen sanken die Marktanteile wieder spürbar. 11,7 Prozent waren es beispielsweise in der ersten Februar-Woche, in der vergangenen Woche sahen im Schnitt noch 10,9 Prozent der Werberelevanten zu.

Was konnte man aus «Anna und die Liebe» lernen und was sind die Konsequenzen für die Zukunft? Der Start einer Telenovela funktioniert in Deutschland nur schleppend, zunächst hat die Bevölkerung nur wenig Lust auf ein neues Format. Erst, wenn sich dieses als empfehlenswert erweist und sich herumspricht, dass man die Sendung sehen sollte, können die Quoten langsam steigen. Ähnliches erlebt das ZDF derzeit mit der neuen Daily «Alisa». Sat.1 ist es gelungen, das Interesse der Menschen in größerem Rahmen zu wecken als zu Beginn der Ausstrahlung. Deshalb wäre ein Ende der Produktion im Sommer eigentlich Unsinn.



Der letzte Drehtag soll nach aktuellen Planungen Ende Mai stattfinden, die letzte Episode würde im August über die Bildschirme flimmern. Die Autoren müssen sich schon jetzt Gedanken über das Ende der ersten Staffel machen, die Bücher hierzu werden in den kommenden Wochen geschrieben. Deshalb kann sich Sat.1 auch nicht mehr ewig Zeit lassen mit der Entscheidung – spätestens Mitte April muss sich Geschäftsführer Guido Bolten wissen, wie es mit der täglichen Serie weitergehen soll, oder eben nicht.

Es wäre wenig verwunderlich, wenn die Macher in Kürze neue Gesichter in der Serie auftauchen ließen – ein junges Mädchen beispielsweise, dem man zutraut, Nachfolgerin von Jeanette Biedermann zu werden. Somit könnte die Produktion den Weg gehen, den auch schon «Sturm der Liebe»  und «Wege zum Glück» abgegrast haben.

Als unwahrscheinlich gilt, dass Sat.1 im Herbst eine neue Telenovela ins Programm nimmt. Die Vorlaufzeit wäre hierfür viel zu kurz, zudem müsste man wieder neue Serienwelten mit gänzlich neuen Gesichtern etablieren. Auch ein Ende von «Anna und die Liebe»  ist dem Vernehmen nach derzeit nicht wahrscheinlich – immerhin läuft das Format jetzt einigermaßen rund. Es bleiben de facto also nur zwei Möglichkeiten: Der Bällchensender wird sich mit den Hauptdarstellerin Jeanette Biedermann und Roy Peter Link einig und verlängert die erste Staffel des Formats um einige weitere Episoden, sodass man mit der aktuellen Liebesgeschichte bis ins Frühjahr 2010 käme. Diese Variante hängt stark vom Terminplan Jeanette Biedermanns ab – sie wäre aber sicherlich die beste Lösung für die Serie.

Die zweite Möglichkeit wäre ein weicher Übergang, wie die Zuschauer ihn aus anderen Telenovelas kennen. Die neue Hauptfigur wird schon Wochen vor der Hochzeit eingeführt und übernimmt dann sanft den Part von Jeanette Biedermann. Hierzu braucht Sat.1 allerdings eine echte Identifikationsfigur, die man erst finden müsste. Ebenfalls schwierig: Vermutlich müsste der Sender das Format dann umbenennen, denn es ist kaum anzunehmen, dass die neue Figur ebenfalls Anna heißen würde.

Eine konkrete Entscheidung in Sachen «Anna und die Liebe» wird derzeit also in Berlin vorangetrieben. Aktuell sei sie aber noch nicht gefallen, sagte Sendersprecherin Diana Schardt am Mittwoch im Gespräch mit Quotenmeter.de. Was letztlich passiert, hängt sicher auch ganz entscheidend von den Einschaltquoten der kommenden Episoden und des Specials Anfang April ab. Abstürzen dürfen die Reichweiten und Marktanteile nun nicht mehr.

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