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Interview

Sport1-COO Daniel von Busse: "Der Eishockey-Medien-Vertrag ist der Beste seiner Art"

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Gemeinsam mit der Telekom zeigt Sport1 auch die 25. DEL-Saison. von Busse, Mitglied der Geschäftsleitung der Sport1 GmbH spricht mit uns auch über Handball und hat klare Forderungen an die BBL. Die hat mit Sport1 nämlich noch keine Übereinkunft für die nächste Saison getroffen.

Eine echte „Win-Win-Win-Win“-Situation
Daniel von Busse über den Medienvertrag zwischen DEL, Telekom und Sport1
Sie sind mit der Deutschen Telekom nun ins dritte Jahr in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestartet. Erläutern Sie uns doch mal, wie die Zusammenarbeit der Redaktionen konkret aussieht.
Wir arbeiten mit der Telekom schon seit vielen Jahren sehr vertrauensvoll zusammen. Ich denke, dass der jetzige Medienvertrag mit der DEL der momentan Beste seiner Art ist – eine echte „Win-Win-Win-Win“-Situation. Für die Liga. Für die Sponsoren. Für die Telekom. Für Sport1. Und vor allem für die Zuschauer. Sie sehen das Topspiel immer im Free-TV bei uns und bei der Telekom sämtliche Spiele aller Klubs.

Sport1 arbeitet bei dem Topspiel eng mit der Telekom zusammen, auch die Marke „Telekom Sport“ ist zu sehen. Wo erkenne ich die Sport1-Handschrift?
Die ist sehr deutlich zu sehen. Das Ganze ist eine Sport1 Sendung. Nicht zuletzt haben wir auch ein festes Sport1 Team um Moderator Sascha Bandermann und Kommentator Basti Schwele im Einsatz.

Welchen Stellenwert hat Eishockey für Sport1? Neben der DEL übertragen Sie ja auch die Nationalmannschaft, einzelne NHL-Spiele und die Champions League.
Damit ist Ihre Frage ja fast schon beantwortet. Wir sind Deutschlands Eishockey-Sender Nr. 1. Und hätte die Sportart bei uns keinen so hohen Stellenwert, würden wir nicht so viel machen. Die WM zeigen wir seit rund 15 Jahren, dazu den Deutschland Cup und Freundschaftsspiele des DEB-Teams. Wir haben von Anfang an auch die Champions Hockey League übertragen – einem vergleichsweise neuen Wettbewerb, der sich inzwischen gefunden hat mit Reichweiten von im Schnitt knapp 150.000 Zuschauern schon beim Saisonstart. Wir sind wirklich sehr zufrieden.

Wie erfolgreich ist Eishockey bei Ihnen, auch im Vergleich mit zum Beispiel Basketball oder Handball früher?
Die Reichweiten sind höher als beim Handball oder dem Basketball, insbesondere auch in unserer Kernzielgruppe Männer 14 bis 59. Eishockey ist in Sachen Zuschauer auch eine Sportart, die bei der jungen männlichen Zielgruppe sehr gut ankommt. Die DEL hat sich mit Blick auf die Reichweiten und generell die bundesweite Relevanz inzwischen erholt, im Vergleich zu ihrer Zeit im Pay-TV bei Sky und bei Servus TV. Sie hat sich, nicht zuletzt auch durch das Olympia-Silber, die Heim-WM und die Tatsache, dass immer mehr Deutsche auch den Sprung in die NHL schaffen, sehr stark entwickelt.

Sie deuten an: Die Zeit bei Sky war für die DEL ein Fehler?
Man hat sich damals durch die Pay-TV-Exklusivität quasi komplett weggeschlossen, zumal Sky noch eine andere Reichweite hatte als heute. Es ist eminent wichtig, dass Sportarten auch frei empfangbar zu sehen sind. Leider ist die HBL jüngst einen ähnlichen Schritt gegangen. Zwar laufen auch Spiele im Free-TV, aber deutlich weniger, unregelmäßig und ohne festen Sendeplatz.

Lassen Sie uns kurz noch bei der DEL bleiben. Was erwartet die Zuschauer in der neuen Saison?
Es ist eine Jubiläums-Saison für die Liga: Zum 25. Geburtstag gehen uns die Geschichten in der Liga sicherlich nicht aus – als besonderes Highlight steht das vierte „DEL Winter Game“ am 12. Januar im RheinEnergieSTADION in Köln auf dem Programm mit dem rheinischen Derby zwischen den Haien und der Düsseldorfer EG. Sport1 und die Telekom gehen angesichts des großen Erfolgs bisher mit großer Vorfreude in die neue Spielzeit – mit der Devise „Never Change A Running System“.

Aber wir sehen uns auch zur Ausgewogenheit verpflichtet. Wir wollen bei den Picks die Interessen aller berücksichtigen. Die der Telekom, die der 14 Klubs und natürlich die der Fans.
Daniel von Busse, COO TV bei Sport1, erklärt, welche DEL-Spiele Sport1 zu Free-TV-Spielen macht
Sie haben sich bei den Picks der Topspiele sehr früh festgelegt. Schon jetzt stehen die Sport1-Spiele bis nach Weihnachten fest. Wie schwer ist es, so früh eine Vorhersage über spannende Konstellationen zu treffen?
Wir haben da mittlerweile viel Erfahrung. München gegen Berlin, Düsseldorf gegen Köln – das sind immer hochklassige Spiele. Aber wir sehen uns auch zur Ausgewogenheit verpflichtet. Wir wollen bei den Picks die Interessen aller berücksichtigen. Die der Telekom, die der 14 Klubs und natürlich die der Fans. Wir sind inzwischen sehr gut eingespielt und einigen uns zügig. In den Playoffs gibt es dann eine sehr konkrete vertragliche Regelung.

Kleiner Schlenker zum Basketball: Die BBL sucht noch einen Free-TV-Partner. Wie zufrieden waren Sie zuletzt mit der BBL und was denken Sie: Wie zufrieden war auch die BBL mit Sport1?
Zweiteres müssten Sie natürlich die Liga und die Klubs fragen. Auch hier gibt es aufgrund der Konstellation Parallelen zum Eishockey. DEB-Präsident Reindl etwa sagte mal, dass Sport1 ein Glücksfall für das Eishockey sei. Ich persönlich sehe das in Bezug auf Basketball auch so. Wir halten diesem Sport nun auch 25 Jahre die Treue, also seit Senderbestehen. Wir haben in dieser Zeit viel Geld und Liebe investiert. Was für die Medienpartner gilt, ist auch die Maxime für die Liga: Sich strukturell und organisatorisch noch weiter zu verbessern und das Optimum herauszuholen zum Wohl des Basketballs in Deutschland.

Welche Rolle spielen die Telekom-Sportarten Eishockey, 3. Liga und Basketball auch für Plattformen wie Sport1.de bzw. Sport1 bei Facebook und Co?
Ich möchte da nicht zwischen unterschiedlichen Sportarten differenzieren. Uns ist es wichtig, dass wir plattformneutrale Rechte erwerben, weil wir glauben, dass es nicht erst seit 2018 einfach dazugehört, auf allen Plattformen vertreten zu sein. Wir bieten unsere Inhalte auf den unterschiedlichen Verbreitungswegen entlang der gesamten medialen Wertschöpfungskette an, ausgerichtet auf das jeweilige Nutzungsverhalten unserer Konsumenten. Und wir arbeiten permanent daran, neue Ideen zu entwickeln für innovative Angebote und Formate.

Danke für das Gespräch.

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