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Handball-WM macht nur Das Erste glücklich

Das erste Duell der deutschen Jungs gegen Brasilien holte im Ersten überdurchschnittliche Werte. Für Sport1 war mit dem Handball am Abend hingegen nichts zu holen.

Der Handball steckt in Deutschland schon seit mehreren Jahren in einer kleinen Krise: Nachdem die deutschen Handballer 2007 unter Heiner Brand noch den Weltmeister-Titel eingefahren hatten, ging es in den vergangenen Jahren stetig bergab. Für die WM 2013 in Spanien krempelte der Nachfolger Brands, Bundestrainer Heuberger, die Mannschaft kräftig und entschied sich dazu, vielen neuen Gesichtern eine Chance zu geben. Diese Taktik schien zumindest im ersten Spiel gegen Brasilien aufgegangen zu sein, die deutschen Jungs besiegten die Gegner aus Südamerika locker mit 33:23. Genauso überragend wie das Endergebnis sind aber auch die Quoten, die Das Erste mit der Übertragung erreichte.

Insgesamt 3,53 Millionen Bundesbürger, exakt eine Million davon im Alter zwischen 14 und 49 Jahren, führten ab 16 Uhr zu einem Marktanteil von weit überdurchschnittlichen 19,4 Prozent. Besonders gut lief es wie auch in den letzten Jahren beim jungen Publikum, von dem 15,2 Prozent der Partie beiwohnten. Damit lag die Übertragung auf Vorjahresniveau, das erste Spiel mit deutscher Beteiligung während der EM 2011 sahen damals 3,61 Millionen Menschen ab drei Jahren, die Quote belief sich allerdings auf schwächere 14,2 Prozent insgesamt. Aber das war längst nicht alles, was das deutsche Fernsehen am Samstag zum Thema Handball-WM zu bieten hatte – zwei weitere Spiele zeigte am Abend nämlich Sport1.

Zunächst strahlte der kleine Sportsender die Begegnung zwischen Polen und Weißrussland aus, die die polnische Mannschaft mit Trainer Michael Biegler für sich entschied. Das Interesse der deutschen Fans hielt sich allerdings in Grenzen: So kam das Duell ab 20.30 Uhr auf schwache 0,15 Millionen Zuschauer - lediglich 0,03 Millionen waren davon werberelevant. Daraus ergaben sich schwache Marktanteile von 0,4 Prozent bei allen und 0,2 Prozent bei den Umworbenen. Zum Vergleich: Der Senderschnitt von Sport1 liegt mit jeweils 0,8 Prozent in beiden Altersklassen jeweils erheblich höher. Leicht zulegen konnte ab 22 Uhr die Live-Übertragung, die das Spiel zwischen Frankreich und Tunesien thematisierte. Sie sprach 0,21 Millionen Interessenten an.

0,05 Millionen Freunde des Handballs zwischen 14 und 49 Jahren konnte Sport1 generieren. Während der Marktanteil insgesamt mit 0,7 Prozent auf recht ordentlichem Niveau lag, wollte sich das junge Publikum noch immer nicht begeistern lassen: Mit nur 0,4 Prozent verfehlte auch die zweite Übertragung des Abends den Senderschnitt deutlich.

13.01.2013 10:15 Uhr  •  David Grzeschik Kurz-URL: qmde.de/61451

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