Wer sah eigentlich...

«Tatort» aus Münster: Die einzige neue Folge 2018

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Prahl und Liefers ergatterten insgesamt mehr als zwölf Millionen Zuschauer im Ersten. Ein genauer Blick auf die Quoten.

Die These: Ein «Tatort»  aus Münster schneidet in keiner Gruppe wirklich schlecht ab. Krimis sind grundsätzlich immer etwas populärer bei Frauen. Besonders stark dürfte man bei den 40- bis 64-Jährigen abschneiden.

Die exakten Werte: Die schlechte Nachricht: Terminliche Gründe sorgen dafür, dass es im Herbst 2018 keinen neuen Fall des Münsteraner Ermittler-Teams des «Tatort» geben wird. Der am letzten Mai-Sonntag gezeigte Fall „Schlagengrube“ wird also der einzige in diesem Kalenderjahr sein. Nachwievor sind Liefers und Prahl die populärsten Kommissare des Landes, kamen auch diesmal wieder auf richtig starke zwölf Millionen Zuschauer. Damit einher gingen 37,8 Prozent Marktanteil insgesamt sowie 30,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Ein Klischee bestätigte sich derweil, wenn auch nicht überdeutlich: Krimis sind eher frauen-affine Programme. In der Gruppe jeweils ab 14 Jahren kam der 90-Minüter auf 6,51 Millionen Frauen, während „nur“ 5,40 Millionen Männer zusahen. In beiden Gruppen lagen die Marktanteile mit 38,8 sowie 37,5 Prozent enorm hoch. Die beste Quote generierte der Fall übrigens bei den 50- bis 64-Jährigen. Hier bestätigte sich unsere These demnach: 45,2 Prozent Marktanteil sind hier ein exorbitant hoher Wert, den Das Erste nicht alle Tage einfährt. 4,23 Millionen – und somit mehr als ein Drittel aller Zuschauer – gehörten dieser Altersklasse an. 4,37 Millionen waren sogar älter als 65. Das heißt: 8,6 Millionen Zuschauer des Films – also mehr als zwei Drittel – waren über 50 Jahre alt.

Im Gegenzug: Nur rund 150.000 waren zwischen 14 und 19 Jahren alt, aber auch hier war der Krimi prozentual gesehen mit etwas mehr als 25 Prozent Marktanteil ziemlich gefragt. 26,2 Prozent wurden bei den 20- bis 29-Jährigen gemessen, 25,7 Prozent bei den 30- bis 39-Jährigen. Sehr gut an kamen Thiel und Boerne bei Beamten: Mit 59,9 Prozent fiel der Marktanteil so hoch aus wie in keiner anderen Berufsgruppe. Dem gegenüber stehen klassische Arbeiter, die sich eher für andere Programme entschieden. Nur rund jeder Vierte sah hier den «Tatort» .

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