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«Doc Martin»

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14 Jahre nach ihrer Erstausstrahlung schaffte es die britische Dramedy tatsächlich doch noch ins deutsche Free-TV. Doch Sat.1 Gold hatte Probleme, das Format seinem Publikum schmackhaft zu machen.

In Großbritannien ist «Doc Martin»  ein durchaus bekannter Name, immerhin brachte es die Dramedy dort auf knackige acht Staffeln mit insgesamt über 60 Folgen. Hierzulande dauerte es hingegen erst einmal zwölf Jahre, bis sich mit Sky 1 überhaupt mal ein Sender des Formats annahm - und zwei weitere Jahre, bis es dann auch erstmals dem Zuschauer angeboten wurde, der über kein Pay-TV-Abonnement verfügt. Sat.1 zeigte die ersten sieben Staffeln in den vergangenen Monaten stets freitagabends zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr in Doppelfolgen, die große Publikumsbegeisterung war damit aber zuletzt nicht auszumachen. Immerhin: Bis Ende August stiegen die Werte langsam, aber sukzessive an.

So sah es im Juni zunächst noch alles andere als rosig aus: Gerade einmal 0,21 oder 0,22 Millionen Menschen verfolgten die ersten drei in diesem Monat ausgestrahlten Episoden, was jeweils mit 0,8 Prozent Marktanteil einherging. In der klassischen werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden zwischen 0,8 und 1,0 Prozent bei maximal 0,07 Millionen verbucht, bevor die vierte Ausstrahlung mit jeweils 1,0 Prozent bei immerhin 0,26 Millionen ein klein wenig besser performte. Wirklich gut lief allerdings nur die frühere Folge am vorletzten Juni-Freitag mit überzeugenden 1,7 Prozent Zielgruppen-Marktanteil bei 0,15 Millionen, während insgesamt sogar hier eher maue 1,2 Prozent bei 0,33 Millionen möglich waren. Im Monatsschnitt kam man somit auf wenig erbauliche 0,9 Prozent aller respektive 1,0 Prozent der klassischen werberelevanten Konsumenten bei einer Reichweite von 0,25 Millionen.

Schon etwas freundlicher fielen die Zahlen im Juli aus, wobei das Format insbesondere in der zweiten Monatshälfte zu punkten wusste: Drei der letzten vier Episoden liefen mit 1,5 bis 1,9 Prozent der 14- bis 49-Jährigen solide bis gut, lediglich eine einzige tat sich mit 1,1 Prozent deutlich schwerer. Insgesamt lahmte der soziophobe Arzt weiter rum, fiel aber immerhin nach einem schwachen Start in den Monat anschließend nie mehr unter die Prozentmarke, wobei 1,4 Prozent bei 0,32 Millionen das Höchste der Gefühle war. Im Durchschnitt verbesserte sich die Serie minimal auf 0,26 Millionen Interessenten, die damit verbundenen Marktanteile kletterten um jeweils 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 sowie 1,3 Prozent.

Und dieser latente Aufwärtstrend sollte sich auch im August fortsetzen, wo gleich die zweite Folge mit 1,5 Prozent bei 0,33 Millionen einen neuen Bestwert beim Gesamtpublikum aufstellte. Am 17. August sahen dann sogar 0,35 bzw. 0,36 Millionen Menschen zu, aufgrund der generell höheren Fernsehnutzung an diesem Abend lag der damit verbundene Marktanteil jedoch lediglich bei 1,4 Prozent. In der Zielgruppe dagegen punktete die Sendung gleich in vier von neun Fällen, in denen nämlich gute 1,7 bis 1,9 Prozent bei bestenfalls 0,13 Millionen Serienfans gemessen wurden - ein einziges Mal rutschte man hier aber auch knapp unter die Prozentmarke. Das ausnahmsweise einzeln ausgestrahlte Staffelfinale verbuchte schließlich am 31. August unspektakuläre 1,1 und 1,4 Prozent bei 0,30 Millionen, was ziemlich exakt auch dem Monatsdurchschnitt entsprach - lediglich der Gesamt-Marktanteil fiel im Mittel mit 1,2 Prozent minimal höher aus.

Unterm Strich kam «Doc Martin»  in seinen letzten drei von über sechs Ausstrahlungsmonaten auf eine gemittelte Sehbeteiligung von 0,27 Millionen, was einem Marktanteil von 1,1 Prozent entsprach. Damit war die britische Produktion eigentlich zu schwach unterwegs für die Ansprüche des Spartensenders, der im vergangenen Fernsehjahr durchschnittlich auf 1,6 Prozent aller Fernsehenden ab drei Jahren zu verweisen hatte. In der klassischen Zielgruppe lief es mit 1,2 Prozent bei 0,09 Millionen zwar minimal besser, Selbiges galt allerdings auch für den ausstrahlenden Kanal, der zuletzt auf 1,7 Prozent gelangte. Mit anderen Worten: Bei Jung wie Alt fehlte ein halber Prozentpunkt zum soliden Mittelmaß, was doch eine ganze Menge war. Positiv stimmt zwar der latente Aufwärtstrend, doch unterm Strich hat es sich für Sat.1 Gold nicht wirklich ausgezahlt, am Freitagabend ein zumindest im deutschen Fernsehen brandneues Format gezeigt zu haben.

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