Primetime-Check: Donnerstag, 28. Oktober 2010

Wie erfolgreich war «Indiana Jones» in Sat.1? Wie viele Menschen schauten «Popstars» auf ProSieben? Wie lief «Wie ernährt sich Deutschland?» im Ersten?

Den Tagessieg in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen durfte am Donnerstagabend Sat.1 beanspruchen. Der Bällchensender zeigte ab 20:15 Uhr die Free-TV-Premiere von «Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels». Insgesamt konnten sich 4,86 Millionen Zuschauer bei 16,1 Prozent Marktanteil für den Abenteuerfilm begeistern. Beim jungen Publikum wurden phantastische 3,04 Millionen Zuschauer bei 23,8 Prozent Marktanteil erreicht. Etwas schlechter als letzte Woche war ProSieben mit seinen «Popstars». Die Castingshow wollten im Schnitt 2,43 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 7,7 Prozent sehen. In der für ProSieben wichtigen Zielgruppe kamen 1,94 Millionen zustande, was 14,8 Prozent Marktanteil entsprach. «red!» konnte im Anschluss um 22:20 Uhr noch 1,71 Millionen Menschen bei 8 Prozent halten, in der Zielgruppe fiel der Marktanteil bei 1,26 Millionen jungen Zuschauern auf 12,9 Prozent.

Im Ersten erreichte Ranga Yogeshwars neue Show «Wie ernährt sich Deutschland?» durchschnittlich 5,69 Millionen Zuschauer bei 17,8 Prozent aller fernsehenden Deutschen, und stellte damit den Reichweitensieger des Abends dar. Beim werberelevanten Publikum erreichte die Show 1,20 Millionen und 9,0 Prozent Marktanteil. Mit 6,8 Prozent Zielgruppenmarktanteil deutlich schlechter präsentierte sich anschließend «Kontraste», das durchschnittlich noch 4,20 Millionen Zuschauer und 15,5 Prozent aller Zuschauer interessierte. Durchschnittlich verlief der Abend für das ZDF: «Die Bergwacht» erreichte insgesamt 3,60 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 11 Prozent. Bei den Jüngeren lief es allerdings erneut schlecht, denn es schalteten lediglich 0,40 Millionen in der Zielgruppe ein, was nur für einen miesen Marktanteil von 3 Prozent reichte. Die «ZDF.reporter» erreichten um 21:15 Uhr insgesamt 2,33 Millionen Zuschauer und holten bei den Werberelevanten 3,7 Prozent.

Der RTL-Serienabend hatte gestern spürbar mit starker Konkurrenz zu kämpfen. Im Schnitt interessierten sich 3,72 Millionen Zuschauer und 11,6 Prozent aller fernsehenden Deutschen für die zweite Folge der zweiten Staffel von «Lasko - Die Faust Gottes». In der werberelevanten Bevölkerung generierte der Sender mit 1,82 Millionen mäßige 14 Prozent Marktanteil. Zufriedenstellend lief es anschließend mit «Bones - Die Knochenjäger», die 3,74 Millionen Zuschauer holen konnten und auf den Marktanteil bei den Werberelevanten auf 16 Prozent steigern konnten. Noch stärker war die Krimiserie «CSI – Den Tätern auf der Spur», welche um 22:15 Uhr 3,14 Millionen Leute anlockte. In der Zielgruppe wurden tolle 17,9 Prozent Marktanteil erzielt. Keinen Grund zur Freude gibt es für RTL II: Mit der US-Serie «Law & Order: New York» konnten lediglich 1,14 Millionen Zuschauer erreicht werden, was 3,6 Prozent Marktanteil entsprach. Bei den Werberelevanten konnten ebenfalls nur miese 4,8 Prozent Marktanteil erreicht werden, die Reichweite lag bei 0,62 Millionen. «Frauentausch» machte es kaum besser und konnte im Anschluss mit dem "Aschenputtel-Experiment" insgesamt 1,11 Millionen Zuschauer und 4,2 Prozent Marktanteil holen. In der Zielgruppe waren 0,67 Millionen dabei, was für 5,8 Prozent Marktanteil reichte.

Stark präsentierte sich am Donnerstagabend auch VOX. Die US-Komödie «Dr. Dolittle» startete mit durchschnittlich 1,76 Millionen Zuschauern in den Abend und erzielte einen Marktanteil von 8,8 Prozent bei den Werberelevanten; beim «Mercury Puzzle» blieben noch 1,40 Millionen Zuschauer dran und der Marktanteil betrug in der Zielgruppe tolle 9,6 Prozent. Unerfreulich verlief der Donnerstag erneut für kabel eins mit seinem neuen Serienabend: Der kleine Sender unterhielt zunächst mit einer Doppelfolge von «The Forgotten» durchschnittlich 0,78 bzw. 0,72 Millionen Zuschauer und 2,4 bzw. 2,3 Prozent der Bevölkerung. In der Zielgruppe fiel der Marktanteil mit 0,52 bzw. 0,46 Millionen Zuschauern und 4,0 bzw. 3,4 Prozent desaströs aus. «Numb3rs» erreichte im Anschluss gar nur 0,50 Millionen Zuschauer und senkte den Zielgruppenmarktanteil noch auf 2,8 Prozent.
29.10.2010 09:33 Uhr  •  Glenn Riedmeier Kurz-URL: qmde.de/45498