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Konkrete Pläne: Bundesliga-Neustart Anfang Mai sicher?

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So langsam kann man sicher sagen, die Bundesliga wird wohl Anfang Mai wieder an den Start gehen. Dazu alles zum NFL Draft, dem wohl einzigen großen Sportevent, dass in dieser Woche regulär stattfindet, sowie neues vom (e)Sport am Wochenende.

Seit der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder ist klar: Bis Ende August wird es in Deutschland keine Großveranstaltungen mit Zuschauern mehr geben. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind riesige Menschenansammlungen weiterhin undenkbar. Davon betroffen ist natürlich auch die Bundesliga. Nun herrscht endlich Klarheit, dass in dieser Saison, sollte sie fortgesetzt werden, keine Spiele mehr vor Publikum stattfinden werden. Die einzige Lösung für eine ordentliche Beendigung der Saison bleiben also Geisterspiele. Die seien laut dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aber noch nicht Thema in der Politik gewesen. „Ob und in welcher Form Geisterspiele möglich sind“, werde „sicherlich demnächst“ zum Thema werden.

Geht es nach den Wünschen der Deutschen Fußball Liga (DFL), so sind in den vergangenen Tagen immer wieder zwei Daten durchgesickert. Ursprünglich soll der Ligaverband geplant haben, den Spielbetrieb am 2. Mai wieder aufzunehmen und die Saison so bis zum Stichtag vieler Spielerverträge, dem 30. Juni noch durchzuboxen. Durch die Verlängerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens bis zum 3. Mai scheint dieser Plan nun allerdings weniger wahrscheinlich. Demnach wird es wohl auf den zweiten Termin herauslaufen, eine Woche später. So wird die Bundesliga aller Voraussetzung nach am Wochenende vom 8. auf den 10. Mai fortgesetzt werden. Ein entsprechender Beschluss des Verbands wird nach der Versammlung der 36 Profiklubs am 23. April erwartet.

Unter strengen Auflagen soll dann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. So sollen in jedem Stadion inklusive beider Mannschaften und dem Ordnungspersonal nur mehr 239 Personen erlaubt sein, davon 126 im Innenraum. Jedes Team dürfte noch von acht Trainern, Betreuern und Ärzten begleitet werden, außerdem wären nur vier Balljungen in den leeren Arenen zugelassen. 36 Personen würden eine normale TV-Übertragung gewährleisten, insgesamt 70 Ordnerinnen und Ordner vor den Spielstätten Fan-Treffen verhindern.

Da die Bundesliga-Saison nach dem 25. Spieltag unterbrochen wurde, müssen noch neun Spieltage nachgeholt werden. Geplant ist offenbar, dass der 34. Spieltag am 20. Juni stattfindet, sodass eine Woche später (27. Juni) noch das DFB-Pokal-Finale ausgetragen werden kann. Um das zu schaffen, wären zwei zusätzliche Spieltage unter der Woche notwendig. Darüber hinaus will natürlich auch die UEFA ein Wörtchen mitreden. Champions League und Europa League sollen ebenfalls im Sommer 2020 beendet werden. Zum Glück zeigt sich der Verband gegenüber den Ligen sehr kulant. So heißt es aus Kreisen des ZDFs, dass der internationale Spielbetrieb erst im Juli wieder aufgenommen werden könnte. Auf Hin- und Rückspiele bis zum Finale wird wohl verzichtet werden.

