Serien-Check: Wie geht es mit «Empire» weiter?

The Rock hat viel zu tun, für «Veronica Mars» gibt er möglicherweise doch noch eine TV-Zukunft, DC Comics verrät jede Menge Neuigkeiten zu «Arrow» und Co und Madeleine Albright ist zurück im Amt.

Der Neustart der Woche

Am Montag, den 20. Juli, startet um 21.50 die Serie «Power» auf dem Pay-TV-Sender AXN. Die Drama-Serie handelt von Nachtclubbesitzer James „Ghost“ St. Patrick. In dessen Discothek verkehren die Reichen und Schönen von New York, von denen „Ghost“ hofft, dass sie ihn zu einem von Amerikas 500 größten Unternehmern machen. Der Club ist jedoch nur eine Fassade für den größten Drogenhandel von ganz New York. „Ghost“ versucht sich aus den illegalen Geschäften zurückzuziehen und seinen Traum und seine Familie unter einen Hut zu bringen. Als Produzent der Serie fungiert unter anderem Rapper 50 Cent.
The Rock bleibt beschäftigt
Dwayne „The Rock“ Johnson ist momentan der bestverdienende Schauspieler in Hollywood. Nachdem er in den vergangenen Jahren besonders bei Kinofilmen im Vordergrund stand, ist er seit einigen Wochen in der HBO-Serie «Ballers» zu sehen. Die erste Episode erreichte dabei 8,9 Millionen US-Bürger und wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen. Der Premium-Kabelsender ließ es daher nicht nehmen, «Ballers» um eine zweite Staffel zu verlängern. Die Serie erzählt die Geschichte des ehemaligen Profi-Footballspielers Spencer Strassmore (Johnson), der beschließt Spieler-Agent zu werden. Dabei muss er jedoch erst seinen Platz in der Branche finden und neue Kunden akquirieren. An seiner Seite ist der Profi-Spieler Joe, gespielt von Rob Corddry, der dafür bekannt ist, von einem Fettnäpfchen ins andere zu steigen.

Kommt «Veronica Mars» doch noch einmal ins Fernsehen?
In der vergangenen Woche fand in San Diego die Comic Con statt. Das Event, das seit Jahren das Mekka für Serienfans ist, hält neben zahlreichen neuen Ankündigungen, Starpanels und Trailern auch immer einige Gerüchte parat. So auch in diesem Jahr, denn der ehemalige «Veronica Mars»-Showrunner Rob Thomas ließ durchblicken, die Idee für eine Mini-Serie zu haben. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Kinofilm zur 2007 beendeten Serie produziert. Ein wichtiger Faktor bei der Produktion waren die Fans, die das Projekt durch Crowdfunding erheblich unterstützt haben. Obwohl der ganz große Erfolg am Box Office ausblieb, kam Thomas schnell die Idee einer weiteren Fortsetzung. Dazu verriet er, dass er diese Möglichkeit mit Hauptdarstellerin Kristen Bell bereits diskutiert habe. Die Miniserie, von der laut Thomas‘ Aussagen auch Bell überzeugt ist, soll sich an Produktionen wie «True Detective» orientieren und somit einen ernster Einschlag erhalten als das Original. Sowohl die Hauptdarstellerin als auch der Serienschöpfer stecken derzeit voll in Arbeit. Bell steht für die Showtime-Serie «House of Lies» vor der Kamera und Rob Thomas inszeniert «iZombie» für The CW, weshalb noch einige Zeit vergehen sollte, bis es tatsächlich zur Fortsetzung kommt.

