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«Familien-Fälle» legt richtig starken Start hin

Die neue Scripted Reality von Sat.1 tat um 15.00 Uhr nicht nur RTL mit seinen «Verdachtsfällen» weh, auch die «Shopping Queen» von VOX hatte Probleme.

Operation geglückt – das ist zumindest das Quotenurteil nach Sendetag eins der Sat.1-Scripted Reality «Familien-Fälle». Zum Start hatte der Münchner Sender einen speziellen Plan. Es lief eine Doppelfolge ab 14.00 Uhr. Weil RTL ab 15.00 Uhr ebenfalls auf dieses Genre setzt und mit «Verdachtsfälle» richtig hohe Quoten holt, sollten die Zuschauer bestenfalls schon vorher ihren Weg zu Sat.1 finden. Anstelle von «Zwei bei Kallwass» lief also ab 14.00 Uhr schon eine erste Folge des neuen Nachmittags-Programms: 1,78 Millionen Menschen ab drei Jahren schalteten ein und bescherten dem Bällchensender genau 18 Prozent Marktanteil bei allen. In der Zielgruppe kam die Premiere auf 12,3 Prozent Marktanteil.

Die Quoten stiegen aber im Verlauf der Ausstrahlung deutlich: Die 15.00 Uhr-Folge kam auf richtig gute 17,6 Prozent Marktanteil bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren. Gegenüber der am Freitag zu Ende gegangenen Sendung «Richterin Barbara Salesch», die zuletzt oft nur einstellige Werte holte, war dies ein enormes Plus. Die Courtshow holte im Januar 2010 einen höheren Zielgruppen-Marktanteil. Der ab 16.00 Uhr gezeigte Fall von «Richter Alexander Hold» kam auf 12,5 Prozent bei den Umworbenen – lag also ebenfalls im grünen Bereich. Bei allen hatten die «Familien-Fälle» 2,26 Millionen Zuschauer nach 15.00 Uhr, Hold kam auf 2,55 Millionen.

Der Neustart von Sat.1 tat unter anderem RTL richtig weh. Die dort gezeigten «Verdachtsfälle» kamen am Montag bei den Umworbenen nicht über 20,8 Prozent Marktanteil hinaus. Das ist immer noch ein starker Wert, verglichen aber mit «Familien im Brennpunkt», das um 16.00 Uhr begann und somit keine Scripted Reality-Konkurrenz hatte, kein ganz starker: «Familien im Brennpunkt» erreichte im Schnitt nämlich 26,3 Prozent. Bei allen schalteten 1,78 Millionen Menschen ab drei Jahren ein.

Auch VOX spürte den Start von «Familien-Fälle» deutlich: Zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr punktete eine neue Folge der Scripted Reality «Verklag‘ mich doch!» zwar noch mit 0,77 Millionen Zuschauern insgesamt und 9,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Danach aber lief der Auftakt zu weiteren Folgen von «Shopping Queen» ungewohnt schwach: Mehr als 4,4 Prozent in der Zielgruppe waren nicht drin. Die bisherigen Ausstrahlungen Anfang 2012 erreichten in aller Regel klar bessere Werte.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
17.04.2012 09:16 Uhr  •  Manuel Weis Kurz-URL: qmde.de/56163

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