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«Touch»

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Nach einem guten Start ging es schnell deutlich bergab für die neue ProSieben-Serie.

Eine Mystery-Serie, die von «Heroes»-Schöpfer Tim King kreiert wird und in der «24»-Star Kiefer Sutherland die Hauptrolle spielt, klingt zunächst einmal überaus vielversprechend - vor allem für den Mystery-Montag auf ProSieben. Doch viel zu schnell stellte sich das Format «Touch» als großer Ladenhüter heraus und ging nach einem erfolgreichen Start komplett unter. Nach sieben Ausstrahlungen zog man deshalb die Reißleine und versendete die restlichen fünf Episoden nach Mitternacht. Doch selbst nach 0 Uhr verfehlte man stets deutlich die Zweistelligkeit.

Dabei lief es für die Auftaktfolge wie eingangs erwähnt gar nicht mal schlecht, am 27. Februar sahen ab 22 Uhr durchschnittlich 1,91 Millionen Menschen zu, womit ein starker Marktanteil von 7,7 Prozent erreicht wurde. Auch beim werberelevanten Publikum lief es mit 12,9 Prozent bei 1,33 Millionen erfolgreich. Bereits sehr zweifelhaft war die Entscheidung des Münchener Senders, im Anschluss daran zunächst einmal drei Wochen zu pausieren, bevor man sein Publikum endlich die zweite Ausgabe präsentierte. Ende März stieg die Reichweite trotzdem noch leicht auf 2,10 Millionen, allerdings ging "Der blaue Planet" auch eine knappe Stunde früher auf Sendung als zuvor. Dementsprechend fiel bereits hier der Marktanteil auf nur noch 6,5 Prozent, bei den Jüngeren führten 1,51 Millionen zu 11,6 Prozent.

Doch als richtig übel war erst die Entwicklung im April zu bezeichnen, denn hier verlor man fast wöchentlich weiter an Zuspruch. Zunächst kam man noch auf 1,63 Millionen Zuschauer und 5,1 Prozent Marktanteil, eine Woche später waren bereits nur noch 4,3 Prozent bei 1,37 Millionen zu holen. Bei den 14- bis 49-Jährigen zeigte die Formkurve auch sehr eindeutig nach unten, denn obgleich bereits die dritte Episode mit 1,16 Millionen und 9,3 Prozent viel zu schwach abschnitt, verlor man anschließend noch einmal rund 180.000 Zuschauer und kam nur noch auf 7,7 Prozent. Nach einer kurzen Erholung mit 4,5 und weiterhin 7,7 Prozent bei 1,44 Millionen Menschen wurde mit der letzten Folge des Monats der absolute Tiefpunkt erreicht: Insgesamt sahen nur noch 1,01 Millionen zu, die Marktanteile betrugen desaströse 3,7 und 7,0 Prozent.

Trotzdem gab es für die US-Serie noch eine siebte und letzte Chance, endlich wieder auf einigermaßen akzeptable Werte zu kommen. Diese verspielten Sutherland und Co. allerdings am 7. Mai, denn auch hier reichten 1,35 Millionen gerade einmal für 4,4 Prozent. Beim Zielpublikum sah es mit 0,96 Millionen und 7,7 Prozent kaum besser aus. Deshalb ging man eine Woche später erst nach «TV Total» auf Sendung, also tatsächlich nach Mitternacht. Die Strafversetzung führte allerdings bestenfalls beim Gesamtpublikum zur Rehabilitierung, denn aus 0,47 Millionen folgten durchaus ansehnliche 6,4 Prozent. Das junge Publikum bestrafte die Programmverantwortlichen jedoch weiterhin mit Desinteresse, nur 8,6 Prozent waren bei 0,31 Millionen Serienfans zu holen.

Besser wurde dies in der zweiten Maihälfte keineswegs, im Gegenteil: Die neunte Folge sahen nur noch 0,34 Millionen Konsumenten, die zehnte stürzte sogar noch weiter auf 0,26 Millionen ab. Insgesamt lagen die Marktanteile bei 5,2 und 4,2 Prozent, beim Zielpublikum wurden sogar die Staffeltiefpunkte mit 6,6 und 6,5 Prozent markiert. Da half es auch kaum, dass das zweiteilige Staffelfinale "Wirbel" doch wieder etwas mehr Interesse hervorrief. Der erste Teil kam auf 0,36 Millionen Zuschauer und 6,3 Prozent Marktanteil, eine Woche später führten 0,37 Millionen zu 6,5 Prozent. Bei den Werberelevanten wurden jeweils 8,8 Prozent Marktanteil eingefahren – ebenfalls kein berauschender Wert.

Im Durchschnitt wollten 1,05 Millionen Menschen die Folgen der ersten Staffel verfolgen, was dem Privatsender einen Marktanteil von 5,4 Prozent einbrachte. Während die Reichweite aufgrund vieler unterschiedlicher Sendezeiten nur bedingt aussagekräftig ist, kann man den erzielten Marktanteil durchaus als überwiegend schwach bezeichnen. Immerhin kam ProSieben im vergangenen Sendejahr auf durchschnittlich 6,2 Prozent aller Fernsehenden. Wesentlich schlimmer war jedoch das Abschneiden in der besonders wichtigen werberelevanten Zielgruppe, wo aus 0,74 Millionen gerade einmal 8,6 Prozent resultierten. Hier fehlten über drei Prozentpunkte zum Senderschnitt, der zuletzt bei 11,8 Prozent lag.

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