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Hat AppleTV+ schon erste Auswirkungen auf den Streaming-Markt?

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Herzlich Willkommen im Netz! In dieser Woche blicken wir zurück auf die Apple-Keynote zu Beginn der Woche und beleuchten die ersten Auswirkungen auf den Video-on-Demand-Markt. Zudem gibt es ein Update zum Kampf um YouTubes Thron und wer im Internet am besten über Sport berichtet.

YouTube besinnt sich wohl auf alte Stärken


Am Anfang der zurückliegenden Woche war der Fokus der IT-Welt auf das kalifornische Cupertino gerichtet. Tim Cook betrat die Bühne im Steve Jobs Theater, um auf der ersten Keynote des Jahres Apples neuesten Service dem Globus zu präsentieren, AppleTV+. Damit greift der Technik-Gigant den Streaming-Markt an, um etablierten Kräften wie Amazon und Netflix Konkurrenz zu machen. Aber nicht nur diese Bigplayer dominieren das Geschehen, auch andere große Namen sind im On-Demand-Segment vertreten wie zum Beispiel Facebook und Google. Somit steht fest, wer landen will muss ordentlich Geld in die Hand nehmen, um auch nur den Hauch einer Chance zu haben.

Während der Präsentation vergangenen Montag wurde klar, dass Apple diesen Markt nicht beruhigen, sondern eher befeuern wird. Denn beim Release gab sich Hollywoods Crème de la Crème die Klinke in die Hand. Und große Namen bedeuten großes Geld. Google wird diesen Verlauf wohl nicht mitgehen und wird mit YouTube etwas kürzertreten. Laut einem Bericht des Magazins Bloomberg werden die Scripited-Premium-Shows «Origin» und «Overthinking with Kat & June» gestrichen und müssen sich ein neues Zuhause auf einer anderen Plattform suchen.

Es werden zudem keine neuen Show-Vorschläge mehr für teure fiktionale Serien angenommen. Die bislang verfügbaren Episoden sollen schon bald ihren Weg in kostenfreie Bereiche der Plattform finden, um so das Hauptgeschäft des Silicon Valley-Unternehmens voranzutreiben. YouTube generierte im vergangenen Jahr 15 Milliarden US-Dollar nur mit Werbeeinnahmen. Ganz auf Eigenproduktionen verzichten wird man aber nicht, bloß Namen wie Spielberg, Aniston oder Winfrey wird man definitiv nicht zu sehen bekommen.

Erst vor knapp einem halben Jahr verkündete der Video-Riese in Berlin drei neue Originals aus Deutschland. Zwei davon, «Neuland!» und «LeFloid vs The World», wurden sogar für den Grimme-Preis nominiert. «Neuland!» ist eine Comedy-Show aus dem Hause Brainpool, während «LeFloid vs The World» von Studio71, eine ProSiebenSat.1-Tochter, produziert wird. Die dritte Sendung im Bunde ist die Koproduktion von Pantaleon Films und Mediakraft «Bullsprit».

"PewDiePie" verliert das YouTube-Zepter


Lange schlugen sich die Fans des YouTube-Kanals „PewDiePie“ wacker und sorgten mit ihren Aufrufen, dem Schweden ein Abo zu schenken, für einen harten Kampf an der YouTube-Spitze. Schon in der letzten Ausgabe berichteten wir von dem knappen Zweikampf zwischen dem Langzeit-Matador und dem aufstrebenden indischen Kanal „T-Series“. Seit geraumer Zeit lieferten sich die beiden Giganten ein Kopf an Kopf Rennen, um die meisten Abonnements auf YouTube. Beide messen zurzeit deutlich über 91 Millionen Follower.



Nach einem harten Kampf, sind die Würfel jetzt wohl endgültig gefallen. Im Laufe der Woche mauserten sich das indische Musik-Label und Film-Studio einen satten Vorsprung von über 75.000 Abonnenten zusammen. Betrachtet man den wachsenden Online-Markt des Schwellenlandes, so werden „PewDiePie“ und seine Anhänger keine Chance mehr haben den Rückstand aufzuholen, egal mit welche Marketingstrategien sie noch auffahren. Die Messe ist gelesen und „T-Series“ darf sich nun als größter YouTube-Kanal der Welt bezeichnen. Die höchsten Abo-Zahlen in YouTube-Deutschland hat übrigens der Informationskanal „Kurzgesagt – In a Nutshell“ mit 8,3 Millionen Abonnenten und liegt damit weit hinter den beiden Giganten.

“Bester Sportinternetauftritt“ geht an Sportdeutschland.TV


Am vergangenen Montag fand in Hamburg die mittlerweile achte Gala zur Vergabe des Deutschen Sportjournalistenpreises statt. In der Kategorie „Bester Sportinternetauftritt“ setzte sich das 2014 gegründete Portal ‚Sportdeutschland.TV‘ durch. Damit wurde der Online-Sportsender Nachfolger des Internetangebots des ZDF und konnte sich gegen andere etablierte Namen durchsetzen. Nominiert waren unter anderem die renommierten Angebote von 11freunde, kicker, ran und der «Sportschau». Sportdeutschland.TV wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund gegründet und zeigt unter dem Motto „Sport entdecken, Sport erleben“ zahlreiche nationale und internationale Großereignisse live und on demand. Dem Zuschauer werden zudem Zusammenfassungen und Hintergrundberichte präsentiert. Mit der kostenlosen App ‚YouSport‘ kann jeder Fan außerdem Video-Ticker erstellen und auf der Seite veröffentlichen.

Björn Beinhauer, Geschäftsführer der DOSB New Media GmbH: „Seit dem Launch von Sportdeutschland.TV 2014 arbeitet die DOSB New Media mit Hochdruck am Ausbau der Medialisierung des deutschen Sports. Dieser Preis ist ein weiterer Beweis für die hervorragende Arbeit jedes Einzelnen in unserem Team, auf das ich sehr stolz bin.“ Michael Gerhäußer, ebenfalls Geschäfsführer der DOSB New Media GmbH, fügte zudem an: „Die Tatsache, dass die Wahl durch die Sportler erfolgt ist, macht diese Auszeichnung ganz besonders wertvoll für uns.“

Zum ersten Mal traf im Vorfeld ein prominent besetztes Gremium eine Vorauswahl für die Nominierten, aus denen dann Spitzensportler wählen durften. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und war bis 2013 unter dem Namen ‚Herbert-Award‘ bekannt.

Kurz-URL: qmde.de/108275
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