Ein großer Faktor bei der Frage, wann es weitergeht, war in den vergangenen Wochen immer wieder das Thema Geld. Zahlreiche Profiklubs machten darauf aufmerksam, dass sie dringend auf die hohen Summen der TV-Verträge angewiesen seien und ohne neue Zahlungen den Spielbetrieb nicht mehr lange aufrecht erhalten könnten. Auch deshalb sollte es schnellstmöglich mit Geisterspielen weitergehen. Diese Sorge scheint nun allerdings vom Tisch zu sein, da man sich wohl mit Sky über eine Regelung einig sei, wie nun bald die Gelder fließen könnten, egal wann wieder gespielt wird. Laut Informationen von Bild haben sich die DFL und Sky Deutschland über eine Zahlung geeinigt. Der Medienkonzern aus Unterföhring zahlt vorab seine Fernsehgelder, bekommt allerdings einen Rabatt. Wie hoch dieser ausfällt, ist nicht klar. Auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF schlossen sich dem Deal an. Mehr dazu, warum der Deal so wichtig ist und wie es um Zahlungen von DAZN steht, hier.

Kartellamtverfahren gegen Sky und DAZN eingestellt


Zurzeit teilen sich Sky und DAZN noch bis 2021 die TV-Rechte der Fußball Champions League. Im Zuge des Vertrages kam in der Vergangenheit jedoch der Verdacht auf, “dass Sky und DAZN im Vorfeld vereinbart hatten, die Übertragungsrechte für Deutschland untereinander aufzuteilen”, so das Kartellamt am Mittwoch. “Das Verhalten von Sky und DAZN war auf den ersten Blick kartellrechtlich nicht unproblematisch”, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt laut Mitteilung. “Es sprachen dennoch einige Gründe für die Einstellung des Verfahrens. Der Markt ist in Bewegung, neue Player treten auf – das hat die kürzlich erfolgte Champions League Rechtevergabe für die Spielzeiten ab 2021/22 erneut gezeigt.”

Die Rede ist natürlich von der neuen Rechteaufteilung der Königsklasse ab 2021. Ab dann erwartet die Fußballfans wieder einige Änderungen. So ist Sky dieses Mal komplett leer ausgegangen und DAZN bekam den Zuschlag für den Großteil der Spiele. Außerdem soll Amazon die Rechte für ein Topspiel pro Spieltag erworben haben und damit erstmals im deutschen Fußballgeschäft mitspielen. Mehr zur Vergabe Ende 2019 hier.

Quotenbox: Fußball-Klassiker mau, legendärer Super-Bowl stark


Acht Jahre vor dem großen Triumph im Maracana-Stadion bekam es die deutsche Nationalmannschaft schon einmal mit Argentinien zu tun. Bei der Heim-WM 2006 standen sich die beiden großen Fußballnationen, die 2014 den WM-Titel unter sich ausmachen sollten, schon im Viertelfinale gegenüber. Erst nach einem dramatischen Elfmeterschießen konnte das Sommermärchen damals noch eine Runde weitergehen. Das Erste zeigte am Samstagvorabend diesen «Fußball-WM-Klassiker», wo unter normalen Umständen die «Sportschau» hätte stattfinden sollen. Wäre es das WM-Finale von 2014 gewesen, hätten sich ein paar mehr Zuschauer eingeschaltet, da es sich aber “nur” um das Viertelfinalspiel von 2006 handelte, fiel das Interesse im TV-Publikum bescheiden aus. Von Zahlen, die der ARD normalerweise am Samstagabend mit den Highlights der Bundesliga sicher gewesen wären, war man weit entfernt. So schaltete ab 18.30 Uhr wohl nur der harte Kern ein. Mit insgesamt 1,50 Millionen Fußballfans und 6,7 Prozent Marktanteil blieb die Wiederholung deutlich unter dem Senderschnitt. Auch beim jungen Publikum war mit 0,29 Millionen Zusehern und 5,4 Prozent nicht viel zu holen.

Auch die Fußballtrainer-Reportage «Wo sind die neuen Klopps?» blieb am Sonntagvorabend zur selben Zeit blass. Nur 0,86 Millionen Zuschauer interessierten sich für die Entwicklungen im deutschen Nachwuchstrainer-Bereich, davon waren 0,19 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt. Mit mauen 3,6 Prozent insgesamt und 3,2 Prozent bei den Jungen schrieb das Sportprogramm am Sonntag deutlich schlechtere Zahlen als die Programmpunkte davor und danach.

