Die Kritiker: «Men in Trees»

Story
Die New Yorker Autorin Marin Frist führt beruflich und privat ein Leben, wie frau es sich nur wünschen kann. Sie ist eine Expertin in Sachen Beziehung, und ihre Ratgeberbücher erklimmen mühelos die Bestsellerlisten. Doch sie gibt nicht nur Tipps in Sachen Liebe, sondern geht auch selbst mit gutem Beispiel voran: Mit ihrem Verlobten Graham McCarthy führt sie eine erfüllte und glückliche Beziehung.

Kurz vor der Hochzeit begibt sich Marin auf eine Lesereise nach Alaska, um ihr neuestes Werk zu promoten. Während sie im Flieger noch ihren verliebten Gedanken an Graham nachhängt, stellt sie fest, dass sie statt ihres eigenen aus Versehen Grahams Laptop mitgenommen hat. Als sie das Gerät einschaltet, trifft sie fast der Schlag: Graham hat nicht nur Fotos von ihr, sondern auch von ihrer Freundin Kiki archiviert - Fotos, auf denen Kiki gemeinsam mit Graham in eindeutiger Pose zu sehen ist. Völlig aus der Fassung greift Marin zum einzig probaten Mittel gegen Liebeskummer, das im Flugzeug zu bekommen ist: einem doppelten Whiskey.

Beschwipst und mit den Nerven am Ende landet sie kurze Zeit später in der Kleinstadt Elmo in Alaska, die auf die Großstädterin wie ein fremder Planet wirkt. In dem verträumten Nest scheinen fast nur Männer zu leben - eine Spezies, auf die Marin momentan nicht gut zu sprechen ist. Schnellstens entscheidet sie sich, ihre miese Stimmung mit noch ein paar Whiskeys in der einzigen Bar des Ortes aufzuheitern. Vollends betrunken, hält sie schließlich mit eher mäßigem Erfolg einen Vortrag über zwischenmenschliche Beziehungen vor einem ausschließlich männlichen Publikum - eigentlich nicht die Zielgruppe ihrer Ratgeberliteratur.

Darsteller
Anne Heche («Ally McBeak») ist Marin Frist
James Tupper («Joe Dreck») ist Jack Slattery
Suleka Mathew («The Dead Zone») ist Sara
Derek Richardson («Hostel») ist Patrick Bachelor
Emily Bergl («Taken») ist Annie O'Donnell
Abraham Benrubi («Emergency Room») ist Ben
John Amos («The West Wing») ist Buzz Washington
Sarah Strange («ReGenisis») ist Theresa
Seana Kofoed («It’s About Time») ist Jane
Timothy Webber («Missing in America») ist Jerome
Françoise Yip («Smallville») ist Alice K.
Claudette Mink («The Guard») ist Kiki
Tobias Slezak («A Valentine Carol») ist Graham McCarthy
Mar Andersons («Masters of Horror») ist Dave

Kritik
Aus der Feder von «Sex and the City»-Produzentin und –Drehbuchautorin Jenny Bicks stammt die neue ABC-Serie. In den Vereinigten Staaten läuft «Men in Trees» derzeit am Freitagabend um 22.00 Uhr, jedoch stimmen die Einschaltquoten überhaupt nicht. Auf demselben Sendeplatz versucht es VOX mit der Etablierung der Serie.

Die Einleitung gelingt bei «Men in Trees» wunderbar, innerhalb weniger Minuten werden die wichtigsten Personen aus Marins früherem Leben vorgestellt und kurz danach beginnt der typische Bruch. Nur ein paar Momente später kennt der Fernsehzuschauer auch die neuen Charaktere, die in Elmo, Alaska leben. Vom Aufbau macht die ABC-Serie alles richtig, es gibt keine offenen Fragen und Unklarheiten. Bemängeln kann man nur, dass die ersten zehn Minuten absolut vorhersehbar sind. Am Ende der ersten Episode beschließt Maren Frist weiterhin in Alaska zu verweilen, doch die Begründung ist völlig unschlüssig. Es kommt nicht klar heraus, warum sie in diesem kleinen Dorf bleiben möchte.

Neben folgenübergreifenden Geschichten, von denen man nicht weiß, wohin sie sich entwickeln werden, haben die Autoren einige Runnings-Gags eingebaut. Sie verfolgen die Hauptdarstellerin in den ersten Episoden. Ein weiterer Pluspunkt der Produktion sind die vielen unterschiedliche Charaktere, die allesamt liebevoll ausgearbeitet wurden. Kaum einer gleicht dem anderen, aber in einigen Punkten halten sie zusammen, wie Marin noch feststellen muss. Dies wird auch noch mit einer ordentlichen Portion Humor serviert.

In gewisser Weise gleicht «Men in Trees» der früheren The WB-Serie «Everwood». Eine Person zieht in eine Kleinstadt, hat ein völlig abgedrehtes Leben und versucht neu anzufangen. Ebenso dicht ist die Erzählgeschwindigkeit der Serie. Zwar passiert pro Folge eine Menge, aber für den einen oder anderen Zuseher könnte die Staffelhandlung viel zu langsam und banal sein.

Ein Hauptaugenmerk von «Men in Trees» sind die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, die im Übrigen nicht in Alaska gedreht werden. Die Serie entsteht in der Großstadt Vancouver und der Kleinstadt Squamish, die beide in Kanada nur vierzig Kilometer außer einander liegen.

In Deutschland hat man sich mit «Men in Trees» Mühe gegeben, denn die Berliner Synchron AG hat die Serie gut übersetzt und auch die bekannten Stimmen von Anne Heche und Abraham Benrubi wurden verwendet.

«Men in Trees» kann für viele Fernsehzuschauer ein interessante Serie sein, das wirklich Spaß macht, wenn man sich auf solche Geschichten einlässt. Doch wer nicht auf typische Familienserien steht, sollte die Finger davon lassen. Insgesamt ein netter Zeitvertreib am Freitagabend, jedoch weist «Men in Trees» nach den ersten Folgen kein Suchtpotenzial auf.

VOX zeigt «Men in Trees» ab dem 04. Januar 2008 freitags um 22.00 Uhr als Deutschland-Premiere.

 •  Kurz-URL: qmde.de/24404

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