artes neue Tanz-Doku tut sich nach Filmklassiker schwer

Nur unterdurchschnittliche Werte verbuchte «Let's Dance» nach «SIngin' in the Rain». «Durch die Nacht mit....» geht später ganz baden.

Ganz tief in die Klassikerkiste griff am Sonntagabend arte, das «Singin' in the Rain» zur besten Sendezeit in sein Programm entließ. Die zwei Mal oscar-nominierte Dramedy aus dem Jahre 1952 zeigte, dass sie nicht nur in der Vergangenheit wusste die Zuschauer zu begeistern. Auch über 50 Jahre nach der Veröffentlichung versammelte der Film mit Gene Kelly und Donald O'Connor um 20.15 Uhr 430.000 Menschen ab drei Jahren vor den Fernsehbildschirmen. Sehenswerte Marktanteile standen dadurch zu Buche: Beim Gesamtpublikum fühlten sich mit Sicherheit ein paar der 1,2 Prozent an ihre Kindheit zurückerinnert, aber auch die 14- bis 49-Jährigen widmeten sich mit 0,9 Prozent dem Spielfilm.

Der Startschuss einer dreiteiligen Tanz-Doku folgte im Anschluss. In «Let's dance!» wird die Geschichte des Tanzes vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute erzählt. Los ging es mit der Episode über Füße und Schuhe, doch die Sehbeteiligungen bauten im Vergleich zum Lead-In deutlich ab. Mit 210.000 Interessierten halbierte sich in etwa die Zuseherschaft der französischen Dokumentation im Vergleich zum Vorprogramm. 0,8 Prozent holte die erste Folge "Das ist spitze" für den Kultursender beim Gesamtpublikum, die jungen Zuschauer waren mit 0,6 Prozent vertreten.

Ein schwarzer Abend stand schließlich «Durch die Nacht mit...» bevor. Darin begegneten sich der französische Comic-Künstler Joann Sfar und der spanische Designer Javier Mariscal, die deutschen Fernsehenden wohl kaum bekannt sind. In beiden wichtigen Altersgruppen verzeichnete die Sendung nur 0,1 Prozent.
06.10.2014 09:05 Uhr  •  Timo Nöthling Kurz-URL: qmde.de/73573