Phoenix: ARD und ZDF drehen den Geldhahn auf

Die Eltern erhöhen das Taschengeld: Der Informationssender Phoenix bekommt ab sofort ein größeres Programmetat, um so die aktuelle Berichterstatung zu stärken.

Der Mix aus Live-Übertragungen von relevanten politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und einer gründlichen Hintergrundberichterstattung ist die Kernaufgabe von Phoenix. Mit der Anhebung des Programmetats stärken wir die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinschaftsprogramms in diesem Bereich.
ZDF-Intendant Thomas Bellut
Phoenix muss nicht weiter den Gürtel enger schnallen: Wie ARD und ZDF mitteilen, erhöhen die öffentlich-rechtlichen Sender das Programmetat des gemeinsam geführten Ereignis- und Dokumentationskanals um zwei Millionen jährlich. Die Gesamtsumme, die ausgeschüttet wird, um die aktuelle Ereignisberichterstattung bei Phoenix zu stärken, tragen ARD und ZDF zu gleichen Teilen. Dieser Entschluss kommt nach zwei wirtschaftlich harten Jahren für den Sender.

2013 schrieb Phoenix laut dem 'Spiegel' Verluste in der Höhe von 1,85 Millionen Euro, im Folgejahr verschrieben ARD und ZDF dem Kanal daher einen eisernen Sparkurs. Zuletzt belief sich das jährliche Budget des 1997 gegründeten Senders auf zirka 35 Millionen Euro.

WDR-Intendant Tom Buhrow kommentiert: „Phoenix hat jahrelang mit einem sehr knapp bemessenen Programmetat arbeiten müssen - trotz zunehmender weltweiter Ereignisdichte. Deshalb freue ich mich, dass die ARD-Intendantinnen und -Intendanten einer zusätzlichen Finanzspritze zugestimmt haben. Nur so können wir die hohe Programmqualität weiterhin sichern.“
22.05.2015 13:44 Uhr  •  Sidney Schering Kurz-URL: qmde.de/78398