Überraschend starke Einschaltquoten holte sich am sehr späten Abend dagegen ProSieben Maxx. Dort ist in der Livesport-freien Zeit immer in der Nacht auf Sonntag ein «Super Bowl» aus den vergangenen Jahren zu sehen. An diesem Wochenende war ein besonders dramatischer an der Reihe. Die Rede ist von dem großen Patriots-Comeback gegen die Falcons aus dem Jahr 2017. Nach einem Spielstand von 3:28 im dritten Quarter schaffte die Mannschaft um Tom Brady noch das Wunder und holte den Sieg. Vielen Football-Fans blieb dieses Spiel in Erinnerung und so war das Spiel beim Spartensender Sonntagnacht besonders gefragt. Nachdem am vergangenen Wochenende das 2016er Finale zwischen Panthers und Broncos erst nach der Hälfte erfolgreiche Zahlen schrieb, war «Super Bowl LI» auf Anhieb ein Zuschauermagnet für den Nischensender.

So versammelten sich gegen Mitternacht insgesamt 210.000 Football-Fans vor den TV-Geräten, 120.000 mehr als noch in der Vorwoche. So ergatterte «ran Football» direkt zum Start sehr gute 1,2 Prozent Gesamtmarktanteil. 0,16 Millionen klassisch Umworbene und 2,6 Prozent Sehbeteiligung in der Zielgruppe machten die Wiederholung für den Sender perfekt. Um 1.35 Uhr waren noch immer 100.000 Fans dabei und ließen den Marktanteil auf 1,6 Prozent ansteigen. Beim werberelevanten Publikum waren sogar 3,2 Prozent drin. Zum Start der «Super Bowl» reihe sieben Tage zuvor waren noch 2,4 Prozent Zielgruppen-Marktanteil das höchste der Gefühle. Zumindest in der Sparte kann man also auch ohne neues Material mit Sport erfolgreich sein. Drei Wochenenden lang zeigt ProSieben Maxx noch die übrigen Finalspiele von 2018, 2019 und 2020.

Der NFL Draft: So läuft der Auftakt in die neue Football-Saison ab


Während schon die alten Highlightspiele für ProSieben Maxx aus Quotensicht bisher ein Erfolg waren, wird diese Woche noch vollgepackter mit American Football. Bisher ist die Sportart im Vergleich zu anderen fast unbeschadet durch die Corona-Krise gekommen. Während fast überall auf der Welt der Spielbetrieb pausiert werden musste, war der NFL-Plan zufällig perfekt an die Krise angepasst. Mit dem «Super Bowl 2020» wurde die vergangene Saison Anfang Februar beendet, noch bevor sich Corona außerhalb Chinas breit machen konnte. Spielbeginn der neuen Saison ist für August geplant. Egal ob mit vollen Zuschauerrängen oder nicht, die Termine werden aller Voraussicht nach eingehalten werden können. Auch der NFL Draft, der diese Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag stattfindet, kann wie geplant durchgeführt werden. Zwar wird erstmals alles ohne große Bühne vor Publikum Online ablaufen, die Vorgehensweise bleibt aber die gleiche.

