ZDF gewinnt mit «Willkommen 2017» das junge Publikum

Der verlängerte Jahresabschluss im ZDF am Brandenburger Tor fiel in diesem Jahr hinter den «Silvesterstadl» zurück. Doch das junge Publikum entschied sich mehrheitlich für «Willkommen 2017».

Quotenübersicht

  • Willkommen 2013: 3,11 Mio. / 14,5%
  • Willkommen 2014: 4,11 Mio. / 18,0%
  • Willkommen 2015: 3,58 Mio. / 16,6%
  • Willkommen 2016: 3,63 Mio. / 17,0%
Zuschauer ab 3 / Marktanteil ab 3
Neues Sendekonzept für Silvester: das ZDF entschied sich in diesem Jahr, die «Willkommen»-Show zum Jahresabschluss zu verlängern. Begann der Countdown in den vergangenen Jahren immer erst gegen 21.45 Uhr, durfte er in diesem Jahr bereits zur besten Sendezeit über den Äther gehen. Dementsprechend größer war die Konkurrenz für den «Silvesterstadl» im Ersten, der im vergangenen Jahr aber sowieso kein ernstzunehmender Gegner für die ZDF-Show war. Mit einer sehr schwachen «Stadlshow Silvester» war Das Erste keine Konkurrenz und «Willkommen 2016» sicherte sich damals den Primetime-Sieg. 366 Tage später war der neu aufgelegte «Silvesterstadl» mit Jörg Pilawa ein deutlich stärkerer Kontrahent.

Denn aufgrund von 3,21 Millionen Zuschauer war «Willkommen 2017» nur das das zweitbeliebteste Programm am Silvesterabend. Im Vergleich zum Vorjahr verlor die Show 420.000 Zuschauer. Die Live-Übertragung mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner generierte trotzdem ansehnliche 14,1 Prozent Gesamtmarktanteil und war gewann sogar beim jungen Publikum. Wie auch im vergangenen Jahr sicherte sich «Willkommen 2017» die Marktführung bei den 14- bis 49-Jährigen mit schönen 15,7 Prozent Marktanteil – das waren allerdings anderthalb Prozentpunkte weniger als noch 2015. 1,11 Millionen junge Zuschauer waren insgesamt mit von der Partie.

Zuvor lief es für das ZDF nicht ganz so gut. Die «Weißblauen Geschichten» erreichten nach den «heute»-Nachrichten und der «Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin» (3,26 und 2,44 Mio.) nur noch miese 8,6 und 9,2 Prozent Gesamtmarktanteil – 1,83 bzw. 2,00 Millionen schalteten insgesamt ein. Von den Werten beim jungen Publikum möchte man angesichts von 2,6 und 3,6 Prozent lieber den Mantel des Schweigens hüllen.
01.01.2017 08:51 Uhr  •  Robert Meyer Kurz-URL: qmde.de/90308