Wer sah eigentlich...

Vorletzte «GoT»-Premiere mit Monopolstellung in der Kernzielgruppe

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Die letzte Schlacht ist geschlagen. In der Nacht von Sonntag auf Montag erlebten die Zuschauer bei Sky Atlantic HD den spannenden Höhepunkt kurz vor der finalen Episode von «Game of Thrones». Wir haben uns die Zahlen rund um den «GoT»-Hype um 3 Uhr nachts einmal näher angeschaut.

These: Um 3 Uhr nachts bietet das TV-Programm normalerweise wenige Highlights. Wenn jemand mitten in der Nacht noch vor dem Fernseher gesessen hat, dann höchstwahrscheinlich für die Premiere der neuen «Game of Thrones»-Folge. Da das Fantasy-Epos in den letzten Jahren eine riesige Anzahl an Fans dazugewonnen hat, werden die Marktanteile besonders hoch ausfallen. Gerade beim jüngeren Publikum wird „The Bells“ unglaubliche Sehbeteiligungen hervorrufen.

Die nackten Zahlen: Zeitgleich zur US-Erstausstrahlung bei HBO sendete Sky Atlantic HD in Deutschland die Premiere der fünften Folge der finalen Staffel von «Game of Thrones» . Wer also wirklich zu den allerersten Zuschauern der neuen Episode gehören wollte, um möglichen Spoilern zu entgehen, musste um 3 Uhr nachts den Fernseher einschalten. Insgesamt trafen in der Nacht von Sonntag auf Montag beeindruckende 670.000 Menschen in Deutschland diese Entscheidung. Die Premiere ergatterte mit dieser hohen Reichweite einen beachtlichen Gesamtmarktanteil von 21,1 Prozent. Die neuen Zahlen beweisen, dass der Hype um die Serie im Verlauf der Staffel immer größer wurde. Die erste Folge der achten Staffel kratzte Mitte April noch an der 600.000-Zuschauermarke.

In der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen machte «Game of Thrones»  mal wieder die gewaltige Beliebtheit deutlich. Bei den Klassisch-Umworbenen sprangen für „The Bells“ überragende 39 Prozent Marktanteil und 0,53 Millionen Zuseher heraus. Grenzt man die Altersgruppen noch enger ein, so erreichte die neue Folge zum Teil sogar Monopolstellungen. Bei den Teenagern erzielte die fünfte Episode unglaubliche 52,7 Prozent Marktanteil. Absolut verfolgten zwar „nur“ 0,02 Millionen Fans zwischen 14 und 19 Jahren die Premiere, bedenkt man aber, dass so junge Menschen um diese Uhrzeit bei einer solch brutalen Fantasyserie eigentlich nicht mehr vor den Fernsehern sitzen sollten, so ist die hohe Sehbeteiligung verständlich.

In der Kernzielgruppe der 20- bis 29-Jährigen ergatterte die neue Folge mit 260.000 Zuschauern sogar eine unglaubliche Sehbeteiligung von 61 Prozent. Nur gut ein Drittel der Fernsehzuschauer aus dieser Altersgruppe schaute um 3 Uhr nachts nicht «Game of Thrones» bei Sky. Auch in den Dreißigern (0,12 Millionen) und Vierzigern (0,13 Millionen) machte die Fantasyserie eine sehr gute Figur. Hier standen beachtliche 33,4 und 24,0 Prozent des Marktes zu Buche. Die Reichweite bei den älteren Zuschauern zwischen 50 und 64 Jahren hielt mit 140.000 noch mit denen der jüngeren Gruppen mit. Der Marktanteil fiel mit 11,4 Prozent allerdings schon deutlich geringer aus. Noch ältere Zuschauer schalteten gar nicht erst für die Premiere ein. Der Anteil war hier so gering, dass er mit 0,0 Prozent datiert wurde.

Schaut man sich die Geschlechterverteilung an, so ist es wenig überraschend, dass mit 0,43 Millionen Männern im Vergleich zu 0,24 Millionen Frauen deutlicher mehr männliche Zuschauern einschalteten. In Sachen Sehbeteiligung lag das weibliche Geschlecht mit 18,8 Prozent allerdings gar nicht mal weit von 23,1 Prozent des männlichen Geschlechtes entfernt. Wie schon in vorherigen Folgen waren die Marktanteile in den höheren Bildungsschichten am größten: 38,7 Prozent der Abiturienten und 37,8 Prozent der Studenten bildeten die Spitzenwerte. Absolut lagen 0,29 Millionen Zuschauer mit weiterführender Schule ohne Abitur vorne. Diese erreichten ebenfalls noch beachtliche 26,9 Prozent Marktanteil.

Insgesamt setzte auch die vorletzte Folge von «Game of Thrones» mal wieder einige Ausrufezeichen. Noch ein letztes Mal darf sich Sky in einer Woche über ähnlich überragende Zahlen freuen. Dann ist endgültig Schluss mit der Serie und Sky sowie HBO müssen auf andere Zugpferde vertrauen.

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