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18.30 Uhr: «Anna und die Liebe» braucht neue Sendezeit

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Für die Sat.1-Telenovela läuft es überhaupt nicht gut. In Berlin sollte man schnell reagieren – und sie aus dem Kampf gegen «Alles was zählt» nehmen.

Um die Einschaltquoten der Serie «Anna und die Liebe» ist es derzeit wirklich nicht zum Besten bestellt. Regelmäßig liegt die Telenovela mit Jeanette Biedermann unterhalb der Zehn-Prozent-Marke und somit auch deutlich unter den Erwartungen von Sat.1. In Berlin ist man derzeit noch gelassen, wenngleich sich die Verantwortlichen die Quotenentwicklung natürlich ganz genau ansehen. Sie müssen feststellen, dass ihre Serie gegen das viel schnellere und extremere RTL-Format «Alles was zählt» keinerlei Chance hat.

Deswegen ist es nötig, die Telenovela nun schnell aus dem Wettbewerb gegen die Daily-Soap der Kölner zu nehmen. Im begrenzten Markt der Fans von täglichen Serien wäre eine Verlegung auf 18.30 Uhr sehr sinnvoll, schließlich holt der «Marienhof» um diese Zeit nur knapp zehn Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Ein Allheilmittel ist die Verlegung im Übrigen nicht – es wird trotzdem ein mühsamer Kampf sein, die Zuschauer für das Format zu begeistern.

Vor allem in den ersten vier Wochen wies der Aufbau und die Geschichten der Serie deutliche Schwächen auf. Was im ersten Block (also in den ersten fünf Folgen) recht viel versprechend und rasant begann, zog sich in den Blöcken zwei bis vier wie Kaugummi. Den Fans wurde es zu zäh und die Quoten bröckelten. Allgemein muss die Frage gestattet sein: Wieso hat man nichts von «Alles was zählt» gelernt? Nicht der Hauch der Stringenz der Serie ist bei «AudL» zu spüren, sämtliche Figuren der Producers at work-Produktion sehen gegen die RTL-Serie wie weichgespült und verblasst aus.

Bei Sat.1 wollte man offenbar lieber kuscheln und das geht nun gewaltig in die Hose. Am Inhalt ist so schnell nichts zu ändern, derzeit werden die Bücher der Folgen geschrieben, die Anfang 2009 auf dem Bildschirm zu sehen sind. Wenigstens dann sollten die Macher waghalsiger und extremer konzipieren. Zusammen mit der Verlegung auf 18.30 Uhr gibt es dann noch eine Chance auf ein Überleben. Auch wenn diese Maßnahme ein Eingeständnis eines Flops ist – es ist immer noch besser als eine baldige Absetzung der täglichen Serie.

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