Die Primetime läuft: Sozialdokus rocken bei RTLZWEI

Dafür hatte der Münchner Sender am Nachmittag arge Probleme. Erst ab 18 Uhr stiegen die Quoten.

Eigentlich könnte sich der in München ansässige Fernsehsender RTLZWEI ziemlich freuen. Die Dienstags-Primetime lief wie geschnitten Brot. Ab 20.15 Uhr punktete der Kanal mit «Armes Deutschland – Stempeln oder Abrackern?», das auf gute 7,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kam und die Sendernorm somit klar überbot. 1,01 Millionen Zuschauer ab drei Jahren schalteten ein. Zwei Stunden später ließ «Hartz und herzlich» die Werte sogar noch steigen. Bei den Umworbenen waren dann 8,6 Prozent Marktanteil möglich, 0,84 Millionen Menschen ab drei Jahren interessierten sich am späteren Abend über die Geschichten aus den Plattenbauten.

Nachts, ab kurz nach Mitternacht, holte die US-True-Crime-Serie «Autopsie – Mysteriöse Todesfälle» zudem noch wunderbare 7,1 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten. Doch es war eben nicht alles Gold, was glänzt. Der Tagesmarktanteil des Senders lag bei guten sechs Prozent und somit höher als sonst. Aber im Tagesprogramm gab es durchaus einige Baustellen.

Nur auf 0,9 Prozent Marktanteil kamen die «RTLZWEI News» um kurz nach 17 Uhr, eine «Love Island»-Wiederholung ab 16.15 Uhr floppte mit 1,6 Prozent und auch die um 17.15 Uhr gestartete Wiederholung von «Krass Schule» machte mit 2,7 Prozent bei den Werberelevanten keine gute Figur. Die Schulgeschichten interessierten am Dienstag nur rund 140.000 Menschen. Die Quoten des Senders bei den 14- bis 49-Jährigen stiegen erst ab kurz nach 18 Uhr wieder, als die filmpool-Soaps «Köln 50667» und «Berlin – Tag & Nacht» auf recht gute 7,4 und 7,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kamen.
01.07.2020 09:08 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/119483