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«Bodyguard»

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Im Montagskino gab es in den vergangenen drei Wochen keine Filme zu sehen, das ZDF zeigte stattdessen die britische Mini-Serie «Bodyguard». Wie kam das an?

Die britische Mini-Serie «Bodyguard» besteht eigentlich aus sechs Epsioden, das ZDF straffte die Folgen aber zusammen und versendete an den vergangenen Montagen die Serie in drei Teilen in deutscher Free-TV-Premiere. Eigentlich stammt die Sendung aus dem Jahr 2018 und wurde damals bei BBC One im August und September ausgestrahlt. Verantworltlich zeichnete sich Jed Mercurio, der auch die Drehbücher schrieb. Die Regie übernahmen Thomas Vincent und John Strickland. Die ITV Studios zeigten sich für die Produktion verantwortlich. Die Mini-Serie war ein voller Erfolg für die BBC, denn sie erzielte die höchsten Zuschauerzahlen für ein neues BBC-Drama in der Mehrkanal-Ära und die höchsten BBC-Zuschauerzahlen seit 2008.

Durchschnittlich sahen die sechs Episoden 15,62 Millionen Briten. Wie schlug sich die Sendung dagegen im ZDF am späten Montagabend etwa zweieinhalb Jahre nach der Erstveröffentlichung? Bevor der Politthriller an den Start ging liefen namhafte Spielfilme wie «Sicario» oder «Dunkirk»  im Zweiten. Der Kriegsfilm von Christopher Nolan, der aus dem Jahr 2017 stammt, generierte am 11. Januar immerhin eine Reichweite von 2,43 Millionen Zuschauern ab drei Jahren. Daraus resultierte ein etwas unterdurchschnittlicher Marktanteil von 12, 3 Prozent. Bei den Jüngeren Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren lief dieser dagegen stark mit 0,40 Millionen Sehern und einer Einschaltquote von 7,1 Prozent – anderthalb Prozentpunkte weniger als bei der Free-TV-Premiere ein knappes Jahr zuvor bei ProSieben, die zur besten Sendezeit auf 8,6 Prozent in der Zielgruppe kam.

Folge eins von «Bodyguard» versammelte ab 22:15 Uhr 2,78 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher, wovon 0,28 Millionen aus der jüngeren Gruppe stammten. Auf dem Gesamtmarkt waren damit gute 15,3 Prozent für den Mainzer Sender drin. Bei den Jungen wurden solide 5,8 Prozent gemessen. Zwei Tage später wurde die Folge mitten in der Nacht ab 1:11 Uhr wiederholt. Das sahen 0,30 Millionen Zuschauer, 0,07 Millionen aus der jüngeren Gruppe. Die Marktanteile betrugen 7,4 beziehungsweise 5,8 Prozent. Vor allem die Erstausstrahlung konnte sich durchaus sehen lassen, auch wenn dem 14- bis 49-Jährigen dem ZDF einmal mehr das Publikum fehlte.

Die zweite Folge am 8. Februar sahen dann aber schon nur noch 2,55 Millionen Zuschauer, was auch am Markt ein deutliches Minus bedeutete. 14,1 Prozent wurden ermittelt. Bei den Jüngeren kamen nochmals etwa 50.000 Zuschauer abhanden, sodass ein ganzer Prozentpunkt verloren ging und die etwa 120-minütige Folge auf 4,8 Prozent kam. Auch diese Ausgabe wurde zwei Tage später nach Mitternacht wiederholt. Der Rerun begann diesmal schon um 0:30 Uhr und holte 0,33 Millionen Seher. Am Markt registrierte man 6,3 Prozent. Bei den Jüngeren lag der Wert bei 5,6 Prozent.

Die letzte Folge war am vergangenen Montag zu sehen, auch hier nahm das Interesse nochmals ab. Nur noch 2,29 Millionen Zuschauer verfolgten die Doppelfolge der sechsteiligen Miniserie, die noch komplett bis zum 22. Februar in der ZDFmediathek zur Verfügung steht. Der Marktanteil sank auf 13,2 Prozent und traf damit den Senderschnitt. Bei den jungen Sehern war das Bild jedoch ein anderes. Nur 0,18 Millionen schalteten ein, was zu 3,9 Prozent Marktanteil führte – ein schlechter Wert und nicht einmal die Hälfte der Quote, die «Sicario» am 25. Januar erreichte. Auf eine Wiederholung der dritten Folge verzichtete das ZDF bislang noch.

Im Durchschnitt kommt «Bodyguard» damit auf eine Reichweite von 2,54 Millionen Zuschauern ab drei Jahren, wovon 0,23 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt waren. Die Einschaltquote auf dem Gesamtmarkt betrug 14,2 Prozent, was einen ordentlichen Wert darstellt. Gemessen am Erfolg in Großbritannien dürfte man beim ZDF allerdings nicht in Freudensprünge ausgebrochen sein. Bei den Jüngeren blieb das ZDF einmal mehr wenig erfolgreich, hier standen im Mittel nur 4,8 Prozent zu Buche.

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