Die Quotenmeter-Magazin-Rubrik wird präsentiert von
Schwerpunkt

Netflix gegen den Rest der Welt: Wie lokale Anbieter dem US-Dienst die Stirn bieten

von   |  17 Kommentare

Immer mehr Streaming-Dienste bieten Netflix Paroli. Zu wenig, zu spät – oder haben lokale Anbieter mehr Erfolgschancen als gedacht?

Das Zeitalter des klassischen Fernsehens neigt sich dem Ende und kabellose Alternativen gewinnen immer weiter an Beliebtheit. Vorreiter dieses Trends: Netflix, der erste Streaming-Dienst seiner Art und noch immer internationale Hegemonialmacht in diesem Bereich. Mit hohen Investitionen in lokale Produktionen in allen Herren Ländern versucht Netflix auch nationalen und lokalen Anbietern seit Jahren das Wasser abzugraben. Doch die geben nicht kampflos auf, auch wenn sie Netflix noch hinterherhinken. In Deutschland investiert RTL immer mehr in sein Video-On-Demand-Angebot TVNow, ProSiebenSat.1 und Discovery haben sich für einen weiteren Streaming-Dienst zusammengetan und auch Sky investiert immer mehr in Original-Inhalte, die das Pay-TV-Unternehmen auf seiner Plattform Sky Ticket anbietet.

Nicht nur in Deutschland kämpfen Unternehmen gegen die Übermacht Netflix‘ an. Tatsächlich wird der Streaming-Markt in vielen Ländern immer kuschliger. 2016 hatte Netflix den Markt noch weitestgehend für sich selbst. Nun steht die Konkurrenz von Apple und Disney vor der Tür, WarnerMedia und NBCUniversal wollen nachziehen. Derweil finden ernstzunehmende „Local Players“ kaum Beachtung, obwohl diese teilweise auf einem guten Weg sind, Netflix-Territorium für sich zurückzugewinnen.

Die Netflix-Konkurrenten in Europa und Asien


Die größten Netflix-Konkurrenten (1/2)

  • BritBox (UK): Kooperation von ITV und BBC, die dieses Jahr starten und auf britische Serien fokussieren soll
  • TV NOW (GER): VoD-Angebot der RTL-Gruppe, die in den nächsten drei Jahren 400 Millionen für den paneuropäischen Service investieren wird
  • Canal+Series (FR): Nachfolger des gescheiterten CanalPlay und neuer Netflix-Rivale, der exklusive CanalPlus-Serien und ausgewählte internationale Formate anbietet
In Deutschland heißt der aktuell ernstzunehmendste Gegenspieler von Netflix wohl RTL. Die RTL-Gruppe ist Europas größter privater Rundfunkanbieter und gab im März bekannt, in den nächsten drei Jahren über 350 Millionen Euro für seinen VoD-Service in verschiedenen Territorien Europas investieren zu wollen. Der Großteil des Geldes fließt in die Produktion neuer Inhalte und den Einkauf von Rechten. Jenseits der Nordsee haben die BBC und Großbritanniens größter Privatsender ITV ihre Pläne enthüllt, zusammen den Dienst BritBox aus dem Boden zu stampfen, der Eigenproduktionen beider Anbieter für britische Abonnenten zugänglich machen soll.

In Frankreich startete Vivendi das kostengünstige Canal+Series, das für 7 Euro pro Monat Eigenproduktionen und namhafte US-Serien anbietet. Außerdem haben sich in Frankreich auch TF1 und M6 zusammengeschlossen. Ihr Dienst Salto soll noch dieses Jahr starten. Ein weiterer ernstzunehmender Netflix-Konkurrent in Europa heißt Rakuten. Das japanische Unternehmen, das wie Amazon auch auf Online-Shopping fokussiert, ist besonders in Spanien sehr beliebt, wo es 2,5 Millionen Abonnenten zählt.

Auch in Asien muss sich Netflix in Acht nehmen. Dort stellen sich Hotstar Indien, iFlix in Malaysia, Hooq aus Singapur und gleich mehrere chinesische Anbieter Netflix entgegen. Im Land des Roten Drachen hören die Dienste auf die Namen IQiyi, Tencent und Youku. Auf dem Streaming-Markt spielt sich derzeit also gewissermaßen das «Game of Thrones» ab, in dem nicht etwa die Herrschaft um ein mittelalterliches Fantasieland auf dem Spiel steht, sondern Marktmacht in nationalen Territorien. Eine Studie von Kagan Research bemaß den Wert des europäischen Streaming-Markts 2018 auf 6 Milliarden Dollar. 2022 soll dieser Wert schon bei 7 Milliarden liegen und 60 Millionen Video-on-Demand-Abonnenten zählen. Derzeit liegt die Zahl der europäischen Nutzer noch bei 45 Millionen. Für den asiatisch-pazifischen Markt prognostizieren die britischen Analysten von Digital TV Research bis 2023 eine Wertsteigerung um 300 Prozent. Dann würde der Wert bei 15 Milliarden Dollar liegen.

