Kommt der Münsteraner «Tatort» ins Kino?

Angesichts des riesigen Erfolgs, den neue «Tatort»-Folgen aus Münster seit Jahren feiern, zieht der WDR nun in Betracht, Axel Prahl und Jan Josef Liefers ins Kino zu schicken.

Quoten des Münsteraner «Tatort»

  • Apr 14: 12,78 Mio. (35,0% / 28,2%)
  • Okt 13: 12,44 Mio. (33,5% / 26,1%)
  • Mär 13: 12,81 Mio. (34,0% / 28,8%)
  • Nov 12: 12,11 Mio. (31,7% / 26,5%)
Regelmäßig verbuchen die «Tatort»-Filme aus Münster Zuschauerzahlen, die häufig nicht einmal Live-Übertragungen der Fußball-Nationalmannschaft erreichen (siehe Infobox). Angesichts der unglaublichen Erfolgsgeschichte, welche die Produktionen mit Axel Prahl als Kriminalhauptkommissar Frank Thiel und Rechtsmediziner Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne in den vergangenen Jahren hinlegten, denkt der Westdeutsche Rundfunk nach Informationen des Spiegel nun sogar über einen Kinofilm mit dem Ermittler-Duo nach. Allerdings seien rechtliche Fragen bisher noch nicht abschließend geklärt.

«Tatort» im Kino: Eine gute Idee?
Ja, das würde ich mir sofort anschauen.
48,1%
Nein, die Reihe sollte weiter nur im TV zu sehen sein.
51,9%


Prahl und Liefers stehen bereits seit 2002 für die ARD-Krimireihe gemeinsam vor der Kamera. Die Zuschauerzahlen von weit über zwölf Millionen sind ersterem allerdings nicht so recht geheuer: "Unsere erste Folge hatte fast neun Millionen Zuschauer, schon damals bin ich erschrocken. Als es dann mit elf und zwölf Millionen losging, wurde es gespenstisch. Ich stelle mir immer vor, das ist eine Stadt, dreimal so groß wie Berlin, und alle starren auf den Kasten mit uns beiden drin. Das jagt mir bis heute einen Schauer über den Rücken."

Im Falle einer Kino-Produktion müsste der Münsteraner «Tatort» auf der einen Seite zwar aller Wahrscheinlichkeit nach hinsichtlich seiner Reichweite einige Abstriche machen, kann andererseits allerdings deutlich höhere Gewinne pro Zuschauer erwarten.
03.06.2014 10:50 Uhr  •  Manuel Nunez Sanchez Kurz-URL: qmde.de/71092