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«Toy Story 4» sorgt in den USA für verwirrte Branchenreaktionen

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In den USA drängt sich die Frage auf: "Kann ein Rekordwochenende gleichzeitig eine Enttäuschung darstellen?"

Ihr kennt das: Ihr generiert an einem einzelnen Wochenende 118 Millionen Dollar Einnahmen, stellt einen neuen Rekord auf und werdet daher als wandelnde Enttäuschung abgestempelt … Nein, ihr kennt das nicht? Ihr haltet das für eine absurde Vorstellung? Nun, in Nordamerika spielt sich solch eine Situation gerade ab: Der Branchenjournalismus ist zwiegespalten, wie das Startwochenende von «Toy Story 4» einzuordnen ist. Der hierzulande «A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando» betitelte Pixar-Animationsfilm eröffnete in den USA und Kanada mit einem Einspielergebnis von 118 Millionen Dollar, was ihm Platz eins der Wochenendcharts einbringt. Außerdem ist dies das beste Startwochenende eines «Toy Story»-Films sowie der drittbeste Start eines Pixar-Films – bloß «Die Unglaublichen 2» (182,7 Mio. Dollar) und «Findet Dorie» (135,1 Mio. Dollar) kamen besser aus dem Startblock.

Würden solche Zahlen die meisten Menschen sprachlos vor Glück machen, sieht es im Falle von «Toy Story 4» so aus, dass sie von nicht wenigen Branchenportalen und Kinoexperten als Enttäuschung eingeschätzt werden: Sowohl Industrieanalysten als auch der Verleih selbst hatten zuvor nämlich deutlich höhere Erwartungen. Schätzungen Disneys kurz vor dem Startwochenende sprachen von einem Startwochenende in der Höhe von rund 140 Millionen Dollar – und Disney schätzt seine US-Startwochenenden im Regelfall eher minimal zu schwach ein, statt deutlich zu stark. Pessimistischere US-Branchenmagazine sehen das Abschneiden des neusten Pixar-Films als Beleg dafür, dass der Kinosommer ausstirbt und dass selbst sehr positive Kritiken die Kinounlust des US-Publikums nicht mehr bekämpfen können.

Ob man bei einem neuen Rekord innerhalb der «Toy Story»-Reihe und dem drittbesten Startwochenende der Pixar Animation Studios tatsächlich von einem Beweis für massive Kinounlust sprechen kann, zwei Monate, nachdem «Avengers || Endgame» den US-Startrekord pulverisiert hat, sei dahingestellt. Zweifelsohne stellt dieses US-Kinowochenende aber die Prognosenfähigkeiten der US-Kinoindustrie in Frage. Den Rest der US-Top-Five füllen übrigens das «Chucky, die Mörderpuppe»-Remake (14,06 Mio. Dollar), «Aladdin» (12,20 Mio. Dollar), «Men in Black: International» (10,75 Mio. Dollar) und «Pets 2» (10,29 Mio. Dollar) aus.

In Deutschland derweil verteidigte am Wochenende «Aladdin» die Spitzenposition und kam laut 'Insidekino' auf rund 142.500 Interessenten. Die Teenie-Romantik-Tragikomödie «Drei Schritte zu dir» sicherte sich mit etwa 125.000 Ticketverkäufen Silber, Bronze ging dagegen an «Men in Black: International» mit rund 92.500 gelösten Eintrittskarten. «John Wick – Kapitel 3: Parabellum» (etwa 55.000 Ticketverkäufe) und «Rocketman» (ca. 50.000 Ticketverkäufe) runden die Top Five ab.

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