Anders als man es hier in Europa von den bestimmenden Sportarten, allen voran Fußball, kennt. Ist der Draft die Antwort der NFL, wie man verhindern kann, dass die größten Vereine mit dem meisten Geld immer an die besten Spieler rankommen und die kleinen auf der Strecke bleiben. Denn über den Draft kommen erst die schwachen Teams aus der Vorsaison zum Zug. Der amtierende Super-Bowl-Sieger darf dagegen erst zum Schluss auf den Pool an neuen Talenten zugreifen. Denn der NFL Draft ist jedes Jahr die große Möglichkeit für junge Talente aus den College-Ligen in die NFL aufzusteigen. Jede Runde wählen die Teams in einer bestimmten Reihenfolge einen neuen Spieler. Insgesamt sieben Runden werden durchgeführt. Dabei darf das Team mit den wenigsten Siegen aus der Vorsaison als erstes ran, danach folgen aufsteigend das nächst bessere Teams bis hin zum NFL-Champion. Über Spielertransfers ist es im Vorfeld auch möglich die Positionen im Draft mit anderen Mannschaften zu tauschen. So hat sich die ursprüngliche Reihenfolge bereits geändert und manche Teams dürfen so auch mehrmals pro Runde ran. Compensatory-Picks, die nicht für Trades vorgesehen sind und Teams entschädigen sollen, die im Vorjahr mehr oder bessere Spieler in der Free Agency verloren haben, werden ab dem Ende der dritten Runde zusätzlich vergeben.

Am ersten Tag des Drafts wird nur die erste Runde durchgeführt, es folgen die Runden zwei bis vier am Freitag und fünf bis sieben am Samstag. ProSieben Maxx ist ab 1.45 Uhr in der Nacht auf Freitag live dabei. Ab 23.50 Uhr wird es zusätzlich eine Countdown-Show geben, in der unter anderem das College-Finale auf den Draft einstimmen soll. Außerdem wird ran.de das Großereignis mit drei weiteren Webshows umrahmen. Am Mittwoch, den 22. April blicken Icke und Max auf den Draft voraus, am Samstag, den 25. April rekapitulieren sie die ersten Runden und am Montag, den 27. April analysieren sie die Teams nach den sieben Runden. Jeweils ab 18.30 Uhr geht's los.

Virtual-GP: F1-eSports-Turnier immer hochkarätiger besetzt und gefragter


Seitdem sich die Formel1 im März in letzter Sekunde doch noch dazu entschieden hatte zum Saisonauftakt in Melbourne nicht an den Start zu gehen, stehen die Boliden wegen der kritischen Lage durch Corona still. Wann es weitergeht ist unklar. Zurzeit ist von einer verkürzten Saison mit 15 Rennen die Rede, die im Juli beginnen könnte. Auch von drei Rennwochenenden am Stück ist die Rede, um bis zum Ende des Jahres mit der 2020-Saison fertig zu werden, die noch gar nicht begonnen hat. Wie alle anderen Sportarten muss auch die Formel1 erst einmal abwarten. So ganz still steht die Königsklasse des Rennsports aber dennoch nicht. So wurden die heißen Kämpfe ums Podium in den vergangenen Wochen in die virtuelle Welt ausgelagert. An jedem Wochenende versammeln sich Stars und Profis vor den Bildschirmen, um den Fans einen virtuellen Ersatz der Rennserie zu geben. Hunderttausende von Zuschauern versammeln sich jedes Wochenende, um doch noch etwas Live-Sport von der Formel1 zu sehen und der Zuspruch wird immer größer.

Immer mehr hochkarätige Namen haben sich der eSport-Serie angeschlossen, um den Zusehern etwas zu bieten. Längst ist das Teilnehmerfeld vollgepackt mit aktiven Formel1-Piloten und nachkommenden Talenten unterer Klassen. Waren zum Auftakt des Virtual-GPs am 22. März mit Lando Norris und Nicholas Latifi nur zwei aktuelle F1-Fahrer vom heimischen Simulator aus dabei, so kamen zwei Wochen später noch die Kollegen Alex Albon, George Russell, Antonio Giovinazzi Charles Leclerc dazu. Inzwischen repräsentieren stolze sieben Piloten das F1-Fahrerfeld und halten auch virtuell die Fahne für die Rennställe hoch. Neu dabei war an diesem Wochenende Norris McLaren-Teamkollege Carlos Sainz. Daneben gesellten sich mit Ciro Immobile und Thibaut Courtois auch zwei Größen aus dem Fußball dazu und machten einen Ausflug vom Spielfeld auf die Strecke. Das restliche Feld wurde mit talentierten Fahrern unterer Rennklassen aufgefüllt.

