Dritte Staffel der Dschungelshow liegt vorerst auf Eis

In einem Interview sprach RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger über Neues vom Dschungel und Kritik an angeblich fehlenden Innovationen im Programm des Kölner Senders.

Foto: RTLDie ersten beiden Staffeln von «Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!» waren für RTL ein großer Erfolg, brachten dem Kölner Privatsender allerdings auch viel Kritik ein. Eine Fortsetzung ist derzeit nicht in Planung, wie RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte.

Eine solche Eventprogrammierung, die auf 14 Tage lang täglich ausgestrahlt wird, würde das "erfolgreiche Programmschema" des Senders aufbrechen. "Da habe ich zwei Wochen lang Strohfeuer, aber hinterher fange ich an, mir mühsam wieder Zuschauergewöhnung zu schaffen", so Sänger. Zu viele seien "immer erst einmal dagegen und fragen nach der gesellschaftlichen Relevanz." Dennoch glaubt RTL an die Idee der Dschungelshow. Trotzdem habe man das Projekt "vorläufig auf Eis gelegt."




Foto: RTLAuch «Deutschland sucht den Superstar» war stets ein Garant für Schlagzeilen. Dass die Luft aus dem Form raus sei, glaubt Tom Sänger (Foto) indes nicht. "Wir lagen jetzt mit der aktuellen Staffel auf dem zweithöchsten Niveau, seit es DSDS gibt", verteidigt sich der Unterhaltungschef gegenüber der "Süddeutschen". Wichtig sei es aber, eine Ausgewogenheit zu finden. Sänger: "Der Zuschauer muss wissen, was auf ihn zukommt. Er sieht das blaue Oval von DSDS, er weiß, worum es geht, er hat ein klares Ziel, ein klares Regelwerk. Also begibt er sich auf die Reise. Der Weg zum Ziel kann dann Überraschungen bieten, aber das Vehikel muss der Zuschauer kennen. Wir haben alle gelernt, nicht in ein gänzlich fremdes Auto zu steigen."

Den Vorwurf, durch ständig neue Staffeln erfolgreicher Shows, nicht mehr innovativ zu sein, lässt Sänger nicht gelten. "Wenn wir so viel in solche Projekte wie «DSDS»  oder «Let’s Dance»  investieren, dann müssen wir auch länger davon etwas haben. Es lohnt sich eben nicht, und da sind wir wieder beim Strohfeuer, etwas mit Riesentamtam abzubrennen." Der Erfolg eines Formats verpflichte automatisch zu einer Fortsetzung, so der Unterhaltungschef.

 •   •  Quelle: Süddeutsche Zeitung Kurz-URL: qmde.de/20120

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