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«Seattle Firefighters»

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Das mittlerweile vierte Produkt aus dem «Grey’s Anatomy»-Universum ist im ProSieben-Programm angekommen. Im April und Mai lief die erste Hälfte der zweiten Staffel.

Die Überserie «Grey’s Anatomy» hatte bereits 2007 einen Ableger bekommen: Mit «Private Practice» kam man auf sechs Staffeln und 111 Episoden mit Dr. Addison Montgomery (Kate Walsh) als Zugpferd. Im Januar 2018 gesellte sich «Grey’s Anatomy – Team B» als Webserie auf ABCs Plattformen hinzu, ehe im September des gleichen Jahres es die Feuerwehr-Serie ins Hauptprogramm schaffte. Im Original trägt die Serie den Titel «Station 19». Für ProSieben war er wohl zu nichtssagend und undeutlich, sodass man sich für den typisch deutschen, mit überflüssigem Nachsatz gewürzten Titel «Seattle Firefighters – Die jungen Helden» entschieden hat.

Seit dem 3. April läuft die zweite Staffel der Feuerwehr-Serie, direkt im Anschluss an die Mutterserie. Zum Start schalteten 1,12 Millionen Zuschauer ein, was einen unterdurchschnittlichen Marktanteil von 3,7 Prozent zur Folge hatte. Zum Vergleich: ProSieben erreicht im aktuellen Fernsehjahr im Mittel 4,5 Prozent bei allen Zuschauern ab drei Jahren. In der Zielgruppe sahen 893.000 Zuschauer ein – mit 9,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe lief es zwar besser als beim Gesamtpublikum, allerdings riss man hier auch den Senderschnitt, der bei glatten zehn Prozent Marktanteil liegt.

In der Folgewoche zeigte man nicht nur eine Doppelfolge, sondern man konnte sich in beiden Abrechnungskreisen verbessern. 1,42 Millionen Zuschauer bei der ersten Folge am Abend bedeuteten 4,4 Prozent Marktanteil – zwar immer noch knapp unter dem Schnitt, allerdings auf dem richtigen Weg. In der Zielgruppe konnte sich «Seattle Firefighters» ebenfalls steigern, denn hier ging es um 0,1 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent Marktanteil rauf. Aber immer noch unter Senderschnitt, wohlgemerkt. Mit der zweiten Folge am Abend um 22.15 Uhr konnte man dank der späteren Sendezeit trotz geringerer Reichweite einen besseren Marktanteil erziehen. Mit 987.000 Zuschauern generierte man gute 4,9 Prozent Sehbeteiligung – also 0,4 Prozentpunkte über dem Schnitt. In der Zielgruppe reichte es, wie bei der ersten Folge des Abends, für 9,5 Prozent Marktanteil.

In der Folgewoche konnte man allerdings selbst die Werte der ersten Episode sieben Tage zuvor nicht halten. So ging die Reichweite auf 1,14 Millionen Zuschauer zurück, der Marktanteil sackte auf 4,1 Prozent bei allen Zuschauern ab drei Jahren ab. 773.000 Zuschauer aus der werberelevanten Zielgruppe standen auf dem Tacho, hier erreichte man mit 8,9 Prozent den bis dato schlechtesten Marktanteil im Betrachtungszeitraum. Doch es sollte eine Woche später noch schlimmer kommen: Mit nur 1,14 Millionen ab drei Jahren und 781.000 Zuschauern in der Zielgruppe erreichte man mit 3,7 und 7,5 Prozent Markanteil die schlechtesten Werte des ersten Teils der zweiten Staffel. In den Folgewochen im Mai erholten sich die Werte, konnten allerdings immer noch nicht den Senderschnitt knacken.

Die letzte Folge vor der Sommerpause lockte 1,12 Millionen Fernsehzuschauer ab drei Jahren an. „Ungewissheit“ erzielte 4,2 Prozent Marktanteil – zum dritten Mal in Folge. Bei den für die Werbewirtschaft wichtigen Fernsehzuschauern verbuchte man mit 0,69 Millionen das niedrigste Ergebnis, der Marktanteil lag bei 8,8 Prozent.

Und so ist unterm Strich auch kein positives Fazit möglich. Mit durchschnittlich 1,13 Millionen Zuschauern reichte es nur für einen unterdurchschnittlichen Marktanteil von 4,2 Prozent bei allen Zuschauern. Auch in der Zielgruppe lief man unter dem Radar. Mit nur 0,76 Millionen Zuschauern im Mittel reichte es für mittelmäßige 8,9 Prozent bei den Werberelevanten. Gut möglich, dass «Seattle Firefighters» im nächsten Ausstrahlungsrhythmus auf einem anderen Sendeplatz löschen müssen.

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