Der Fernsehfriedhof: «Die Supergärtner»

Quotenmeter.de erinnert an all die Fernsehformate, die längst im Schleier der Vergessenheit untergegangen sind. Folge 6: Das absurdeste Doku-Paar aller Zeiten.

Liebe Fernsehgemeinde, heute gedenken wir des wahrscheinlich skurrilsten Moderationspaars eines Reality-Formats der deutschen Fernsehgeschichte.

«Die Supergärtner» wurde am 03. Mai 2004 bei ProSieben geboren und wirkte so, als sei die Ursache für die Produktion eine verlorene Wette gewesen. In dem sogenannten Servicetainment-Magazin traten ein Männer- und ein Frauen-Team gegeneinander an, um in fünf Wochen mit einem Budget von 15.000 Euro aus zwei verwilderten Grundstücken den schönsten Garten Deutschlands entstehen zu lassen.

Bei der Wahl der Moderatoren schienen die Verantwortlichen das gemähte Gras selbst geraucht zu haben, denn anders lässt sich nicht erklären, dass eine Garten-Doku ausgerechnet von Tanzlehrer Detlef D! Soost und Society-Girl Ariane Sommer moderiert wurde. Im kurzen Sommerkleidchen stolzierte die Diplomatentochter über das aufgewühlte Erdreich und blieb mit ihren High-Heels regelmäßig im Dreck hängen, während der Tanzchoreograph seine weiblichen Schützlinge in bekannter Manier fortwährend anschrie. Die katastrophale Besetzung machte die tägliche Vorabenddoku zu einer Belastungsprobe für jeden ProSieben-Zuschauer.

«Die Supergärtner» wurde am 04. Juni 2004 beerdigt und erreichte ein Alter von 23 Folgen. Die Show hinterließ das ehemalige Promi-Gesicht Ariane Sommer, die sich später selbst als Autorin und TV-Personality bezeichnete, sowie den Tanzlehrer Detlef D! Soost, der nach dem Ende der Show unter anderem «Super Illu TV» für den MDR moderierte.

Möge die Menschheit nie wieder an diesen Käse denken.

Die nächste Ausgabe des Fernsehfriedhofs widmet sich einem Promi-Quiz ohne Promis.
16.10.2008 08:35 Uhr  •  Christian Richter Kurz-URL: qmde.de/30392