Neu im Kino von Panem

Was startet diese Woche denn neben dem zweiten «Die Tribute von Panem»-Teil?

«Malavita - The Family»
Nachdem der Mafiaboss Giovanni Manzoni gegen einige seiner Kollegen ausgesagt hat, wird seine gesamte Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Alle müssen eine neue Identität annehmen und in einen abgelegenen Ort in der Normandie ziehen. Doch ihre Deckung droht immer wieder aufzufliegen, da die Gangster sich einfach nicht wie gewöhnliche brave Bürger verhalten können. So heften sich schließlich sogar einige gefährliche Mafiosi aus den USA an ihre Fersen.

Im Internet löst das Mafiadrama äußerst konträre Reaktionen aus. Auf wort.lu.de etwa heißt es: „Der aufgesetzte Humor dieser auch visuell nicht sonderlich einfallsreich umgesetzten Mafia-Posse kommt lahm daher.“ Danny Gronmaier von critic.de befindet: “Leider bleibt der Film verheerend platten Witzen verhaftet, die zumeist nicht nur nicht pointiert sind, sondern auch lediglich billige Kulturklischees bedienen“, und kino.de meint: „Die Kompetenz, die Robert De Niro als Pate zeigte, lässt er als Patriarch vermissen.“ Ganz anderer Ansicht ist berliner-kurier.de: „Regie-Prolet Luc Besson ist mit dem Film eine herrlich knuffige Krimi-Parodie gelungen – für die ganz große Leinwand und mit ebenso großen Namen.“ Auf programmkino.de lobt Luitgard Koch: „Mit Situationskomik und Dialogwitz unterhält der Profi bis zum Schluss.“ Ähnliches findet man auf moviejones.de. Luc Besson sei „eine kräftig augenzwinkernde, schwarze und dennoch charmante Komödie gelungen, die schnell jegliche Gedanken über Logik vergessen macht“.

OT:«The Family» von Luc Besson. Mit Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Tommy Lee Jones

«Die Tribute von Panem - Catching Fire»
Auch der zweite Band von Suzanne Collins düsterer Romantrilogie hat es jetzt auf die Leinwand geschafft. Nachdem Peeta und Katniss gemeinsam die lebensgefährlichen Hungerspiele überlebt haben, müssen sie jetzt als nationale Helden für die Regierung werben. Schließlich werden sie ganz entgegen der Tradition sogar noch ein zweites Mal in die Arena geschickt, um gegen die Gewinner der vorherigen Wettkämpfe anzutreten. Doch im Volk regt sich mittlerweile Widerstand gegen die Grausamkeit des Regimes von Präsident Snow.

„Nach dem bereits sehr guten ersten Teil von Gary Ross hat nun Francis Lawrence die Regie übernommen. Seine stilistischen Änderungen tun dem Film gut: Die Wackelkamera ist verschwunden, die Liebesgeschichte ist in den Vordergrund gerückt, und die CGI-Effekte sind nichts weniger als phänomenal“, zeigt sich Magdalena Miedl auf skip.at angetan. Jens Klawonn schlägt auf filmkritiker.com nachdenklichere Töne an: „Natürlich freue auch ich mich auf die Fortsetzung, wenn auch mit gemischten Gefühlen – denn die Trilogie «Die Tribute von Panem» sollte nicht zur 'Pflichtlektüre' für Jugendliche werden! Vielmehr sollte die Thematik für die Politiker und Medienmacher der Jetzt-Zeit ein warnendes Beispiel darstellen!“

OT:« The Hunger Games - Catching Fire» von Francis Lawrence. Mit Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Josh Hutcherson

«Aschenbrödel und der gestiefelte Kater»
Bei diesem Märchenfilm können die kleinen Besucher nicht nur stillsitzen und zusehen. Vielmehr animiert der Bär MiKi sie zum Klatschen, Singen und Tanzen. Sie unterstützen damit den fünfjährigen Paul, der gerade in die große Stadt Berlin gezogen ist und sich dort noch recht alleine fühlt. Dann aber tauchen plötzlich einige Märchenfiguren bei ihm auf, die seine Unterstützung brauchen, denn kaum ein Mensch glaubt noch an sie. Indem Aschenbrödel und der gestiefelte Kater jeweils ihre Geschichte aufführen, soll sich das wieder ändern.

Der Ausflug in die Märchenwelt gefällt: „Aschenbrödel und der gestiefelte Kater sorgen für ausgesprochen gute Stimmung im Kinosaal. Die kurzweilige Darstellung ist auch für begleitende Erwachsene sehr amüsant und der Film hat für Kinoerstlinge mit einer Stunde Spielzeit genau die richtige Länge“, schreibt Rotraut Greune auf visionkino.de. Auch Denis Sasse von filmtogo.net ist der Ansicht: „Bei einer Handlung von gerade einmal sechzig Minuten kann dabei kindgerecht Spaß aufkommen.“ Kinonews sieht „ein umwerfendes Filmerlebnis für Groß und Klein ab 4 Jahren“, und cinecitta.de „ein liebevolles Kinoerlebnis voller magischer Momente“.

OT:«Aschenbrödel und der gestiefelte Kater» von Torsten Künstler. Mit Ezra Finzi, Samuel Finzi, Marie-Lou Sellem

«Getaway»
Um seine entführte Frau zurück zu bekommen muss Ex-Rennfahrer Brent gefährliche Herausforderungen bestehen. Glücklicherweise kann er dabei auf die Unterstützung einer jungen Dame mit dem Decknamen „The Kid“ bauen. In ihrem Auto stellen sich die beiden rasante Verfolgungsjagden mit ihren Gegnern und einen nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit. Denn sie müssen alle Forderungen erfüllt haben, ehe die Frist abgelaufen ist.

In den USA wurde der Entführungsthriller auf „Rotten Tomatoes“ mit nur einem Prozent als bisher schlechtester Film des Jahres 2013 eingestuft. Auch die deutschen Kritiker zeigen sich nicht allzu überzeugt. Ein „dezibelstarkes Demolitionderby bei dem jegliche Nuancierung und auch Humor fehlt, so dass die Endlos-Autoverfolgungsjagd zwar furios ist, aber auf die Dauer ermüdend wirkt“, findet kino.de. „Wahrscheinlich wird man sich daran überwiegend als einen weiteren Film erinnern, den Gomez ihrer Liste als Filmstar hinzufügt“, urteilt movies.mtv.de. Filmjunkies.de schreibt, die Geschichte wirke „zwar etwas generisch und die Chemie zwischen Hawke und Gomez scheint auch nicht hunderprozentig zu stimmen, aber zumindest die Verfolgungsjagden kommen sehenswert inszeniert herüber.“

OT:«Getaway» von Courtney Solomon. Mit Ethan Hawke, Selena Gomez, Jon Voight
20.11.2013 13:30 Uhr  •  Eva Schmitt Kurz-URL: qmde.de/67455