US-Quoten

Verspäteter «Big Brother»-Start wirkt sich auf die Quoten aus

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Wegen der Corona-Pandemie startete die diesjährige «Big Brother»-Staffel erst im August statt wie gewohnt im Juni. Diese Verspätung ließ die Zahlen des Reality-Klassikers spürbar sinken. Ebenfalls im Sinkflug befindet sich «The 100» bei The CW. Historisch schlechte Ergebnisse wirken sich auch auf den Start von «Coroner» aus.

Erklärung Rating

In den USA wird die Einschaltquote auf zwei verschiedene Arten angegeben, wobei der Wert "Share" vergleichbar mit dem deutschen Marktanteil ist. Der Wert "Rating" gibt ebenfalls einen Prozentsatz an, allerdings ist die Bezugsmenge alle Haushalte, die die Möglichkeit haben das Programm zu verfolgen, egal ob das Empfangsgerät eingeschalten ist. Ein Rating von beispielsweise 1,0 sagt aus, dass 1% der 120,6 Millionen Fernseh-Haushalte in den USA das Programm verfolgt haben.
Nicht nur in Deutschland geht in dieser Woche eine neue Staffel «Big Brother» an den Start, auch in den USA ist am Mittwoch eine neue Staffel – die insgesamt 22. – aus den Startlöchern gegangen. Anders als hierzulande sind es zwar keine Promis, die ins Haus eingezogen sind, jedoch sind die neuen Bewohner trotzdem bereits bekannte Gesichter. Die neue Staffel ist eine All-Stars-Ausgabe mit Kandidaten vergangener Staffeln. Zuletzt gab es das in Staffel sieben im Jahr 2006. Die Auftaktfolge verbuchte gute Werte, auch wenn sie deutlich unterhalb des Niveaus aus dem Vorjahr anzusiedeln sind. Im Mittel verfolgten insgesamt 3,66 Millionen Zuschauer die zweistündige Live-Premiere. In der zweiten Stunde lag die Sehbeteiligung jedoch nur noch bei 3,35 Millionen Fans. Dieses Ergebnis spiegelte sich auch in der jungen Zielgruppe wider. Zunächst verbuchte das Reality-Format ein Rating von 1,1 Prozent. Dieses sank ab 22 Uhr dann auf 0,9 Prozentpunkte. Zum Vergleich: im Vorjahr – damals startete die Staffel bereits im Ende Juni – holte die Premiere 4,93 Millionen Seher und ein Rating von 1,3 Prozent. Zu Beginn der Primetime zeigte CBS eine neue Folge «Tough as Nails» vor 3,69 Millionen Zuschauern und erzielte damit ein Rating von 0,5 Prozent, beide Werte entsprechen dem Level von vor sieben Tagen.

Besonders magere Zahlen schrieb am Mittwochabend The CW, das ab 20 Uhr auf «The 100» setzte. Lediglich 0,51 Millionen schalteten Science-Fiction-Serie ein, so wenige wie noch nie. Das Rating fiel dementsprechend von gewohnten 0,2 auf 0,1 Prozent. Dadurch hatte es die neue Serie «Coroner» im Anschluss ebenfalls schwer. Die Serie, die allerdings nichts mit der derzeitigen Pandemie-Lage zu tun hat, sondern auf den Romanen M.R. Hall basiert, steigerte zwar die die Gesamtreichweite auf 0,72 Millionen Neugierige, änderte jedoch nichts am 0,1-Rating.

NBC und FOX setzten beide jeweils den gesamten Abend über auf alte Ware. Wiederholungen von «Chicago Med», «Chicago Fire» und «Chicago P.D.» registrierten jeweils ein Rating von 0,3 Prozent, lediglich «Chicago P.D.» ergatterte 0,4 Punkte. Zwei Re-Run-Folgen «MasterChef» kamen jeweils auf solide 0,4 Prozent in der werberelevanten Gruppe. So verbleibt noch ABC als einziges weiteres Network, das zumindest teilweise neues Programm ausstrahlte. Los ging es mit einer neuen Ausgabe «United We Fall», die zwar das Rating von 0,5 Prozent aus der Vorwoche konstant hielt, aber bei den Zuschauern ab zwei Jahren knapp 300.000 US-Amerikaner verlor. So standen noch 3,29 Millionen Sitcom-Fans zu Buche. Mit Sitcoms ging es dann zunächst auch weiter, aber lediglich in Zweitverwertung. Mit Wiederholungen von «The Goldbergs» (Rating: 0,4 Prozent), «The Conners» (Rating: 0,3 Prozent) und «American Housewife» (Rating: 0,3 Prozent) ging es für den Disney-Sender leicht bergab. Stichwort bergab: «Agents of S.H.I.E.L.D.» generierte ab 22 Uhr ebenfalls gewohnte 0,3 Prozentpunkte bei den Klassisch-Umworbenen. Insgesamt blieben nur 1,26 Millionen Marvel-Fans dran, der schwächste Wert der aktuellen Staffel.

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