Primetime-Check: Samstag, 18. Oktober 2014

Abseits des Show-Vierkampfs: Wie schlugen sich Serienabende bei RTL II und kabel eins? Wie verlief die Primetime für Sat.1, das auf eine Komödie gesetzt hatte?

Mittelwerte der vergangenen vier «Supertalent»-Staffeln

  • 2010: 7,85 Millionen Zuschauer (ab 3) 37,6 Prozent (14-49)
  • 2011: 6,63 Millionen Zuschauer (ab 3) 31,2 Prozent (14-49)
  • 2012: 5,03 Millionen Zuschauer (ab 3) 23,6 Prozent (14-49)
  • 2013: 4,97 Millionen Zuschauer (ab 3) 25,1 Prozent (14-49)
Tagessieger wurde am Samstagabend «Udo Jürgens – Mitten im Leben», eine Gala, die anlässlich des 80. Geburtstags des Entertainers ausgestrahlt wurde. 5,32 Millionen Zuschauer brachten der Sendung starke 18,2 Prozent beim Gesamtpublikum ein, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden ebenso gute sieben Prozent ermittelt. «Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell» im Ersten, das ab 20.15 Uhr 4,22 Millionen Menschen ab drei Jahren bzw. 15,2 Prozent der TV-Zuschauer zum Einschalten bewegte, musste sich diesen Werten geschlagen geben. Dafür war die Sendung beim jungen Publikum angesichts von 9,8 Prozent überdurchschnittlich gefragt – was ihr den zweiten Platz im Ranking einbrachte. Erfolgreicher war in der Zwischenzeit nur «Das Supertalent» bei RTL. Mit 4,64 Millionen Zuschauern und 24,8 Prozent des 14- bis 49-Jährigen holte die Castingshow den unangefochtenen Tagessieg, auch bei allen lief es mit 15,7 Prozent erneut sehr zufriedenstellend. «Bülent und seine Freunde» endete im Anschluss vor 2,61 Millionen Belustigten und 16,8 Prozent in der Zielgruppe.

Einen Mega-Flop landete am Samstagabend ProSieben, das mit der zweiten Folge von «Himmel oder Hölle» nur noch 0,75 Millionen Zuschauer und 5,3 Prozent der Umworbenen erreichte – damit musste sich der Sender sogar fast Super RTL geschlagen geben. Nur 0,52 Millionen Menschen waren im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Bei allen lief es mit 2,6 Prozent ebenso vernichtend. Wenig erfolgreich verlief der Abend auch für Sat.1. Die Komödie «Nach 7 Tagen ausgeflittert» erreichte dort 1,28 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, was einen Marktanteil von äußerst mäßigen 8,1 Prozent in der Zielgruppe bedeutete. Bei allen fiel der Film mit nur 4,4 Prozent erst recht durch. Bei RTL II startete indes die vierte Staffel von «Warehouse 13» vor 0,89 Millionen bis 0,97 Millionen Zuschauern, womit für den Sender Marktanteile von 3,3 Prozent, 2,9 Prozent und 3,4 Prozent bei allen einhergingen. Auch in der Zielgruppe lag man durchgehend unter dem Senderschnitt: Während die Folgen eins und drei jeweils sechs Prozent erreichten, erwies sich Folge zwei mit 5,3 Prozent als größtes Sorgenkind.

Im Großen und Ganze besser schlug sich die Serien-Konkurrenz von kabel eins, die auf Folgen von «Navy CIS» bzw. «Navy CIS: L.A.» setzte. Gestartet mit mäßigen 5,3 Prozent der Umworbenen, steigerte sich das Dreierpack im Laufe des Abends auf bessere sechs Prozent und gute 6,9 Prozent der Jüngeren. Beim Gesamtpublikum sahen 1,08 Millionen bis 1,32 Millionen Menschen zu, die kabel eins bis zu 5,1 Prozent einbrachten. Nicht viel zu vermelden hatte VOX am Samstagabend, wo «Ab durch die Hecke» unbefriedigende 5,8 Prozent der Umworbenen bei 0,59 Millionen Jüngeren unterhielt. Insgesamt ergaben sich genauso schlechte 1,04 Millionen Zuschauer bzw. 3,5 Prozent. Eine Doppelfolge der Krimiserie «White Collar» schloss den Abend ab 22 Uhr mit nur 2,7 und 3,1 Prozent der Umworbenen bei maximal 0,52 Millionen Gesamtzuschauern schwach ab.
19.10.2014 09:57 Uhr  •  David Grzeschik Kurz-URL: qmde.de/73893