Bundesliga: Bietet ESPN mehr als Premiere?

Premiere muss einem Bericht zufolge offenbar doch stärker um die Bundesliga-Rechte zittern als gedacht: Angeblich meint es der Sportsender ESPN ernst.

Logo: PremiereDer Kampf um die Bundesliga-Rechte ist einmal mehr sehr spannend: Schon am Freitag sollen die Profi-Clubs darüber informiert werden, welche Sender den Zuschlag für die kommenden drei Spielzeiten erhalten haben.

Eine Überraschung wird dabei wohl nicht ausgeschlossen, denn einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" zufolge ist es nicht sicher, ob Premiere die Pay-TV-Rechte behalten wird. Der zur Disney-Gruppe gehördende Sender ESPN hat demnach ein besseres Angebot vorgelegt als der Platzhirsch unter den Bezahlsendern, der momentan allerdings in wirtschaftlichen Problemen steckt und die Finanzierung der Bundesliga erst noch sicherstellen müsste.




Denkbar wäre laut "Hamburger Abendblatt" aber auch, dass ESPN die Bundesliga-Spiele über einen Premiere-Kanal ausstrahlt - die Abonennten von Premiere müssten für diesen Fall immerhin keinen neuen Receiver kaufen. Doch ob die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nach dem arena-Desaster tatsächlich noch einmal das Risiko eingeht und einem weitgehend unbekannten Bewerber die Rechte übergibt, ist noch unklar.

Ohnehin überrascht die "Abendblatt"-Meldung, hieß es in einem Bericht des "Handelsblatts" am Montag noch, dass ESPN überhaupt nicht an Live-Rechten interessiert sei. Klärung dürfte es daher wohl erst am Freitag geben.
25.11.2008 10:10 Uhr  •  Alexander Krei  •  Quelle: Hamburger Abendblatt Kurz-URL: qmde.de/31166