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Weißt du noch? Heidi Klums Topmodels: Skandale und gute Quoten

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Anfang 2006 begann die Suche nach «Germany’s Next Topmodel» bei ProSieben. Nach einigen erfolgreichen Jahren blickt Quotenmeter.de zurück auf die ersten Zuschauerzahlen und Skandale der Castingshow.



In Amerika wurden schon seit langer Zeit im Fernsehen neue Models gesucht. Nach dem Hype der Castingshows, wollte auch ProSieben noch ein weiteres Stück vom Kuchen bekommen und adaptierte «America’s Next Top Model». Prominente Schützenhilfe gab es von Heide Klum, das deutsche Pendant zu Tyra Banks. Zur Jury der ersten Staffel gehörten neben Klums Friseur und Visagist Armin Morbach, Modell-Agent Peyman Amin und der amerikanische Choreograph und Laufsteg-Trainer Bruce Darnell, der im Laufe der Staffel große Beliebtheit beim Publikum erlangte. Um die Telenovela «Lotta in Love» zu retten, durfte Darnell sogar einige Male als Schauspieler arbeiten.



Über die Einschaltquoten konnte sich ProSieben stets freuen: Mittwoch für Mittwoch sahen jeweils rund 2,8 Millionen Menschen zu, besonders bei den 14- bis 49-Jährigen war die zwischen Januar und März 2006 ausgestrahlte Show beliebt. Im Schnitt erzielte die erste Staffel hier einen Marktanteil von 15,5 Prozent. Kein Wunder, dass zwischenzeitlich die Sendezeit auf zwei Stunden verdoppelt und zusätzlich zwei weitere Folgen gedreht wurden. Höhepunkt war sicherlich das Finale, in dem Lena Gercke siegte. Mit 4,13 Millionen Zuschauern sowie einem Marktanteil von 23,9 Prozent wurden die Erwartungen von ProSieben wohl übertroffen.



Doch immer wieder sorgte «Germany’s Next Topmodel» auch für Schlagzeilen. Politiker und Mediziner warfen Heidi Klum vor, ihre Modelshow verführe Jugendliche zur Magersucht. Bei Reinhold Beckmann ging das Model schließlich in die Offensive und nahm persönlich Stellung zu den Protesten. Die Entrüstung über ihre Sendung habe sie überrascht. Sie habe damit "überhaupt nicht" gerechnet. "Es war wie ein Schock", bekannte Klum damals und kritisiert die Berichte in der Presse. "Das ist ein Gossip, den man gerne liest. Ich gebe da nicht so viel drauf. Ich bin sehr stolz auf die Sendung, immer noch."

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"Wir suchen keinen, der spindeldürr und krank ist. Ich glaube nicht, dass wir gemein zu den Mädchen sind oder sie unterbuttern." Alle ihre Nachwuchsmodels besäßen eine tolle Figur. "Da müsste nur ein bisschen, hier und da, etwas Training gemacht werden. Es geht nicht um Abnehmen und dünner werden." Wenn eines ihrer Nachwuchsmodels Probleme hätte, "würden wir das merken", meinte Heidi Klum. Zwar kenne sie sich nicht aus mit Bulimie, aber sie glaube nicht, "dass ein Mädchen die Sendung ankuckt und sagt, ich esse jetzt nicht mehr, weil ich Top-Model werden möchte".



Zuvor wehrten sich selbst die Kandidatinnen gegen die öffentlichen Vorwürfe. Sie verfassten einen offenen Brief. „Das Einzige, was diesen Spaß gerade vermiest, sind völlig konstruierte Geschichten, die nichts mit dem zu tun haben, was wir erleben und erlebt haben. Um es klar zu sagen: Bei den Dreharbeiten muss niemand hungern. Im Gegenteil: Die Buffets sind superlecker“, hieß es darin.



Allen Protesten zum Trotz schickte ProSieben weitere «Topmodel»-Staffeln auf Sendung. Für einige Kandidatinnen der ersten Edition hat sich die Bewerbung jedenfalls gelohnt: Die Gewinnerin Lena Gercke erhielt ein Auto und einen Vertrag, in dem vereinbart ist, dass sie für eine Modelagentur arbeitet. Im Juni 2006 erschien sie auf dem Titelblatt der Cosmopolitan.



Bereits vor dem Finale kündigte eine internationale Modemarke an, die Gewinnerin exklusiv über neun Monate als Model für die Herbst/Winter-Kollektion 2006 zu buchen. Im Herbst wurde die Zweitplatzierte in einer deutschlandweiten Werbekampagne zum Gesicht von maxdome. Jennifer Wanderer, Dritte der Staffel, machte diverse Fotoshootings für verschiedene Kataloge. Die drei Finalisten waren zudem sowohl in der Sommer- als auch in der Winterkampagne ProSieben-Marke „We Love“ zu sehen.

Kurz-URL: qmde.de/18555
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