So stark ist Netflix weltweit


Die größten Netflix-Konkurrenten (2/2)

  • IQYI (CHN): 36,6 Millionen Abonnenten schlossen sich innerhalb des vergangenen Jahrs dem China-Riesen an - dank Netflix-Bann soll das Angebot in diesem Jahr noch 120 Millionen Abos knacken
  • Rakuten TV (JPN): Der japanische Service verdreifachte seinen Vertrieb in Europa im März und startete in 30 neuen Territorien, darunter Skandinavien, Zentral- und Osteuropa; fokussiert eher auf Pay-Per-View- statt Abonnement-Modell
  • HOOQ (SGP): Hinter dem Dienst aus Singapur stehen Sony Pictures, WarnerMedia und der Telekommunikationsanbieter Singtel, was Hooq zum stärksten Anbieter in Südostasien neben Netflix werden ließ
Gerade in Europa liest sich die Situation aktuell jedoch noch eindeutig zugunsten von Netflix. In Europas Streaming-Markt versammeln derzeit fünf Anbieter 89 Prozent aller VoD-Abos. Über die Hälfte davon beziehen ihre Serien und Filme von Netflix, dahinter folgt Amazon mit 21 Prozent aller Abonnenten. Sky landet bereits abgeschlagen auf Platz drei mit vier Prozent. Im Osten sieht die Sache ganz anders aus. Dort tut sich Netflix‘ Premium-Angebot gerade in Indien und Indonesien noch schwer, wo deutlich günstigere Dienste dominieren. China verbietet Netflix sogar den Markteintritt.

Netflix hat derzeit 139 Millionen Abonnenten in 190 Ländern, allein 58 Millionen stammen aber aus den USA. Um auch in anderen Ländern an Beliebtheit zu gewinnen, investiert Netflix nach wie vor weit mehr als die lokalen Konkurrenten. Von den kolportierten 13 Milliarden Dollar, die Netflix jährlich in die Produktion von Inhalten pumpt, fließt ein wachsender Anteil in internationale Inhalte oder in die Akquisition von Filmen und Serien mit lokaler Originalsprache und hohem regionalen Interesse.

Im Vergleich zu den lokalen Anbietern wirken diese Summen gigantisch. Das bereits erwähnte BritBox will 2019 25 Millionen Pfund ausgeben. Dafür produziert Netflix drei Folgen von «The Crown». Deshalb geht die Strategie vieler Netflix-Konkurrenten dahin, sich durch Komplementärpositionierung gegenüber Netflix zu behaupten und so regional zu denken, wie Netflix es sich nicht leisten kann. Der Fokus liegt klar darauf, einen Mehrwert zu schaffen anstatt die großen Gegenspieler zu imitieren. In der Produktion von Inhalten, die in den lokalen Märkten besonders hohes Interesse erzeugen, liegt schließlich die Expertise vieler Unternehmen, die dies mit ihren linearen Sendern schon seit jeher praktizieren.

So wollen lokale Anbieter Netflix die Stirn bieten


Besonders die europäischen Rundfunkanbieter spekulieren darauf, ihr Fernsehpublikum nicht zu verlieren, sondern mit neuen Online-Angeboten an sich zu binden. Immer öfter schließen sich verschiedene Anbieter zusammen und starten dann ein Angebot, das Netflix preistechnisch aussticht, dafür aber auch von Werbefinanzierung lebt. Doch auch Netflix kündigte an, dass der Dienst nicht werbefrei bleiben wird.

Lokale Anbieter sind optimistischer als Beobachter vielleicht gedacht hätten. Sie verweisen darauf, dass die klassischen Rundfunkhäuser schon immer die Meister in Sachen Reichweite waren und Werbepartner genau diese Reichweite suchen. Zwar befindet sich Werbung im TV auf dem absteigenden Ast, doch im Gegensatz zu Netflix oder Amazon liefern die Rundfunkanbieter immerhin noch echte Zahlen, an denen sich Werbekunden orientieren können.