«Supergirl» findet ihre Antagonisten
Im Rahmen der San Diego Comic Con präsentierte sich DC Comics durchaus prominent. Zum einen wurden die ersten Trailer zu den zukünftigen Blockbustern «Batman v Superman: Dawn of Justice» und «Suicide Squad» mit großer Ankündigung gezeigt. Zum anderen veröffentlichte man weitere Details zu den aktuellen und zukünftigen Fernsehserien. Zu den letztgenannten zählt «Supergirl». Die Serie über Superman’s Cousine wird im Herbst auf CBS ausgestrahlt. Längst bekannt ist, dass die Hauptrolle von «Glee»-Star Melissa Benoist gespielt wird und das auch Calista Flockhart, bekannt aus «Ally McBeal», vor der Kamera stehen wird. Was bislang im Dunklen gehalten wurde, waren die Gegenspieler der Maid of Steel. In San Diego wurde aber auch dieses Geheimnis gelüftet, denn Peter Facinelli wird in die Rolle des Maxwell Lord schlüpfen. In den Comicbüchern befand sich Lord immer auf einem schmalen Grat zwischen Gut und Böse. Für die CBS-Serie wird Facinelli einen Milliardär mimen, der sein Vermögen mit Umwelttechnologie erwirtschaftet hat, spielen. Dieser steht dabei in einer freundschaftlichen Rivalität zu Cat Grant, der Rolle von Calista Flockhart. Gleichzeitig ist er von Supergirl überaus fasziniert, was ihn im Laufe der Serie auf einen dunkleren Pfad führen soll. Facinelli hat durch Produktionen wie «Six Feet Under» oder «Nurse Jackie» bereits einiges an Serienerfahrung gesammelt. Darüber hinaus wurden die Schurken Reactron und Livewire für die erste Staffel angekündigt. Die Besetzung für die beiden Bösewichte steht allerdings noch aus.
Der Trailer der Woche
Netflix veröffentlichte in der vergangenen Woche den ersten Trailer zur neuen Eigenproduktion «Narcos». Im Zentrum der Serie steht der wohl bekannteste Drogenbaron Kolumbiens, Pablo Escobar. «Narcos» erscheint weltweit am 28. August.



Ein Blick in DCs Zukunft auf The CW
Wie bereits erwähnt, zeigte sich DC Comics auf der diesjährigen Comic Con sehr präsent. Derzeit laufen die meisten Serien aus der Comicschmiede auf The CW. Namentlich sind dies «Arrow» und «The Flash», die dort große Erfolge feiern. Für die Mid-Season der neuen US-TV-Saison ist darüber hinaus die Serie «Legends of Tomorrow» angekündigt. Zu dieser war vor einigen Wochen sogar schon ein erstes Spin-Off in Planung, dabei sollte Hawkgirl (Ciara Renée) im Fokus stehen. Diese Planungen liegen derzeit jedoch auf Eis. DC versprach allerdings eine kleine Wiedergutmachung und kündigte ihren Comic-Partner Hawkman für «Legends of Tomorrow» an. Bislang steht jedoch nur fest, dass die Rolle in der Serie auftauchen wird, nicht jedoch wer sie spielt. Außerdem wurde einiges zur Einführung der Legenden von Morgen angekündigt, so wird der Grundstein in den ersten Folgen der neuen Staffeln von «The Flash» und «Arrow» gelegt. Ein zentrales Element spielt dabei Black Canary beziehungsweise ihr Alter Ego Sara.

Nach dem Ende der dritten «Arrow»-Staffel blieben noch einige Fragen offen. Besonders die Frage wie es mit Oliver Queen nach dem Staffelfinale weiter geht, brennt den meisten Fans unter den Nägeln. Einen ersten Ausblick gewährte Showrunner Greg Berlanti, indem er ein Bild von Oliver Queen als Green Arrow in einem neuen Kampfanzug präsentierte. Dieses wirkt wesentlich militärischer und ist um einige Gimmicks für den Nahkampf, wie Schulterpolster, ergänzt. Indirekt ließ Hauptdarsteller Stephen Amell bei Twitter durchklingen, dass in der ersten Episode seine Serien-Schwester Thea (Willa Holland) im Fokus steht. Auf die Frage was passieren werde, antwortete der Kanadier ein wenig kryptisch mit „What’s wrong Speedy?“. Daher gilt es derzeit als wahrscheinlich, dass Thea erneut in Schwierigkeiten gerät und Queen wieder zu Pfeil und Bogen greifen muss, um seine Schwester zu schützen. Darüber hinaus kündigte Berlanti gleich zwei neue Charaktere für die neue Staffel an. Der politische Aktivist und Terrorist Anarky wird ebenso wie Mr. Terrific zu seinem ersten Auftritt kommen. Letztgenannter wird dazu durch seine homosexuelle Orientierung in Erscheinung treten.

