US-Fernsehen

«Heathers»: Paramount Network kippt Ausstrahlung des Serien-Reboots

von

Der US-Kabelsender will die bereits fertig produzierte Serie auf Basis der bissigen Komödie «Lethal Attraction» nicht zeigen.

Die Produzenten der Serie

  • Keith Raskin
  • Kenneth Silverstein
  • Linda Morel
Die Leitung des US-Kabelsenders Paramount Network wirft in Sachen «Heathers» die Flinte ins Korn: Wie der Sender mitteilt, verzichtet man auf die Ausstrahlung der Serienneuauflage der gleichnamigen, schwarzen Komödie aus dem Jahr 1988, die hierzulande auch als «Lethal Attraction» veröffentlicht wurde. Die erste Staffel ist bereits fertig produziert, zudem ist der Schreibprozess für eine zweite Season schon weit vorangeschritten. Laut Viacom, dem Mutterkonzern des Paramount Networks, plane man aber, die Serie weiterzuverkaufen – es ist also möglich, dass sie bei einem anderen Sender oder bei einer Streamingplattform unterkommt.

Es darf spekuliert werden, ob womöglich Netflix zuschlägt: Der Video-on-Demand-Anbieter feiert bereits mit «Tote Mädchen lügen nicht» große Erfolge – und bei der Jugendserie handelt es sich ebenfalls um ein Paramount-Prpjekt, das sich auf kontroverse Weise dem Thema Schulmobbing nähert. Die Serie «Heathers» handelt von einer introvertierten Schülerin, die Teil einer aggressiven Clique ist, die ihre Schule terrorisiert. Als sie bemerkbar macht, mit den Taten ihrer "Freunde" nicht einverstanden zu sein, kommt es zu brutalen Konsequenzen …

Während im Originalfilm mit Winona Ryder, Christian Slater und Shannen Doherty die titelgebende Schreckensclique aus eitlen, privilegierten Mädchen besteht, setzt sie sich in der Serienneuauflage aus Außenseitern zusammen, darunter einer gemischtethnischen Lesbe und einem Schüler, der sich als gender-queer bezeichnet. Dies sorgte nach der Serienankündigung für Kontroversen, da es viele Medienbeobachter als bedenklich betrachten, in einer Jugendserie Gruppen negativ und hasserfüllt zu skizzieren, die in der Realität meistens die Opfer von Schulgewalt und Mobbing sind.

Als kurz vorm ursprünglich geplanten Serienstart Anfang März Highschool-Amokläufe die US-Schlagzeilen dominierten, verschob Paramount Network den Serienauftakt auf Mitte Juli, da der Sender das Timing als unglücklich empfand, eine gewalthaltige Schulserie in diesem gesellschaftlichen Klima zu starten. «Heathers» ist als Anthologieserie angelegt und soll in Staffel zwei von einer anderen Figurengruppe handeln – wenn es denn soweit kommt.

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