Teilweise wollen die Anbieter Netflix gar nicht gefährlich werden, weil man im rasant wachsenden Streaming-Markt mit dem richtigen Modell aktuell noch leicht ein lukratives Angebot schaffen kann, ohne hochtrabende Ziele für die Abonnentenzahl zu haben. Das macht den Kampf um Aufmerksamkeit im Bereich Streaming aktuell nicht zum Nullsummenspiel, sondern zu einem sich stetig vergrößernden Kuchen, in dem auch die Stücke für kleinere Dienste größer werden. Mehr noch: Maxime Saada, der CEO von CanalPlus in Frankreich, vergleicht seinen Dienst nicht mit Netflix und empfindet das Tauziehen mit Netflix auch nicht als ein Gegeneinander, sondern als ein Miteinander in dem beide Parteien für einen Markt kämpfen, in dem immer mehr Nutzer bereit sind, für Inhalte zu zahlen.

Kurz-URL: qmde.de/108911
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelKeine vierte Staffel: Netflix macht Schluss mit «Santa Clarita Diet»nächster Artikel«Richtig & Wichtig»: „YouTube-Politik“ scheitert im TV
Es gibt 17 Kommentare zum Artikel
Blue7
27.04.2019 12:39 Uhr 1
Schwach im Artikel finde, dass 7TV oder das neue große mit Discovery mit keinem Wort erwähnt wird.
Sentinel2003
27.04.2019 23:53 Uhr 2
Wieso schreibst du, dass sich das Klassische TV langsam dem Ende nähert?? Finde ich überhaupt gar nicht!! Natürlich muß das klassische TV sich Gedanken drüber machen, was man gegen die Übermacht von Netflix machen wird....aber, dass sich das Klassische TV dem Ende nähert, bezwewifle ich.
CaptainCharisma
28.04.2019 08:19 Uhr 3
^ Mach doch mal über einen längeren Zeitrum in deinem Umfeld eine Umfrage, wer was im TV geschaut hat.



Frag ich meine Leute, ob gestern RTL oder Pro Sieben geschaut wurde, werde ich ausgelacht. Nicht weil bei den Streaming Diensten alles unglaublich toll ist, sondern weil in meinem Umfeld die Meinung herrschst, es gibt keine dümmere Zeitverschwendung, als das dt. Privatfernsehen.
dirkberlin
28.04.2019 08:32 Uhr 4
die Frage ist halt, was man als klassisches Fernsehen bezeichnet. Ist es ein Bildschirm im Wohnzimmer, ist es wohl noch hoch im Kurs. Ist es das lineare Konsumieren von Rundfunk sieht es schon arger aus. Neben Streaming schauen ja viele auch nur noch Zeitversetzt via Rekorder. Es gibt halt inzwischen den Dualismus sich berieseln zu lassen, oder gezielt Inhalte zu schauen. Gerade letzteres kann anstrengend sein sich was zu suchen, vermutlich der Grund, warum Serien so beliebt gerade sind. Man sucht sich ein Format aus und kann sehr häufig einfach reinschalten.



Netflix vs. Lokale Anbieter ist eigentlich der Wettbewerb ob eine Globale Marke funktioniert. Netflix verbrennt wahnsinnig viel Geld für Produktion neuer Inhalte. Dummerweise besitzt es aber nen Großteil der Produktionsmittel nicht. Ich würde mich wundern, wenn Netflix in 10 Jahren noch immer nen Hype Thema ist. Sie erhöhen ja weiter die Preise und irgendwann stellt sich die Frage nach dem will ich es mir leisten. Isbesondere wenn immer mehr Anbieter Pseudo-Exklusive Inhalte anbieten. Zumal ich ja noch Kosten on-top habe. Den Internetanschluß. Und der kommt heute meist gebündelt mit einem klassichen TV Anschluss (im Kabel und auch immer mehr bei DSL mit IP TV). Zudem noch GEZ. Preisfrage wird sein, wenn in wenigen Jahren die Gerichtsurteile für SD Verbreitung von Privaten Kanälen auslaufen. Sollte es die dann nur noch Verschlüsselt geben könnte es für normale TV Zugangsanbieter schwer werden genügend Kunden zu binden. Bzw den Preis zu Kalkulieren. Wenn die Stimmung noch gegen GEZ kippt, könnten goldene Zeiten für Streamer anbrechen. Kann aber auch kommen, dass die Provider mehr vom Kuchen haben wollen, insbesondere wenn der Ausbau nur noch für wenige Streaming Anbieter erfolgen muss. Das könnte nochmal Streamiing verteuern.
Vittel
28.04.2019 11:01 Uhr 5
Wie es international aussieht, kann ich nicht bewerten, bei uns werden die lokalen Anbieter keine Chance mehr haben. Nicht zu vergessen sind hier Watchever und maxdome. Watchever scheiterte und wurde 2016 eingestellt, von maxdome hört man nichts mehr.



