Die Kino-Kritiker

Wuchtig und eindrucksvoll: «Dragonball Super: Broly»

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Freunde des Anime-Genre brauchen keine Einleitung, wenn es um die Serien «Dragon Ball» oder «Dragon Ball Z» geht. Allen anderen sei gesagt, dass der Anime seit 1986 zu den international größten Exportschlagern der japanischen Popkultur zählt. Ob der Kinofilm «Dragonball Super: Broly» den Kultstatus aufrecht erhält, sagt die Quotenmeter.de-Kritik.

Cast & Crew

Synchronisation:
Tommy Morgenstern spricht Son Goku
Gerrit Schmidt-Foß spricht Broly
Oliver Siebeck spricht Vegeta
David Nathan spricht Piccolo
Thomas Schmuckert spricht Freezer

Hinter der Kamera:
Regie: Tatsuya Nagamine
Drehbuch: Akira Toriyama
Musik: Norihito Sumitomo
Animationen: Mehdi Aouichaoui/ Takashi Hashimoto/ Atro Ken u.v.m.
Produktionsstudios: Toei Animation/ Fox International/ Shueisha
Wie erklärt man einem Außenstehenden das Phänomen «Dragon Ball»? Man könnte den Manga und Anime als einen der erfolgreichsten in der japanischen Geschichte beschreiben oder aber das massive Fantum erwähnen, dass sich um das Werk des Schöpfers Akira Toriyama gebildet hat. Fakt ist, dass «Dragon Ball» auch Jahrzehnte nach seinem Beginn immer noch eine gigantische Fangemeinde hat. Beweis dafür sind alleine die erfolgreichen Kinofilme der vergangenen Jahre, darunter «Dragon Ball Z: Kampf der Götter» und «Dragon Ball Z: Resurrection F».

Doch mit dem neusten Kinofilm rund um die Charaktere Son Goku, Vegeta und Piccolo verhält es sich anders. Denn «Dragonball Super: Broly» bezieht sich nicht auf die Serie «Dragon Ball Z», sondern «Dragon Ball Super». Kein großer Unterschied mögen sich nun einige denken, doch Fans würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Denn «Dragonball Super» war die heiß erwartete Nachfolgeserie, der nun der nicht weniger erwartete Film entspringt.

Wie der Titel bereits verrät, spielt der Charakter Broly eine tragende Rolle in dem neuen Film. Dabei handelt es sich nicht nur um einen der ikonischsten, sondern auch härtesten Widersacher des «Dragon Ball» Universums. Neben Cell, Freezer und Boo ist Broly der wohl bekannteste Antagonist und beweist in «Dragonball Super: Broly», warum er so gefürchtet ist.

Als kleines Kind wird Broly, Sprössling einer mächtigen Kriegerfamilie, von dem Planeten Vegeta verbannt. Grund dafür ist, dass der König des Planeten erkennt, dass Broly über ein noch größeres Talent als sein Neugeborener verfügt. Brolys Vater folgt seinem Sohn auf den entfernten Planeten Vampa und erzieht ihn zu einem großen Krieger mit nur einem Ziel: Rache an Vegeta und seiner Familie.

Das mitunter markanteste an «Dragon Ball» waren seit jeher die Kämpfe zwischen den Charakteren. Das Kamehameha, die Genkidama – der originalen Animeserie hat es nicht an Zweikämpfen mit wuchtigen Attacken gefehlt und so auch nicht bei «Dragonball Super: Broly». Gerade in den Kämpfen sind das A und O natürlich die Animationen. Und bei diesen hat Toei Animation ganze Arbeit geleistet. Während die alten Kampfszenen der Serien noch vergleichsweise gut gealtert sind, wirken die aus dem neuen «Dragonball» Film äußerst frisch und modern. Die Animationen sind butterweich, flüssig und gerade dann besonders wuchtig, wenn die Kämpfer aufeinander treffen. Gerade die Auftritte von Broly sind optisch beeindruckend und können vor allem die Fans der ersten Stunde überzeugen.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Anime-Kultserie ist der Humor, der auch in den Filmen zum Tragen kommt. Ob es nun der verfressene Son Goku ist, der alles in sich hineinspachtelt, der nörgelnde Vegeta oder aber Messgeräte, die die Stärke des Gegenüber nicht messen können - die Running Gags der Serie finden auch in den Filmen ihren Platz. Neben Broly spielt auch der Bösewicht Freezer eine tragende Rolle, der die sieben Dragonballs sammelt, damit ihm der Drache Shenlong einen Wunsch erfüllt. Und in klassischer Toriyama-Manier ist seine Motivation dafür simpel: er möchte größer werden. Einfach nur ein paar Zentimeter, damit er nicht mehr als winzig oder kleinwüchsig bezeichnet wird. Und um sich diesen lächerlichen Wunsch zu erfüllen, schreckt Freezer auch nicht vor Mord und ähnlichem zurück.

Wenn man mit dem «Dragonball» Universum etwas anfangen kann, oder sogar mit seinen Charakteren aufgewachsen ist, hat man an «Dragonball Super: Broly» seine wahre Freude. Altbekannte kehren zurück, die Kämpfe sind gewohnt wuchtig und eindrucksvoll inszeniert und der Humor dürfte jeden Fan zum Schmunzeln bringen. Freunde der deutschen Synchronisation wird es freuen, dass zudem niemand geringeres als Tommy Morgenstern Son Goku wieder seine Stimme leiht.

Wenn man jedoch mit dem Anime und seinen schrulligen Typen und Storylines nichts anfangen kann, wird man auch mit dem neusten Film nichts anfangen können. Eine Geschmackssache durch und durch, die aber objektiv gesehen mit starken Animationen und guter Synchronarbeit glänzt.

Fazit: Von «Dragonball Super: Broly» wird die Fangemeinde begeistert sein, während sich all jene, die nichts mit Akira Toriyamas Schöpfung anfangen können, fragen warum. Doch selbst wenn man nichts von dem Kamehameha und der Kraft der Super-Sayajins versteht, kann man zumindest die starke Animation der Kämpfe, Verwandlungen und Explosionen bestaunen. Mit «Dragonball Super: Broly» bekommt man also einen Fan-Film mit starker Optik und Liebe zum Detail, die vor allem den treuen Anhängern der Serie auffallen wird.

«Dragonball Super: Broly» startet im Rahmen der KAZÉ Anime Nights am Dienstag, 30. Juli 2019 in den deutschen Kinos.

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