Primetime-Check: Dienstag, 23. November 2010

Wie schnitt das «CSI»-Event mit drei Folgen auf RTL ab? Welche Quoten erreichte ProSieben mit seinem Comedydienstag? Und wie ist es um das Programm der Öffentlich-Rechtlichen bestellt?

Große Ereignisse hinterlassen ihre Spuren: Am Dienstagabend zeigte RTL einen gemeinsamen Fall der «CSI»-Teams aus Miami, Las Vegas und New York, der auf drei Folgen der drei «CSI»-Varianten verteilt wurde. Zur besten und gewohnten Sendezeit lief «CSI: Miami», das im Schnitt 6,30 Millionen Zuschauern, 19,0 Prozent Marktanteil und grandiose 28,9 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte und damit Werte weit über den sonstigen erzielte. Weiter ging es mit dem sonst auf VOX programmierten «CSI: New York», das mit durchschnittlich 6,78 Millionen Zuschauern, 20,9 Prozent Marktanteil und tolle 29,5 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Bevölkerung das beste Ergebnis aller Zeiten einspielte. Munter weiter ging es auch nach 22:15 Uhr, denn das Original «CSI: Den Tätern auf der Spur» stellte den dritten Teil der Kooperationsfolgen und erreichte im Schnitt 6,44 Millionen Zuschauer, 27,1 Prozent aller fernsehenden Deutschen und fantastische 35,2 Prozent des jungen Publikums. Dieses einmalige Serienerlebnis machte die Kölner nicht nur zum Tagessieger bei Jung und Alt, sondern wird im besten Fall die sowieso guten Quoten der Dienstagsserien zumindest auf kurze Sicht weiter heben.

Gute Quoten gab es auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen - diese fielen allerdings weit weniger spektakulär aus: Das Erste überzeugte ein weiteres Mal mit seinen dienstäglichen Serien «Familie Dr. Kleist» und «In aller Freundschaft», die im Schnitt 5,88 Millionen bzw. 6,10 Millionen Zuschauer sowie 17,7 bzw. 18,2 Prozent des Gesamtpublikums unterhielten. In der wichtigen Zielgruppe schnitten beide Serien mit sechs bzw. 6,4 Prozent Marktanteil allerdings nur recht mäßig ab. Die vierte Folge der zweiten Staffel «Die Deutschen» lockte im ZDF hingegen die Jungen an: Im Schnitt verfolgten nicht nur 3,91 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und 11,8 Prozent aller Fernsehenden die Sendung, sondern auch erfreuliche 7,7 Prozent der Werberelevanten. Das Magazin «Frontal 21» profitierte im Anschluss davon und holte neben 3,21 Millionen Zuschauern und 9,6 Prozent Marktanteil auch 5,8 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum. ProSieben brillierte am Dienstagabend wie eh und je mit seinen Comedyserien: Zwei Folgen der «Simpsons» unterhielten im Schnitt 2,14 Millionen bzw. 2,41 Millionen Zuschauer und gute 13,5 bzw. sehr gute 14,9 Prozent der wichtigen Zielgruppe, bevor zwei Folgen «Two and a Half Men» durchschnittlich 2,56 Millionen bzw. 2,59 Millionen Zuschauer und tolle 15,3 bzw. 16,1 Prozent der werberelevanten Bevölkerung zum Münchener Sender lockte.

Schwesternsender Sat.1 musste ebenfalls nicht am Quotentüchlein nagen: Die Liebeskomödie «Das Zimmermädchen und der Millionär» interessierte durchschnittlich 3,23 Millionen Zuschauer und erzielte gute elf Prozent Zielgruppenmarktanteil. Wie auch schon in der Vorwoche überzeugte RTL II mit seiner Bausendung «Zuhause im Glück», die nach langer Durststrecke endlich wieder an bekannte Quoten anknüpft. Im Schnitt sahen 1,77 Millionen Deutsche zu; der Marktanteil beim jungen Publikum lag bei guten 6,9 Prozent. Weniger erfolgreich war VOX mit dem Spielfilm «Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen», der durchschnittlich 1,25 Millionen Zuschauer und befriedigende, aber nicht übermäßig gute 6,4 Prozent der werberelevanten Bevölkerung erreichte. «Jumbos Würstchenmillionär» auf kabel eins baute im Vergleich zur Vorwoche erneut ab und unterhielt durchschnittlich 0,82 Millionen Zuschauer und vier Prozent der wichtigen Zielgruppe.
24.11.2010 09:47 Uhr  •  Jakob Bokelmann Kurz-URL: qmde.de/46014