Drei Jahre später und kurz vor dem Eintritt weiterer Streaminggiganten muss man feststellen: Bei uns ist der Zug für lokale Anbieter lange abgefahren. Sky wird sich dank Fußball/Sport noch halten, nach dem Ende von GOT und TWD gibt es für Streamingkunden keinen Grund mehr, Sky Ticket etc. zu nutzen.



In Teilbereichen ist es schon zu Ende, die Pro7 Zeit mit US-Filmen, Serien und den Raab-Shows ist definitiv vorbei. Irgendwann mach Bohlen Schluss, dann steht RTL ein ähnliches Schicksal bevor.

Aber mit ziemlicher hoher Wahrscheinlichkeit wird man auch noch in 10 Jahren die Kiste einschalten können und es wird irgendwas laufen, zumindest bei ÖR Sendern.




Ist das so? Mich würde der TV-Empfang über Kabel 21€ Grundgebühr kosten, zusätzlich käme dann das 3Play Paket hinzu (TV, Internet, Telefon). Das günstigste 3Play Paket kostet bei Unitymedia 40€, in Summe also 61€.

Ich nutze nur 1Play 120/12 für 25€, da wird keine Grundgebühr fällig.



Bei DSL kostet der gebündelte Anschluss ja auch noch mehr als nur DSL.

Zumal man die ÖR ja trotzdem streamen kann und die Privaten über Dienste wie Waipu&Co. auch.
Florence
28.04.2019 11:51 Uhr 6

Wenn das die ernsthafte Meinung in deinem Umfeld ist, und nicht nur auf reiner Polemik basiert, würde ich mir aber schon ein paar Gedanken über deren Intelligenz machen :D



Natürlich kann man prinzipiell anderweitige Interessen haben, als sich beispielsweise eine Samstagabendshow bei den Privaten oder einen Spielfilm anzuschauen, aber dass es keine dümmere Zeitverschwendung geben würde, ist natürlich kompletter Unsinn.



Zu der eigentlichen Diskussion. Das klassische TV wird uns noch über eine sehr lange Zeit begleiten und viele Inhalte sind ja durchaus mit denen der Streamingdienste zu vergleichen. Der Unterschied ist halt oftmals die lineare Ausstrahlung, aber es gibt nicht wenige, die auch so etwas bevorzugen und sich gern im speziellen Abends oder am Wochenende auch die Zeit einfach nehmen und dann gezielt den TV einschalten - und das sind nicht nur Ältere.



Man muss auch erst einmal abwarten, wie sich das mit den Streamingdiensten zukünftig weiter entwickelt. Denn ich glaube kaum, dass viele bereit sind, 3-4 dieser Angebote zu abonnieren bzw. ständiges Abo-Hopping zu betreiben, nur weil jedes Unternehmen meint, sein eigenes Süppchen kochen zu müssen. Schon jetzt fällt es für viele schwer, den Überblick zu behalten, wer überhaupt alles am Markt ist bzw. wo und wann welche Serien laufen, so dass man kaum noch ohne die Hilfe von Übersichtsportalen auskommt, was auf Dauer auch nervig ist.
CaptainCharisma
28.04.2019 12:14 Uhr 7


Es ist auch meine Meinung und daher kannst du mich auch direkt fragen, wie es mit der Intelligenz steht. Seine Samstagabende damit zu verbringen, Dieter Bohlen, Heidi Klum, Action-Spiele Show Nr.4583 oder die x-te Wiederholung eines Films zu schauen, finde ich unvorstellbar. Das ist meine Ansicht und wenn diese, mich für dich dumm macht, dann kann ich damit leben.
Wolfsgesicht
28.04.2019 12:19 Uhr 8

Maxdome wird wohl bestimmt im neuen Streaming Service bei 7TV aufgehen. Ist ja die Rechteverwertungs-Plattform für Pro7. Man wird es wohl irgendwann rüberschicken zu 7TV um mehr Kunden zu generieren. Maxdome hatte ich einmal und nie wieder, da man den Mist per Telefon kündigen muss. Das hält mich einfach davon ab mal für einen Monat zu testen, ob’s was interessantes hat. Letztens hatte ich irgendwas was nur auf maxdome lief.



Ist nur fraglich, ob Pro7 weiterhin die Rechte zum streamen bekommt (wie beispielsweise bei Disney) wenn jeder seine eigene Plattform baut. Aber wenn man die Rechte hält für 4 Wochen nach Ausstrahlung alles streamen zu dürfen, warum nicht? Da würde jemand wie ich durchaus 5€/Monat zahlen, wenn sie weiterhin Shows produzieren. Da toleriere ich sogar werbung. Kommt wirklich drauf an, wie gut das Angebot wird.



