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Schwacher Mittwochabend für Sat.1

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Das Quotenproblem des Berliner Senders begann schon im Vorabend. Ab 17.30 Uhr gingen die Marktanteile nach unten.

Es dürfte wohl der größte Fehler gewesen sein, den Roger Schawinski im Sommer gemacht er. Er klaute dem Vorabend sein erfolgreiches Lead-In, die Detektivserie «Lenßen & Partner», die regelmäßig weit mehr als zwei Millionen Zuschauer zu Sat.1 lockte. Davon profitierten dann die Nachrichten und auch bei «Blitz» blieben viele hängen. Ingo Lenßen ermittelt jetzt nachmittags und um 18 Uhr soll eben jenes «Blitz» die Zuschauer zu Sat.1 locken. Das funktioniert aber nicht: Am Mittwoch erreichte das Boulevardmagazin, welches nun dummerweise auch noch teilweise gegen «Explosiv» läuft, rund 1,5 Millionen Zuschauer, in der Zielgruppe konnte man gerade zweistellige Werte erreichen (10,4 % Marktanteil).




Darunter leiden vor allem die «Sat.1 News» mit Thomas Kausch. Es war eine wunderbare Erfolgsgeschichte, die er geschrieben hatte, bis eben der neue Vorabend zum greifen kam und die Quoten der Hauptnachrichten drastisch nach unten gingen. Am Mittwoch sah es besonders mies aus: Mit 8,6 Prozent Marktanteil in beiden Gruppen lag die Nachrichtensendung deutlich unter dem Senderschnitt und lief so schlecht wie schon lange nicht mehr.

Baustelle Vorabend: Auch «Schmetterlinge im Bauch» und «Verliebt in Berlin» überzeugten nicht – die Telenovelas holten 8,6 bzw. 10,2 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Einzig «K11» ist derzeit ein Lichtblick mit am Mittwoch 11,8 Prozent Marktanteil – wenngleich auch dieses Format weit von ehemaligen Glanzwerten entfernt ist.

Am Mittwochabend machte dann auch die Primetime Kummer. Gegen das parallel laufende Fußball-Länderspiel hatten die Sat.1-Formate kaum Chancen. «Clever» kam auf 2,40 Millionen Zuschauer und musste sich beim Gesamtpublikum mit einem Marktanteil von 7,1 Prozent zufrieden geben. In der Zielgruppe wurden – wie schon bei Nelly, Nils und Thomas Kausch – 8,6 Prozent erreicht. Ähnliche Werte erzielte auch die Krimireihe «Ein Fall für den Fuchs»: Insgesamt sahen 2,13 Millionen Menschen zu, der Marktanteil bei den Menschen ab drei Jahren lag bei 8,5 Prozent. In der Zielgruppe sah es noch einen Tick schlechter aus: 0,88 Millionen Zuseher entsprachen einem Marktanteil von 8,4 Prozent.

Dementsprechend mager fiel die Tagesbilanz des Berliner Sender aus: Während man über 9,7 Prozent bei allen Zuschauern wohl noch hinweg sehen kann, sind 10,1 Prozent Marktanteil ein Stück von den Werten entfernt, die Sat.1 noch vor einem Jahr erzielte.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/17449
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