Auf der zweiten Seite geht es weiter mit Neuigkeiten zu «Arrested Development» und der zweiten Staffel von «Empire». Außerdem äußert sich AMC zur Zukunft von «Turn» und Madeleine Albright ist wieder im Außenministerium

Erste Details zur fünften Staffel «Arrested Development»
Für Mitte des Jahres 2016 plant Streaminganbieter Netflix 17 neue Episoden der Comedy «Arrested Development» auszustrahlen. Bereits 2013 veröffentlichte Netflix die vierte Staffel. In der Zwischenzeit wurde es jedoch nie ruhig um das Projekt. Obwohl offizielle Ankündigungen ausblieben, meldeten sich Darsteller wie Will Arnett immer wieder zu Wort und berichteten über eine potenzielle fünfte Staffel oder einen Spielfilm. Darstellerin Jessica Walter, die als Lucille Bluth zu sehen ist, kündigte nun ihren Enthusiasmus für die Fortsetzung des Projekts an. Gegenüber TV Line sagte sie, dass nach dem Finale der vierten Staffel, in dem Lucille Austero (Liza Minelli) tot aufgefunden wurde und kurze später verschwand, Buster Bluth (Tony Hale) festgenommen wurde. An dieser Stelle solle auch die neue Staffel ansetzen. Weiter gab sie an, es kaum erwarten zu können, wieder ans Set zu kommen.

Wie geht es mit Empire weiter?
In den USA entwickelte sich das Hip-Hop-Drama «Empire» zum erfolgreichsten Neustart der TV-Season und schaffte es dabei zehn Wochen am Stück Zuschauer hinzu zugewinnen. Letztlich endete das Staffelfinale vor mehr als 20 Millionen Zuschauern auf FOX. Von solchen Werten kann ProSieben in Deutschland nur träumen, wie der Quotencheck zu «Empire» zeigt. Die ausführenden Produzenten Ilene Chaiken und Danny Strong ließen sich nun die Chance nicht nehmen und gewährten einen ersten Ausblick auf die zweite Staffel, die in den USA bereits am 23. September startet. Im Staffelfinale wurde Protagonist Lucious Lyon (Terrence Howard) festgenommen. Zum Start der neuen Staffel erfolgt ein Zeitsprung, an dessen Ende Lucious noch immer im Gefängnis sitzt. Doch anstatt Trübsal zu blasen, ist der Selfmade-Man auch hinter Gittern voll ausgelastet. Schließlich hindert eine Zelle ihn nicht, sein Empire weiterhin zu führen. Laut Chaiken wirkt Lucious so als hätte er Tentakel. Darüber hinaus verriet sie, dass das Staffelfinale nicht von langer Hand aufgezogen wurde, sondern man einfach eine sich auftuende Gelegenheit nutzte, um neue Handlungsbögen zu schreiben. Die Taten von Rhonda und Andre werden auf jeden Fall Konsequenzen haben, kündigte Chaiken an. Darüber hinaus wird sein religiöser Wandel weiter verfolgt. Gleichzeitig ließ man die Tür für die Rückkehr von Camilla (Naomi Campbell) offen, schließlich sitzt ihr Feind Lucious in staatlichem Gewahrsam und sie kann wieder mit Hakeem zusammenkommen. Für den jüngsten Spross des Lyon-Clans ist darüber hinaus ein weiterer Love-Interest vorgesehen.

