«Kneipenquiz»: Raterunde mit wenig Promille

Erfrischend, unaufdringlich, schnell weg getrunken: Das «Kneipenquiz» auf ZDFneo.

Das Pubquiz ist eine in Großbritannien weit verbreitete Tradition: Wöchentlich treffen sich Pubgänger zu einer Quizrunde, in der zwei Tisch-Teams im Allgemeinwissensduell gegeneinander antreten. Hierzulande sind solche Aktionen bislang weniger verbreitet, trotzdem erfreuen sie sich ausreichender Beliebtheit, um ins Fernsehen gehievt zu werden: Der vor allem als «Dittsche»-Imbisswirt Ingo bekannte Musiker und Schauspieler Jon Flemming Olsen präsentiert ab dem 16. April montags bis freitags auf ZDFneo zunächst 40 Folgen des neuen Formats «Kneipenquiz», welches exakt das bietet, was der Titel verspricht. Nicht mehr, und nicht weniger.

Das Alleinstellungsmerkmal des halbstündigen «Kneipenquiz» ist der Schauplatz der fröhlichen Fragerunde: Sie findet nicht etwa in einem Fernsehstudio statt, wo eine künstliche Kneipenkulisse aufgebaut wurde, sondern in einer waschechten, charmanten Kneipe. Ein in die Jahre gekommener, auf der Theke geparkter Röhrenfernseher dient als Punkte-Display, Tischglocken dienen als Buzzer und sowohl die Kneipengäste, als auch die Kandidaten können während der Sendung Getränke bestellen. Außerdem mischt sich regelmäßig der bärige Wirt Volker Ebert ein. So kommentiert er ab und an Jon Flemming Olsens bodenständig-sympathische, manchmal aber etwas zu weit nach einem Kneipen-Wortwitz greifende Moderation, läutet mit einer rostigen Glocke die einzelnen Spielrunden ein und übernimmt in der dritten Spielrunde auch selbst das Ruder.

Bevor Ebert eingreift, geht es in der ersten Spielrunde um Allgemeinwissen sowie eine schnelle Buzzer-Hand: Jon Flemming Olsen stellt den Teams mehrere Multiple-Choice-Fragen, die meistens einen Bezug zur Kneipenthematik der Sendung haben. Das Niveau der Fragen ist eher locker-leicht bis minimal herausfordernd, was zusammen mit dem Sendungsschauplatz und dem sympathischen On-Air-Design das Flair einer Spielrunde unter Freunden ausstrahlt. Zugleich lässt es die Sendung aber auch eher gehaltsarm wirken.

In der zweiten Runde bekommt jedes der Teams einen kurzen Einspieler gezeigt, daraufhin müssen sie ihr Gedächtnis unter Beweis stellen, indem sie inhaltliche Fragen beantworten. Die dritte und vierte Runde brechen dann etwas stärker aus dem üblichen Schema täglicher Quizshows aus: Zunächst experimentiert Wirt Volker mit Bar-Utensilien, und die Kandidaten müssen auf den Ausgang dieser Spielereien tippen – „Clever, das Kneipenquiz“. In der Finalrunde wird schließlich Denk- mit einem klassischen Kneipensport verbunden: Die Quizteilnehmer werfen an einer Dartscheibe den Schwierigkeitsgrad der sie erwartenden Frage – und somit auch die zu erspielende Punktzahl. Die Sieger dürfen als Champions in der nächsten Ausgabe zurückkehren und ihren Gewinn von 500 Euro erhöhen, maximal können 3.000 Europ erspielt werden.

Die Aufmachung des «Kneipenquiz» ist charmant, Jon Flemming Olsen führt der Lockerheit der Sendung angemessen durch das Format, ohne so aggressiv frohgelaunt zu sein, wie Ina Müller in ihrer eigenen Kneipen-Unterhaltungssendung. Weil die meisten Fragen eher lapidar sind, hat das «Kneipenquiz» etwas von einem «1, 2 oder 3» für Jugendliche. Vergnüglich ist das durchaus, es zieht einen aber auch nicht magisch zum sympathischen Digitalsender ZDFneo. Dafür fehlt ein nachhaltiger Einschaltgrund abseits des Kneipensettings.

Das «Kneipenquiz» ist ab dem 16. April montags bis freitags um 19 Uhr auf ZDFneo zu sehen.

15.04.2012 00:00 Uhr  •  Sidney Schering Kurz-URL: qmde.de/56119

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Kneipenquiz ­ Hingeschaut ­ ZDFneo ­


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