Vor über hunderttausend Zuschauern gingen die Profis am Sonntag ab 16 Uhr via Twitch und YouTube live an den Start. Großen Zuspruch gab es von allen Seiten. Nach einigen harten Duellen, die im virtuellen Ableger “F1 2019” durchaus öfter vorkommen können, da die Fahrer hier immerhin nicht ihr Leben in die Waagschale werfen, setzte sich genauso wie am vergangenen Wochenende Ferrari-Pilot Charles Leclerc durch. In sieben Tagen Um die Wartezeit auf echtes Racing weiter ein bisschen angenehmer zu gestalten, dürfen sich Fans in sieben Tagen auf das nächste virtuelle Rennen freuen. Vielleicht gesellen sich dann noch weitere Stars dazu.

Die Frage der Woche


In der vergangenen Woche haben wir auch einen Blick auf die kleineren Profisportarten geworfen. Während König Fußball schon daran denkt, wie es schon bald ohne Zuschauer im Stadion weitergeht, stellt sich die Situation in vielen kleineren Sportarten anders da. Handball, Basketball oder Eishockey leben hierzulande von den Ticketeinnahmen. Ohne Fans vor Ort wäre der Ligabetrieb für einige ein Minusgeschäft. Ob sich da eine Fortsetzung der 2019/20-Serein noch lohnt bleibt sehr fraglich. Während naturgemäß vor allem der Fußball im Fokus steht, hängen auch hier sehr viele Existenzen dran. Deshalb haben wir uns die Frage gestellt, was unsere Leser bereit wären zu tun, um Ihren Sportverein zu retten?

Dabei kam heraus, dass zumindest die finanzielle Bereitschaft zu helfen, bei den meisten nicht sehr groß ist. So waren 34 Prozent der Meinung, dass sie nichts tun würden, da ihnen in der Krise ja auch niemand hilft. Mit rund 44 Prozent würde der Großteil der Leser alles beim Alten lassen und abonnierte TV- oder Streaming-Sport-Pakete nicht abbestellen, um so die Klubs indirekt zu unterstützen. Nur gut 15 Prozent wären bereit für den Erhalt ihres Vereins zu spenden. Der kleinste Teil der Leser (7 Prozent) stünde für ehrenamtliche Leistungen bereit.

In dieser Woche interessiert uns wie ihr das Alternativ-Sportprogramm der TV-Sender voll mit Klassikern, legendären Begegnungen und Sportreportagen so findet und ob ihr einschaltet.
Interessiert euch das alternative Sportprogramm der Sender während der Spielbetrieb eingestellt ist?
Ja - ich schaue gerne Klassiker und Highlights der Vergangenheit an.
22,1%
Ja - vor allem der Blick auf die eSport-Wettbewerbe von Gamern und echten Profis interessiert mich.
6,4%
Ja - Nun habe ich auch mal die Zeit statt Live-Events Reportagen rund um meinen Sport zu sehen.
5,0%
Nein - solange kein aktiver Spielbetrieb stattfindet, mache ich komplett Pause von Sport im TV.
66,4%

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Es gibt 4 Kommentare zum Artikel
Blue7
20.04.2020 09:46 Uhr 1
Königfussball und ihre Sonderregelegungen. Während Bundesliga und 2. Liga trainieren darf, dürfen einige Clubs der 3. Liga nicht, obwohl selbes Bundesland. Vereine gingen nach 1 Monat Coronapause insolvent. Bundesliga-Ligesten verzichten auf 20% Gehalt und jammern auf höchsten Niveau während der Zuschauer selber mit 60% Kurzarbeitergeld um die eigene Existenz kämpfen muss. Sei es Miete, Leben und Co.

