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«Unser Kiosk – Prost und Trost im Viertel»

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Seit Mitte August zeigt kabel eins donnerstags keine Filme mehr. Stattdessen gab es eine vierteilige Sozial-Doku aus dem Hause Good Times zu sehen.

Prüfung wohl bestanden: Was RTL II kann, kann kabel eins neuerdings auch. In den vergangenen fünf Wochen zeigte der Münchner Sender am neuen Doku-Donnerstag eine Produktion rund um soziale Brennpunkte in diversen Städten. Dreh- und Angelpunkt waren im kabel eins-Format jeweils kleine Bier-Pienten, also etwas bessere Kioske. Gewohnt gut umgesetzt von «Armes Deutschland»-Produktionsfirma Good Times entfachte «Unser Kiosk – Prost und Trost im Viertel» zwar nicht die ganz große Aufmerksamkeit, wird bei kabel eins aber sicherlich in die Liste der diesjährigen Erfolge aufgenommen.

Schon das Debüt der zweistündigen Sendung am 16. August zur besten Ausstrahlungszeit verlief ganz nach dem Geschmack des von Marc Rasmus geleiteten Kanals. 0,74 Millionen Menschen sahen damals das Debüt, bei den klassisch Umworbenen holte der Münchner Sender gute 5,5 Prozent. Eine Woche später sank das Interesse bei der zweiten Ausstrahlung der Reihe zwar leicht; angesichts von 0,75 Millionen Zuschauern insgesamt und 5,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sah es immer noch sehr akzeptabel aus.

Am letzten August-Donnerstag war für die Sendung die Halbzeit schon vorbei. Der dritte von vier Teilen wurde ausgestrahlt und erneut schwanden einige Fans. Die Reichweite lag noch bei 0,65 Millionen Zusehenden, bei den klassisch Umworbenen belief sich die ermittelte Quote auf 4,7 Prozent. Etwas außer Konkurrenz betrachten muss man schließlich die vierte Episode der Good-Times-Produktion, die am ersten Donnerstag im September noch auf 4,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen gelangte. Somit sank die Quote zum vierten Mal in Folge, diesmal allerdings keineswegs grundlos. Im direkten Gegenprogramm spielte die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr erstes Match nach dem WM-Versagen; ein 0:0 gegen Weltmeister Frankreich. Die Reichweite der kabel-eins-Doku stiegt sogar wieder auf das Niveau der ersten Wochen an. Sie lag bei 0,74 Millionen.

Im Schnitt kamen die Kiosk-Geschichten also auf 0,72 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, bei den klassisch Umworbenen generierte kabel eins nach vollzogenem Genre-Wechsel 4,9 Prozent.

Das bedeutet auch: Die vier Episoden holten durchschnittlich 4,9 Prozent Marktanteil. Vor dem Start der Doku zeigte kabel eins donnerstags übrigens Filme. 15 Stück schnitten im diesem Jahr am Donnerstag zum Primetime-Start besser ab; in der Spitze kam man auf 6,9 Prozent («Police Academy I»), « Leon – Der Profi» punktete mit 6,6 Prozent. Es gab jedoch auch eine Menge an Streifen, die klar schwächer lief: 20 Stück .Den Tiefpunkt markierte «Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg»  während der Fußball-WM mit nur 2,5 Prozent, 2,9 Prozent holte «Männerherzen»  Mitte März.

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