Quotencheck

«Krass Schule»

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Auf dem Problem-Sendeplatz werktags um 17 Uhr empfahl sich das neue «Krass Schule» für höhere Aufgaben. Eine Ausweitung der Sendestrecke kam jedoch zu früh.

Am Vorabend von RTL II liegen die wesentlichen Stärken, aber auch große Schwächen des Privatsenders. Ab 18 Uhr überzeugen vor Primetime-Start werktags «Köln 50667»  und «Berlin – Tag und Nacht», die nach wie vor Quoten deutlich über dem Senderschnitt generieren. Auf dem 17 Uhr-Sendeplatz unmittelbar vor den beiden Städte-Soaps suchte RTL II zuletzt jedoch händeringend nach einem zumindest akzeptabel laufenden Format. Daher testete der Grünwalder Sender in der jüngeren Vergangenheit am Vorabend neue Ideen. Die Scripted-Doku «Workout – Muskeln, Schweiß und Liebe» ließ mit durchschnittlich 5,4 Prozent der Umworbenen noch einiges an Luft nach oben, danach verzeichnete «Schwestern – Volle Dosis Liebe»  gerade einmal mittlere 4,2 Prozent in der wichtigen Altersgruppe (für detaillierte Quotenanalysen siehe Info-Box).

Auch die erste Woche von «Krass Schule», dem nächsten 17-Uhr-Test, startete mit bedenklichen Werten. Insgesamt 260.000 Zuschauer enthielten zum Start am 30. April 180.000 14- bis 49-Jährige, wodurch bei den Werberelevanten 5,5 Prozent heraussprangen. Schon in Folge zwei mussten die RTL-II-Verantwortlichen dann Schlimmstes befürchten, weil die Zuschauerzahl beim jungen Publikum auf 150.000 sank und nur noch 3,3 Prozent gemessen wurden. Doch die Lehrer-Soap strafte ihre Skeptiker Lügen und begann damit gleich am 2. Mai. Sowohl an besagtem Mittwoch als auch einen Tag später lockte «Krass Schule» je 300.000 Zuschauer an, die durch einen Anteil von 250.000 bzw. 240.000 jungen Personen zu jeweils 7,5 Prozent in der Zielgruppe führten.

Damit egalisierte die neue RTL-II-Sendung bereits die durchwachsenen Zahlen zum Wochenstart. Am Freitag bestätigte «Krass Schule» dann seine starke Form mit 7,6 Prozent der Werberelevanten, obwohl reichweitentechnisch mit 280.000 Interessenten ab Drei bzw. 210.000 zwischen 14 und 49 Jahren weniger Leute zusahen.

Doch in Woche zwei nahm das Interesse an «Krass Schule» plötzlich wieder rapide ab: Am Montag belief sich die Zuschauerzahl noch auf 180.000 Personen, darunter 110.000 jüngere. Das genügte nur noch für 3,7 Prozent im jungen Alterssegment. Die nächsten Tiefstwerte folgten am Dienstag, den 8. Mai. «Krass Schule» blieben noch 160.000 Zuschauer übrig, von denen 100.000 im werberelevanten Alter waren. So entstanden sogar nur 3,6 Prozent in der Zielgruppe.

Die Kehrtwende erfolgte diesmal etwas langsamer als noch in Woche eins. Am Mittwoch rappelte sich «Krass Schule» wieder auf 190.000 Interessenten und 130.000 Jüngere auf, sodass 4,7 Prozent zu Buche standen. 5,7 Prozent waren es schon am Donnerstag durch insgesamt 350.000 Zuschauer und 270.000 junge Menschen, die damit für die bis dahin höchsten Reichweiten sorgten. Einen Tag später genügten die gleichen Reichweiten für deutlich höhere Sehbeteiligungen, mit 8,2 Prozent erzielte «Krass Schule» sogar einen neuen Bestwert.

Zwar glichen die Marktanteile von «Krass Schule» bis dahin noch einer Achterbahnfahrt, dennoch zeigte sich RTL II so angetan vom Format, dass der Sender ab dem 14. Mai auch ab 16 Uhr alte Ausgaben der Soap zeigte. Dass diese Ausweitung der Sendestrecke zu früh kam, zeigten die deutlich niedrigeren Zahlen, ehe neue Ausgaben ab 17 Uhr auf Sendung gingen. Im ursprünglich vorgesehenen Slot lief es für «Krass Schule» aber weiter gut. Den Montagsfluch bannte der Programm-Neuling am 14. Mai mit 300.000 Zuschauern ab Drei und 230.000 Interessenten zwischen 14 und 49. Dies reichte für 7,2 Prozent der Umworbenen. Einen leichten Quotenknick verzeichnete RTL II dann wieder am Dienstag, als mit 210.000 Zuschauern insgesamt und 140.000 jüngeren nur noch 4,2 Prozent entstanden.

Prompt folgten am Mittwoch aber wieder neue Bestwerte. «Krass Schule» steigerte sich auf 470.000 Zuschauer, von denen 350.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt waren. Das ergab 9,5 Prozent in der Zielgruppe. Noch immer sehr gute Zahlen folgten am Donnerstag mit 7,1 Prozent, die aus 290.000 Interessenten ab Drei respektive 210.000 jüngeren resultierten. Die ersten drei Sendewochen beendete «Krass Schule» mit 260.000 Zuschauern. 180.000 14- bis 49-Jährige führten dort zu ordentlichen 6,4 Prozent.

Damit lief die neue Lehrer-Soap deutlich besser als die zuvor getesteten Formate und es scheint, als habe RTL II endlich eine längerfristige Lösung für sein 17-Uhr-Programmproblem gefunden. Durchschnittlich verfolgten 280.000 Zuschauer die Red-Seven-Produktion, davon im Mittel 200.000 zwischen 14 und 49 Jahren. Insgesamt zählte «Krass Schule» durchschnittlich 2,4 Prozent Gesamtmarktanteil. Wesentlich wichtiger war jedoch das Abschneiden beim jungen Publikum, wo die Soap mit 6,1 Prozent voll im Soll liegt.

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