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Dschungelfazit: Ein fast perfekter Jahrgang?

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Kurz vor dem Finale zur dreizehnten Staffel schauen wir zurück und kommen zu dem Schluss, dass das altgediente Format immer noch überraschen kann - auch wenn nicht alles geklappt hat.

Morgen Abend steht der diesjährige Gewinner der Show fest. Wir blicken heute jedoch schon einmal zurück und beleuchten die wichtigsten Aspekte des Formats.

Moderation: Es geht immer besser (und besser und besser)!


Keine Frage: Die Vorgänge im Baumhaus sind schon immer ein essentieller Teil des Erfolgsrezepts der Show. Ob zu Beginn Sonja Zietlow und der verstorbene Dirk Bach oder heutzutage Sonja und Daniel: Gut aufgelegte Moderatoren geben dem Unterhaltungswert den letzten Kick.

So spritzig, albern, gelöst und doch fokussiert war das Duo, das bereits seit sieben Jahren zusammenarbeitet, bisher eigentlich noch nie. Die Gags saßen, die Sketche machten Laune und viel Situationskomik und Improvisation rundeten das Bild ab.

Zählt man dann noch Gast-Moderator Thorsten Legat hinzu, der als Motivations-Coach in der Causa Gisele sowie als DJ Kasalla glänzte, wird das Paket nur stimmiger.

Was die Moderation der Show und die Zusammenarbeit zwischen Sonja und Daniel sowohl ihrem Team und ihnen angeht hat die Dreizehn absolut Glück gebracht: Wir haben es moderationstechnisch in diesem Jahr mit dem vielleicht besten Jahrgang des Formats zu tun. Das wird nur schwer zu toppen sein!

Quotenmeter-Wertung: 100%

Kandidaten: Glücksgriffe und eine Spur zu viel Self-made-Drama


Die erste Woche der Show wurde einzig und alleine vom vordergründigen Drama um Evelyn und Domenico sowie den schwelenden Konflikt um Bastian und Chris dominiert. RTL musste sich um die restlichen acht Kandidaten kaum kümmern, einzig Gisele stach mit ihrem Prüfungsverweigerungsmarathon heraus.

Als alle drei Krisenherde langsam nachließen, kamen auch andere Kandidaten zu ihrem Recht. Peter, Tommi, Felix und Sibylle fielen hier am meisten auf. Der Mix stimmte jedoch durchgängig und bescherte den Schreibern viele Running-Gags und Stoff für pfiffige Moderationstexte.

Abzüge gibt es einzig und alleine für die letzten Tage. Einige Kandidaten nahm dabei den Ball, für das zu erspielende Geld auch Leistung zu bringen, gegen Ende der Show zu sehr auf und boten teils alberne und grotesk übertriebene Showeinlagen, die entweder inhaltlich bereits abgenutzt waren oder keine Sympathiepunkte mehr einbrachten. Weniger ist mehr, Leute.

Dennoch bleibt als klares Fazit: RTL hat an dieser Front diesmal alles richtig gemacht. Der dreizehnte Jahrgang wird als einer der unterhaltsamsten in Erinnerung bleiben.

Quotenmeter-Wertung: 80%

Prüfungen: Kreativitätsschub trotz Verweigerungswelle


Die Produktion hat sich nicht auf Bewährtem ausgeruht und in diesem Jahr wieder einige spannende neue Prüfungen hervorgezaubert oder altbekannte neu bearbeitet; man denke beispielsweise an die Sterneküche. Einige Ideen verpufften zwar auch (der Zirkus oder die Planke in der Auftaktshow), es bleibt aber lobenswert, dass immer wieder Neues ausprobiert wird.

Die Abzüge hat einzig und alleine Gisele zu verantworten, da sie in der ersten Woche viele spannende Prüfungen einfach nicht durchzog und somit einigen Zuschauern Frust bescherte. Dafür kann RTL zwar nichts, in Zukunft wäre ein etwas anderes Abstimmungsverhalten der Fans aber sicher wünschenswert.

Quotenmeter-Wertung: 80%

Die Stunde danach: Mehr als ein Goodie?


Erstmals übernahm RTL das Aftershow-Format «Die Stunde danach» teilweise auch in das eigene Programm, während die meisten Ausgaben aber bei RTLplus verblieben. In Sachen Einschaltquoten wird man bei beiden Sendern mehr als zufrieden sein.

Das Format bot einen Kessel Buntes, viele ehemalige Stars der Show und ließ Nachtschwärmer das Gesehene noch einmal auf harmlose Art und Weise Revue passieren lassen.

Dass viele Gags dabei allerdings nicht zündeten, Redundanz vorherrschte und der Informationsgehalt niedrig war, darf man sich für das nächste Jahr aber gerne noch einmal auf die senderinterne To-Do-Liste schreiben. Ein wenig unfair ist dieses Urteil indes schon allein deswegen, weil das Hauptformat in diesem Jahr derart stark war, dass der Nachschlag nur blasser aussehen konnte.

Quotenmeter-Wertung: 60%

Quoten: Hinten kackt die Henne


Man könnt es sich ganz einfach machen und darauf hinweisen, dass das Format in diesem Jahr erneut einige Hunderttausend Zuschauer ab drei Jahren verloren und sowohl beim Gesamtpublikum als auch in der Zielgruppe das niedrigste Ergebnis seit vielen Jahren erzielt hat.

Schaut man jedoch auf die Marktanteile, liegt die Show in beiden Bereichen absolut im Soll und darf ohne Probleme weiterhin als Mega-Erfolg für den Sender bezeichnet werden. Die TV-Landschaft verändert sich rasant und solange Formate wie das «Dschungelcamp» diesem Trend derart trotzen, wird kein Macher sich darüber beschweren.

Somit halten wir es mit der in der Überschrift zitierte Henne und geben den Quoten der Staffel das Prädikat sehr erfreulich.

Quotenmeter-Wertung: 90%

Fazit


Das «Dschungelcamp» 2019 ist ein großer Erfolg für RTL und ein Fest für die Zuschauer. Es wird nicht einfach sein, im kommenden Jahr ähnlich zu liefern. Der Sender hat aber ohne Frage bewiesen, dass unter guten Bedingungen noch eine Menge Leben im alten Zugpferd steckt. Und wenn gar nichts mehr geht, rufen wir einfach den Legat dazu. Kasalla!

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