Man vergisst zu gerne Amazon. Amazon fährt eigentlich die schlauste Streaming Strategie überhaupt, die Apple wohl auch fahren wird. Channel. Damit wird es ja auch für kleinere Studios und Sender möglich einen eigenen Streaming Dienst aufzubauen, ohne groß was zu machen. Beispielsweise MGM.



Dass das klassische Fernsehen überlebt, wie es letztens ein Chef von RTL meinte, glaub ich so halb. Der Übertragungsweg wird sich wohl komplett aufs Internet und Satellit einschießen und Kabel vergessen. Die Möglichkeiten bei IPTV (allein zur quotenermittlung) sind wohl weit überlegen. Satellit wird erst in 30 Jahren verschwinden, wenn das Internet überall in Europa gut genug ist. Wahrscheinlich wird es länderweise weniger, wenn ganze sendeanstalten beschließen sich das zu sparen.

Vom klassischen Format her....da ist dann wieder die Frage nach den Lizenzen. Wenn Disney nicht mehr unterlizensiert und free TV nix mehr läuft, sondern man entweder über Disney direkt oder über Amazon Channel oder Channel bei EntertainTV sich das ganze buchen soll. Wenn dann noch Anbieter auf die Idee kommen Shows zu produzieren...weiß nicht. Dann bleiben nur noch Promi-News und Assi-TV. Ich denke durchaus, dass sich das alles aufs Internet verlagert und dann selbst ein 7TV Potential hat.
Vittel
28.04.2019 12:34 Uhr 9


Gewechselt ist doch schnell, zwei, drei Klicks und Netflix ist gekündigt.

Bezüglich Überblick: Ich fand es deutlich schwieriger, in der klassischen TV Landschaft den Überblick zu behalten. Es gibt eine ganze Branche, die nichts anderes macht, als Leuten zu helfen den Überblick im TV zu behalten: Die TV Zeitschriften und Leute zahlen sogar Geld dafür.



Abgesehen von ganz wenigen Serien ist mir auch nicht wichtig, was wann wo angeboten wird. So lange ich ausreichend Material bei meinen aktuellen Anbietern finde, wenn ich was schauen will, reicht mir das vollkommen aus.

Einzig GoT ist da aktuell noch eine Ausnahme, alles andere kann warten oder wird halt nicht gesehen, "alles" geht ohnehin nicht aus Zeitgründen.

Aber wenn GoT in ein paar Wochen endet, dann sehe ich erst mal keine "Must see" Serien am Markt, also so was wie damals Lost oder Breaking Bad oder die ersten Staffeln TWD.
medical_fan
28.04.2019 13:04 Uhr 10
Wenn man mit linear meint live das stirbt bestimmt aus. Wenn man mit linear die linearen Sender meint stirbt dies definitiv nicht so schnell aus. Ich schaue halt wirklich 99,99% aller Inhalte nur zeitversetzt wenn ich Bock habe. Manchmal gleich manchmal nie. Watchever war sowieso ne französische Firma und von maxdome hört man nichts weil die nicht so aggressiv Marketing machen. Das mit dem Telefon kündigen ist ein Mythos. 2015 konnte ich problemlos per Mail kündigen. Außer du hattest dein maxdome Probeabo vor 10 oder mehr Jahren mal abgeschlossen, da kann ich mir das mit der telefonischen Kündigung vorstellen.

Und wie schon dirkberlin sagt, würde es mich ebenfalls wundern wenn 2030 Netflix noch so nen großes Thema ist. Entweder pleite oder das maxdome Schicksal.

maxdome wird höchstwahrscheinlich auch in das neue 7tv integriert.



Persönlich schaue ich gerne linear TV, allerdings nur per DVR. Filme kommen meisten eh vor den VoD Anbietern ins Fernsehen und wenn man sich nur nen bisschen informiert sind sie auch ungeschnitten. Manchmal hole ich mir aber auch mal nen Monat TVNOW wenn es wieder neue interessante Sachen gibt.

Optionen

Drucken Merken Leserbrief


Werbung


E-Mail:

Quotenletter   Mo-Fr, 10 Uhr

Abendausgabe   Mo-Fr, 16 Uhr

Datenschutz-Info

Letzte Meldungen

Werbung

Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipps

Neues Album der Dixie Chicks erscheint 2020
Die Dixie Chicks arbeiten an einem neuen Studio-Album, das 2020 erscheinen soll. Gerade noch sind die Dixie Chicks im Gespräch durch ihr gemeinsame... » mehr

Werbung