Dann gibt es noch ein Manuel Neuer der in der Corona Situation 5 Mio. € mehr (20 Mio €) haben möchte, aber dennoch statt schätzungsweise 15 Mio was bei 20% Gehaltsverzicht immer noch monatlich 1 Mio € verdienst ist. Andere Sportler sind beim Spargelstechen am aushelfen und die Fussballprofis liefern vor Kameras Einkäufe aus, obwohl nicht sicher ist, ob sie dafür nicht auch noch Geld bekommen.



Der arme Fussball. Ich freu mich ehrlichgesagt ganz und gar nicht, dass Sky mal wieder in Vorleistung geht und den DFB bezahlt, obwohl durch Spieler-Gehaltsverzichte zu keinen Insolvenzen kommen würden.

Warum bin ich kein Fussballprofi geworden. Massig Kohle weiterhin monatlich auf dem Konto, 4-5h am Tag bisschen Sport at Home machen und ein chilliges Leben führen.

Und kommt mir jetzt nicht mit 400-500 Angestellt was so ein Verein hat. Durch die Verbote der kleinen und mittelständigen Unternehmen die nicht im Geld schwingen gäbe es mehr Arbeitslose, zudem die Fussballer danach ja nicht erstmal groß Geldnöte haben müssten.
AlphaOrange
20.04.2020 12:50 Uhr 2
Bin ich froh, mich schon über die letzten Jahre vom Fußballzirkus entfremdet zu haben. Sie mögen bei weitem nicht mehr die einzige Branche sein, die in Sachen Lockerungen gerade versucht, das Beste für sich rauszuschlagen, aber waren eine der ersten, der ihre Verantwortung ziemlich schnuppe war. Da ging es von Tag 1 an nur noch darum, die eigenen Pfründe zu sichern. Und im ständigen Pochen auf die eigene riesige Relevanz für die Gesellschaft zeigt sich nur umso mehr wie abgehoben manche Herrschaften dort sind.

Die würden alle gut über die Runden kommen, wenn die Kostenspirale sich über Jahre dermaßen in die Blase gedreht hätte und einzelne Stars nicht so viel verdienen würden wie der gesamte Mitarbeiterstab zusammen, der ja jetzt gerne als Leidtragender hervorgehoben wird.
kauai
20.04.2020 13:14 Uhr 3


Ich kann da jetzt auch überhaupt nicht nachvollziehen, dass man meint, man sei so wichtig, dass man sein eigenes Süppchen kochen und irgendwelche Ausnahmegenehmigungen in Anspruch nehmen darf.



Aber eins noch zum Thema Existenzkampf: jeder Berufstätige, der es nicht Mal schafft, 2-3 Monate mit Kurzarbeitergeld zu überbrücken hat einfach schlecht gewirtschaftet. Einen Notgroschen sollte jeder parat haben und wenn man nur von der Hand in den Mund lebt, sollte man vielleicht die Lebensweise überdenken.
Blue7
20.04.2020 14:45 Uhr 4
Naja ob dein Verdienst mit 2000€ auf 1200€ unversteuert sinkt. Heißt du musst das am Jahresende noch nachversteuern. Oder ob ein Manuel Neuer 1 Mio € pro Monat mit Verzicht verdient. Beim FCB gibts noch genug andre Spieler und Stab der nicht günstig ist.

Hier sollte mit Verzicht zwischen Beruftätiger und jemand der nur im Tor steht, bisschen Sport daheim macht unterscheiden. Da wo das Geld am größten auf dem Konto ist die schreien am lautesten und verzichten am wenigsten.



260 Mitarbeiter sind pro Geisterspiel notwendig. Warum sollte das statt finden dürfen, wenn andere Sportarten mit weniger Mann weiterhin bis Herbst verboten bleiben.

Warum darf ein Drittligest nicht auf den Sportplatz während die 2. Liga schon? Kann keiner erklären.

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