SV Lohhof gegen SSV Dillingen – ein normales Freundschaftsspiel in der Kreisliga? Normal? Die Akteure staunten nicht schlecht, als das Sky Sport-Team auftauchte und eine professionelle TV-Übertragung realisierte. Quotenmeter.de war beim Flashmob hautnah mit dabei. Plus Video!
Samstag, 16.35 Uhr: Scharen von Fußballfans in rot und blau stehen vor einem Stadion in München. Nicht etwa in Fröttmaning, vor der Münchner Allianz Arena, sondern in Lohhof im Norden der Stadt. Der SV Lohhof, ein Verein mit ruhmreicher Vergangenheit, bereitet sich dort derzeit auf die neue Kreisliga-Saison vor. Erwartet werden für ein Testspiel die Mannschaft des SSV Dillingen – und 20 oder 30 Zuschauer. Denken zumindest die Spieler. Sie wissen nicht, dass sich nur einen Steinwurf entfernt auf dem Volksfestplatz rund 600 Statisten und die Sky-Fußballredaktion auf den ersten Flashmob des Senders vorbereiten.
Die Vorbereitung sei für ihn umfangreicher gewesen als die auf ein Bundesligaspiel. Im Oberhaus stehen dem TV-Mann mehr Informationen zur Verfügung. Im Vorfeld konnte er nur mit den beiden Spielertrainern (die in die Pläne eingeweiht waren) sprechen. „Sie haben sich sehr bemüht und mir bis zuletzt SMS über Änderungen geschickt“, sagt Dittmann. Als Moderator der Sky-Übertragung ist Michael Leopold geplant – auch er berichtet von seinen Vorbereitungen. „Ich kenne die Spielertrainer – einer ist Torwart, der andere Verteidiger. Das muss reichen“, lacht der von allen nur „Leo“ genannte Journalist.
Wenige Momente später fällt der Startschuss – Michael Leopold, seine Crew und langsam auch die 600 Statisten nehmen ihre Position ein. Für den Aufbau bleiben nur knapp 30 Minuten Zeit. Stress für die Techniker, die bei einem normalen Bundesligaspiel rund drei Stunden brauchen, bis alles steht. Der Aufwand ist enorm: Im kleinen Stadion bereitet Sky alles genauso vor wie für ein normales Liga-Spiel. Die Zeit drängt, die Spieler warten in den Kabinen. Markus Merk selbst ist es, der sie dann mit dem Anpfiff aus den Katakomben überrascht. Und das ist gelungen. „Sie waren wirklich erstaunt und wussten nicht, was mit ihnen passiert“, berichtet der ehemalige FIFA-Schiedsrichter während der ersten Halbzeit. Verblüffte Gesichter auch, als die zahlreichen Statisten als Fans verkleidet ins Stadion stürmen und mit Trommeln und anderen Utensilien für Lärm sorgen.
Und auch auf Seiten von Sky ist man glücklich: Es hätte nicht besser laufen können, die Kameras waren stets dort, wo sie sein sollten, lobt die Aufnahmeleiterin. Und auch Kai Dittmann zeigte sich nach seinem Live-Kommentar angetan vom Gesehenen. „Ich bin total begeistert. Es ist klar, dass in der Kreisliga der Ball mal eher verspringt. Aber zu sehen, wie ambitioniert selbst in der Kreisliga versucht wird, die taktische Vorgabe des Trainers einzuhalten, ist wirklich beeindruckend.“ Der Kommentar sei Dittmann nicht schwerer gefallen als bei manchem Spiel in der Bundesliga, grinst er. „Da gibt es auch einmal ein 0:0 – und heute haben wir vier, zum Teil richtig schöne Tore gesehen“, sagt er und begibt sich runter auf das Spielfeld, um das Lob direkt an die Akteure weiterzuleiten.
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