Die Kritiker

«Donna Leon - Das Gesetz der Lagune»

von
Story:
In einem kleinen, unweit von Venedig gelegenem Fischerdorf explodiert ein Boot. Die Leichen zweier Männer werden anschließend geborgen und ihre Obduktion bestätigt: Es war Mord. Die Ermittlungen vor Ort gestalten sich allerdings als schwierig, die Einheimischen sind mehr als verschwiegen und lehnen jegliche Kooperation mit der Polizei ab. Signorina Elettra hat eine verwegene Idee: Sie könnte ihre Verwandten auf Pellestrina besuchen und sich bei dieser Gelegenheit ein bisschen umhören.

Brunetti ist zwar nicht ganz wohl bei dem Gedanken, aber er kann seiner Sekretärin nichts abschlagen. Als jedoch die Ladenbesitzerin Follini – die als einzige überhaupt mit dem Commissario gesprochen hatte – tot aus dem Wasser gezogen wird, ist klar: Brunettis Sekretärin schwebt in Gefahr. Der Commissario möchte sie zurück nach Venedig beordern – das passt ihr aber gar nicht in den Kram: Sie hat sich in den gutaussehenden Fischer Carlo verliebt…

Darsteller:
Uwe Kockisch («Die Nachrichten») ist Guido Brunetti
Michael Degen («Der Vater meines Sohnes») ist Vice-Questiore Patta
Julia Jäger («Berlin is in Germany»)ist Paola Brunetti
Karl Fischer («Klimt») ist Sergente Vianello

Kritik:
Auch wenn sich die Beschreibung des vorliegenden Falles recht interessant anhört, er ist es nicht. Der aktuelle Film rund um Commissario Brunetti ist ein Paradebeispiel dafür, wie man ein wirklich gutes Buch verhunzen kann. Wie auch schon beim vor zwei Wochen ausgestrahlten Film ging es den Machern mehr darum, die herrliche Landschaft Venedigs ins Bild zu bringen, als für etwas Spannung zu sorgen.

Denn an der hapert es gewaltig. Wer nach gefühlten 50 Minuten das erste Mal auf die Uhr schaut und feststellt, dass gerade mal 20 Minuten Film vorüber sind, könnte heftig mit dem Gedanken spielen, das Elend endlich abzustellen. Seltsamerweise können die beiden neuen Roman-Verfilmungen also in der Tat nicht im Geringsten mit den Produktionen der Vorjahre mithalten.

Einzig und allein Uwe Kockisch muss auch hier wieder erwähnt werden – er stellt den einzigen Lichtblick in den mauen Produktion dar. Rein theoretisch könnte sich der interessierte Zuschauer die ersten zwanzig Minuten des Films ansehen, dann abschalten und eine Viertel Stunde vor dem Ende noch mal reinschauen: Er hätte nicht sonderlich viel verpasst und wüsste immerhin die Lösung des Falls.

Wen schöne Landschaftsaufnahmen und atemberaubende Natur begeistern, der hat sicherlich Spaß an dieser Produktion, die eigentlich das Etikett „Krimi“ trägt.

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