Wirtschaft

Bedingung für den Fox-Deal: Disney muss A+E abstoßen

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Das Joint Venture zwischen dem Disney-Konzern und Hearst Communications wird in vielen Märkten aufgegeben.

Ein Schritt zurück, zwei Schritte vorwärts: In seinem ständigen Bestreben, wirtschaftlich zu wachsen, muss die Walt Disney Company einen Kompromiss eingehen und gewisse Verluste in Kauf nehmen. Denn wie das US-Branchenportal 'Variety' berichtet, gibt der Disney-Konzern in zahlreichen Märkten seine Beteiligung an den Sendern der A+E-Networks-Familie auf. Dies ist eine Bedingung, die EU-Behörden stellten, um den in Abwicklung befindlichen Deal zwischen Disney und 21st Century Fox abzusegnen. Die A+E-Senderfamilie umfasst unter anderem A&E, History, Viceland und Lifetime und ist ein Joint Venture zwischen Disney und Hearst Communications.

Disney wird sich in 31 Ländern, die A+E Networks als 'European Economic Area' zusammenfasst, vollständig aus dem Joint Venture zurückziehen. In anderen Märkten, wie etwa Nordamerika, bleibt die Kooperation zwischen dem Disney-Konzern und Hearst Communications dagegen vorerst bestehen. Die Europäische Kommission sah jedoch in den Aktivitäten der A+E-Senderfamilie und den Geschäftsgebieten der Fox-Unternehmensteile, die Disney übernehmen will, eine zu große Überschneidung. So erwirbt Disney von Fox unter anderem die Sender der Marke National Geographic und FX.

Komplizierte Ausmaße könnte nun die Besitzersituation hinter der Marke Vice annehmen: Derzeit hält die Walt Disney Company direkt 15 Prozent an Vice, A+E Networks hält darüber hinaus 20 Prozent am Unternehmen, womit sich Disneys Beteiligung an Vice vergrößert. Ob sich die Anteile des Mäusekonzerns an Vice, welches mehrere Sublabels wie Pulse Films und Viceland betreibt, durch Disneys Europa-Ausstieg aus A+E Networks verschieben, wird sich noch klären.

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