Sat.1 und ProSieben unterbieten sich gegenseitig

Nicht nur wenn Deutschland bei der FIFA WM spielt, haben alle anderen Sender das Nachsehen. Auch bei allen anderen Begegnungen scheint die Konkurrenz keine Chance zu haben. Diese Erfahrung mussten ProSieben und Sat.1 am Samstag machen.

So konnte ProSieben zur besten Sendezeit mit der US-Liebeskomödie «Während du schliefst» gerade mal 1,25 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zum Einschalten bewegen, was für einen mageren Marktanteil von nur 5,3 Prozent beim Gesamtpublikum reichte. Die Kollegen von Sat.1 konnte dies sogar noch unterbieten: Die Satire «Dr. T and the Women» begeisterte zur gleichen Zeit gar nur 1,21 Millionen Zuschauer. Hier lag der Marktanteil bei 5,1 Prozent.




In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen hatten die Berliner ebenfalls das Nachsehen: Der US-Film mit Richard Gere in der Hauptrolle kam mit 0,66 Millionen Zuschauer dieser Altersklasse auf einen schlechten Marktanteil von 7,3 Prozent. ProSieben schnitt mit 0,80 Millionen jungen Zuschauern und 8,9 Prozent Marktanteil zwar etwas besser ab; wirklich glücklich wird man jedoch kaum sein.

Dafür sah es um 22:20 Uhr für «Anaconda» ein wenig besser aus: In der sogenannten Zielgruppe erzielte der US-Horrorfilm aus dem Jahr 1997 mit exakt einer Million junger Zuschauer einen Marktanteil von immerhin 11,5 Prozent. Insgesamt wollten 1,40 Millionen Menschen den Film mit Jennifer Lopez sehen. Hier wurde ein Marktanteil von 7,3 Prozent gemessen. Der „Höhepunkt“ des Abends lief jedoch erst um Mitternacht: Mit dem weitgehend unbekannten US-Thriller «Hexen für die Schule des Satans» kam ProSieben auf überraschend starke 14,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

Für die Kollegen vom ZDF sah es dagegen schon um 20:15 Uhr recht gut aus: Die Wiederholung des «Wilsberg»-Krimis mit dem Titel „Der Minister und das Mädchen“ kam zur besten Sendezeit trotz Fußball auf 4,38 Millionen Zuschauer und einen damit verbundenen Marktanteil von 18,9 Prozent beim Gesamtpublikum. Selbst bei den Jungen sah es mit 0,84 Millionen Zuschauern und 9,9 Prozent Marktanteil gut aus.

Doch die Tageswerte fielen nicht wirklich überzeugend aus: Nur 5,3 Prozent Marktanteil erreichte das ZDF nach den rekordverdächtigen Vortagswerten am Samstag. Insgesamt landete man mit 10,1 Prozent Marktanteil auf Rang zwei hinter dem Ersten. Auch Sat.1 und ProSieben spielten kaum eine Rolle: ProSieben erreichte Marktanteile von 5,6 Prozent beziehungsweise 9,4 Prozent; Sat.1 musste sich mit 7,2 Prozent und 7,8 Prozent Marktanteil begnügen.

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11.06.2006 09:13 Uhr  •  Alexander Krei Kurz-URL: qmde.de/14909