Nachdem am vergangenen Donnerstag die Nominierungen für die diesjährige Emmy-Verleihung bekannt gegeben wurden, herrschte kurzfristig Ernüchterung im Umfeld von «Empire». Die Serie wurde nämlich weder als beste Drama-Serie nominiert, noch darf Hauptdarsteller Terrence Howard auf einen Preis hoffen. Co-Schöpfer Lee Daniels und Darsteller Jussie Smollett nutzten die Gelegenheit, um ihren Unmut auf Instagram in einem Video zu äußern. Der Clip war selbstverständlich mit einer gehörigen Prise Ironie versehen. «Empire» wurde nur mit einer Nominierung bedacht, Taraji P. Henson darf sich Hoffnungen auf die begehrte Auszeichnung in der Kategorie der [Besten Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie machen.

#canfinallypostthis #timetoberealagain #emmyniceguyoverwith @jussiesmollett 😂

Ein von Lee Daniels (@theoriginalbigdaddy) gepostetes Video am




Dritte Staffel für «Turn»
In den vergangenen Jahren war Kabelsender AMC mit Produktionen wie «Mad Men», «Breaking Bad», «Better Call Saul» oder «The Walking Dead» stets auf der Sonnenseite. Sowohl die Kritik an den Serien fiel positiv aus, als auch die Einschaltquoten. Eine Serie, die bei Weitem nicht mit den Sensationswerten von «The Walking Dead» und Co mithalten kann, ist «Turn». Das Historiendrama um Spione in Washington im Jahr 1778 erreichte in der zweiten Staffel im Schnitt 1,74 Millionen Zuschauer in den Live-Plus-7-Quoten. Dennoch verlängerte AMC die Produktion nun um eine dritte Staffel. Hierfür gibt es von Senderseite zwei Gründe, erstens ist es gelungen die Reichweite von Staffel eins zu Staffel zwei auszubauen. Zweitens gelten die Zuschauer von «Turn» als finanziell äußerst wohlhabend. Ein Großteil der Zuschauer verfügt über ein jährliches Einkommen von mehr als 100.000 US-Dollar. Dabei rangiere «Turn» hinter «Mad Men» und «The Americans» auf Platz drei. Gleichzeitig ist man mit der Entwicklung der Serie auf Streamingportalen wie Amazon Prime Instant Video in Deutschland sehr zufrieden.

Madeleine Albright wieder im Amt
In «Madame Secretary» dreht sich die Handlung um die Außenministerin Elizabeth McCord, die von Tea Leoni gespielt wird. In der ersten Staffel übernahm sie dieses Amt und musste ihre neuen Verpflichtungen mit ihrem Familienleben unter einen Hut bekommen. Für die zweite Staffel holt sich McCord eine Beraterin ins Boot und dabei handelt es sich um niemand geringeren als Madeleine Albright. Diese war zwischen 1997 und 2001 die erste Außenministerin der USA und wird sich in der zweiten Staffel selbst spielen. Für die Außenministerin a.D. handelt es sich jedoch nicht um den ersten Serienauftritt, schließlich war sie bereits «Parks and Recreation» und «Gilmore Girls» zu sehen. Dabei spielte sie sich ebenfalls selbst, trat aber nur jeweils einmal auf.

Die Hexen aus «Salem» treiben auf WGN weiterhin ihr Unwesen
Für den kleinen Sender WGN entwickelte sich die Hexen-Serie «Salem» in den ersten beiden Staffeln zu einem echten Prestige-Projekt. Trotz der übernatürlichen Elemente wie Hexen, basiert die Serie auf realen Ereignisse. Im Zentrum stehen die Hexenverbrennungen in der Kleinstadt Salem im kolonialen Massachusetts des 17. Jahrhunderts. Die zweite Staffel kam dabei durchschnittlich auf 1,1 Millionen Zuschauer. Grund genug, die Serie in eine dritte Staffel zu schicken. Neben Hauptdarstellerin Janet Montgomery ist auch Lucy Lawless vor der Kamera zu sehen.
19.07.2015 14:00 Uhr  •  Dennis Weber Kurz-URL: qmde.de/79562