Quotencheck

«neoParadise»

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Wie liefen die Folgen vor dem Abschied von Null-Komma-Marktanteilen und der Rückkehr ins Privatfernsehen?

«neoParadise» ist tot, lang lebe «neoParadise»! – beziehungsweise «Circus Halligalli», wie die Nachfolgesendung des Trash-Formats getauft wurde. Ab dem 25. Februar läuft auf ProSieben, was sich wohl am Treffendsten als Entzugsprogramm für Freizeitintellektuelle umschreiben ließe. Am Donnerstag, den 24. Januar, blödelten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ein letztes Mal im öffentlich-rechtlichen Spartenprogramm ZDFneo, nachdem sie seit Herbst 2011 etwas mehr als ein Jahr über die Bühne gebracht hatten. Dass die Sendung nie der erhoffte Garant für Traumquoten wurde, ist bekannt, doch reicht es in der Bilanz wenigstens für einen versöhnlichen Abschied?

Zum Auftakt der dritten Staffel am 13. September schalteten 0,07 Millionen und 0,3 Prozent insgesamt ZDFneo ein, dabei wurde «neoParadise» von 0,05 Millionen und 0,5 Prozent der jungen Zuschauer verfolgt. Damit lag die Sendung knapp unter dem Schnitt des Spartenkanals, wobei die zwei folgenden Ausstrahlungen diese kleine Enttäuschung noch unterboten. So wurden am 20. September nur 0,03 Millionen und 0,1 Prozent beim Gesamtpublikum gemessen, aus den Reihen der 14- bis 49-Jährigen schalteten nur magere 0,02 Millionen und 0,2 Prozent ein.

Sehr gute Werte fuhr das Format hingegen am 4. Oktober ein. Bei den Zuschauern ab drei Jahren wurden 0,11 Millionen und 0,5 Prozent gemessen, bei den Jungen generierten 0,08 Millionen sehr gute 0,9 Prozent Marktanteil. Hintergrund des Erfolgs war der Auftritt des Schauspielers Dirk Bach, der einige Tage vor seinem Tod am 1. Oktober Teil der gezeigten Aufzeichnung gewesen war. Es handelte sich dabei um seinen letzten Fernsehauftritt, entsprechend gestaltete sich das Medieninteresse an «neoParadise».

Auch in der darauffolgenden Woche erreichte die Sendung gute Einschaltquoten, als 0,08 Millionen und 0,4 Prozent insgesamt vor die Mattscheiben gelockt wurden. Bei den 14- bis 49-Jährigen generierten 0,06 Millionen gute 0,7 Prozent. Am 25. Oktober rutschte «neoParadise» in ein kleines Tief, als nur noch 0,03 Millionen und 0,1 Prozent aus dem Gesamtpublikum sowie 0,02 Millionen und 0,2 Prozent der Jungen den Weg zum Sender fanden. In den Folgewochen bis Weihnachten stabilisierten sich die Einschaltquoten bei allen Fernsehenden im Bereich von 0,2 bis 0,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurde stets ein Zuschauerinteresse zwischen 0,4 und 0,5 Prozent ermittelt.

Nachdem am 13. Dezember 0,08 Millionen und 0,4 Prozent der Fernsehenden ab drei Jahren zugeschaltet hatten, darunter 0,04 Millionen und 0,5 Prozent Junge, sorgte das Weltuntergangs-Spezial in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember für sehr gute Werte in der jungen Zielgruppe des Senders. 0,03 Millionen und 0,7 Prozent Interessierte zwischen 14- bis 49-Jahren warteten mit Joko und Klaas vergebens auf die Apokalypse. Insgesamt saßen zu diesem Zeitpunkt 0,04 Millionen und 0,5 Prozent vor ZDFneo. Die besten Werte der Staffel erzielte die Ausstrahlung am 10. Januar, die von 0,11 Millionen und 0,5 Prozent aus dem Gesamtpublikum verfolgt wurde und hervorragende 0,09 Millionen und 0,9 Prozent aus der jungen Zuschauergruppe anlockte. Zum Abschied am 24. Januar fanden sich nur 0,07 Millionen und 0,3 Prozent insgesamt ein, davon waren 0,04 Millionen und 0,4 Prozent zwischen 14- und 49-Jahren.

Im Durchschnitt erreichten die 19 Folgen der dritten Staffel ein Gesamtpublikum von 0,06 Millionen Menschen, die 0,3 Prozent generierten. Erwartungsgemäß stammte ein Großteil der Fernsehenden aus dem Bereich der 14- bis 49-Jährigen, die 0,04 Millionen ausmachten und damit für einen Marktanteil von 0,5 Prozent sorgten. Mit Blick auf den Senderschnitt von ZDFneo, der in beiden Zuschauergruppe bei 0,5 Prozent liegt, bleibt zu konstatieren, dass «neoParadise» die Erwartungen in den vergangenen Monaten kaum erfüllen konnte. Dass das Format nie zum Zuschauermagneten wurde, dürfte die Verantwortlichen des Senders wenigstens ein klein wenig über den Weggang hinwegtrösten, auch wenn deren Bekundungen, die Sendung nur ungern zu verlieren, für Freunde innovativer Programmgestaltung glaubhaft klingen.

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