Vermischtes

Birger Dehne: Der Unterschied zwischen echten Experten & "Die Super-Makler"

Wir werfen im Folgenden einen Blick auf die aktuelle Lage und geben einen Ausblick darauf, wie sich die Situation entwickeln könnte.

Auf sixx läuft seit 2013 die Sendung “Top oder Flop? Die Super-Makler!” und sichert sich gute Marktanteile. Die Serie reiht sich etwa in die Lücke ein, die “mieten, kaufen, wohnen” nach der Absetzung aufgetan hat. Es scheint als würde es den Menschen gefallen, anderen beim Kauf einer Immobilie zuzusehen.

Doch wie realistisch sind überhaupt die Inhalte, die in solchen Sendungen gezeigt werden und wie sieht der Immobilienmarkt aktuell aus?

Besonders die Einschätzungen von Experten wie Birger Dehne sind dabei hilfreich, um einen guten Eindruck hinsichtlich der aktuellen Marktlage zu erhalten. Natürlich läuft im TV einiges anders als in der Realität. Aber es steckt auch immer etwas Wahrheit in solchen Fernseh-Shows.

Der Kauf einer Immobilie ist ein zäher Prozess
Ein Haus oder eine Wohnung kauft man nicht mal eben wie ein Paar Tennissocken. Das hat nicht nur mit dem Wert des Objektes zu tun, sondern vor allen Dingen mit viel lästigem Papierkram, der im Rahmen einer Veräußerung anfällt.

Bei “Top oder Flop? Die Super-Makler!” oder “mieten, kaufen, wohnen” konzentriert sich die Darstellung meist auf die Gespräche zwischen Makler und Käufer. In Wirklichkeit sind dies aber die geringsten Hürden.

Wenn man häufig die genannten Serien geschaut hat, bekommt man vielleicht den Eindruck, dass jede Immobilie ihre Schattenseiten hat und sich am Ende als Kostenfalle entpuppen wird. Oder man glaubt, sofern man gerade eine sehr positiv ausgerichtete Episode, dass alles ein reines Kinderspiel ist.

Wie es so häufig ist, gilt auch hier der Grundsatz: In der Mitte liegt die Wahrheit. Zwischen dem ersten Besichtigungstermin und dem Verkauf können schon einmal mehrere Monate liegen. Das hat aber in den wenigsten Fällen mit ganz zähen Verhandlungen zu tun, sondern ist eher damit zu begründen, dass die Formalitäten so lange dauern: Ein Kredit bei der Bank muss beantragt werden, ein Besuch beim Notar ist fällig und gerade die Eintragung im Grundbuchamt kann schnell mehrere Wochen dauern.

Wie wird sich der Markt entwickeln?
Fragt man einen Experten wie Birger Dehne, kann dieser natürlich auch nicht in die Zukunft gucken und die Entwicklung des Immobilienmarktes zu 100% präzise vorhersagen. Aber man erhält zumindest Erklärungen für die Entwicklung in der Vergangenheit, woraus sich natürlich daraus auch wieder Implikationen für die Zukunft ableiten.

Die extreme Preisentwicklung in den letzten Jahrzehnten lässt sich laut Birger Dehne auf verschiedene Effekte zurückführen:

● mehr Nachfrage als Angebot
● gesunkene Zinsen
● professionelleres Investment
● allgemeine Inflation

Zunächst einmal ist zu beobachten, dass es schlichtweg eine größere Nachfrage als das zur Verfügung stehende Angebot gibt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein großer Faktor ist unter anderem, dass es mehr Single-Haushalte gibt und allgemein der Bedarf an Wohnfläche pro Kopf ansteigt.

Ein weiterer Preistreiber sind die gesunkenen Zinsen, was an der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt. Dadurch werden Darlehen günstiger und gleichzeitig verlangen die Verkäufer mehr, weil es ja für die Käufer trotzdem noch bezahlbar bleibt.

Zudem ist zu beobachten, dass sich das Investment in Immobilien in den letzten Jahren deutlich professionalisiert hat. Immobilien sind – weil andere Anlageformen kaum mehr Ertrag versprechen – fester Bestandteil von Investment-Portfolios geworden. Es gibt kaum mehr Verkäufe, die nicht über große Plattformen inseriert werden. Warum auch? Schließlich lässt sich so die maximale Zahlungsbereitschaft abschöpfen.

Außerdem hat natürlich auch immer die allgemeine Inflation einen Einfluss auf die Wertentwicklung von Immobilien. Wenn man es einmal genau betrachtet, handelt es sich bei Immobilien um sehr gut inflationsgeschützte Wertanlagen. Daher genießen Immobilien, die auch deshalb häufig als “Betongold” bezeichnet werden, einen sehr guten Ruf als lukrative Altersvorsorge.

Eine passende Immobilie finden
Es lässt sich kaum pauschalisieren, was die richtige Immobilie ist. Das hängt ja schon einmal stark davon ab, ob man selbst darin wohnen möchte oder diese zur Kapitalanlage dienen soll.

Eine selbstgenutzte Immobilie hat immer den Vorteil, dass sie im Kosten-Nutzen-Vergleich etwas schlechter ausfallen darf. Schließlich würde man ja sonst auch Miete bezahlen. Diese spart man, wenn man die Immobilie selbst bewohnt.

Auf jeden Fall heißt es: Augen auf und den Markt weiter beobachten. Es kann verschiedene Gründe geben, wieso sich eine gute Chance ergibt. Dann muss man den richtigen Riecher haben und zuschlagen. Das ist einfach gesagt als getan, aber am Ende ist das Immobiliengeschäft auch nicht risikofrei – selbst wenn es aktuell zu den sichersten Anlageformen zählen dürfte.

Fazit zur Immobiliensituation
Es lässt sich das Fazit ziehen, dass die Lage auf dem Immobilienmarkt weiter spannend bleibt. Ganz so drunter und drüber wie im Fernsehen geht es natürlich (meist) nicht, aber trotzdem kann der Kauf einer Immobilie sehr anstrengend sein und eine Menge Kraft kosten.

Wenn dann aber alles geschafft ist, freut man sich, dass man entweder im eigenen Heim wohnen kann oder sich eine tolle Kapitalanlage gesichert hat. In jedem Fall handelt es sich in der Regel sehr wertbeständige Anlage, die später vielleicht sogar als Ergänzung zur Altersvorsorge genutzt werden kann.

Kurz-URL: qmde.de/121195
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