Quotencheck

«Eins gegen Eins»

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Der Sat.1-Polittalk hat sich mit der zweiten Staffel verbessert, dennoch lag das Format unter dem Senderschnitt.

Der Sat.1-Polittalk hat sich mit der zweiten Staffel verbessert, dennoch lag das Format unter dem Senderschnitt.

Als im Juni dieses Jahres die erste Staffel von «Eins gegen Eins» mit Claus Strunz zu Ende gegangen ist, dürfte in Unterföhring Ernüchterung geherrscht haben. Mit gerade einmal durchschnittlich 470.000 Zuschauern und 4,6 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum enttäuschte der Polittalk am späten Montagabend auf ganzer Linie. Umso erstaunlicher war es, dass Sat.1 das Format verlängerte. Seit September liefen zwölf neue Folgen über die Bildschirme, die sich im Vergleich zur ersten Staffel auch klar steigern konnten. Allerdings: Die Werte liegen noch immer weit unter dem Senderschnitt.

Die erste neue Folge kam am 19. September auf 690.000 Zuschauer sowie 6,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Mit dem Thema „Flucht ins Gold - Ist unser Geld bald wertlos?“ erreichte man außerdem 420.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren, die für einen Marktanteil von 8,4 Prozent in ihrer Altersklasse sorgten. Das war der bis dato höchste Wert in der Zielgruppe, der auch in den Wochen danach nicht mehr erreicht werden sollte.

In Woche zwei ging es auf 620.000 Zuschauer und 6,6 hinab, eher die erste Folge im Oktober bei 570.000 hängen blieb. Mehr als 5,3 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren waren nicht drin. Und während eine Woche zuvor beim Gesamtpublikum immerhin noch 5,7 Prozent gemessen wurden, so waren es am 3. Oktober nur 4,7 Prozent - eigentlich viel zu wenig für die Ansprüche von Sat.1.

Folge vier konnte sich schließlich wieder auf 740.000 Zuschauer und 6,1 Prozent Marktanteil bei allen steigern. In der Zielgruppe sorgten 420.000 Zuschauer für 7,3 Prozent. Ähnliche Werte erzielte die Folge eine Woche später, als Claus Strunz mit Lady Bitch Ray und anderen Gästen das Thema „Porno als Massenphänomen - macht das unsere Gesellschaft kaputt?“ besprach. 730.000 Gesamtzuschauer sorgten damals für 6,4 bei allen und 7,5 Prozent bei den jungen Zuschauern.
Für die zwei weiteren Folgen im Oktober lief es nicht mehr ganz so gut. Lediglich 500.000 und 680.000 Zuschauer schalteten ein. Die Marktanteile in der Zielgruppe lagen bei 5,6 und 6,3 Prozent. Mit der Folge am 7. November konnte man sich ebenfalls nicht steigern. Nur 550.000 Menschen sahen damals zu und sorgten beim Gesamtpublikum für 4,9 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen 6,8 Prozent zu Buche, 380.000 junge Zuschauer sahen sich das Wortduell zwischen Reiner Calmund und Regina Halmich an.

Richtig mies sah es dann sieben Tage später aus, als nur noch 390.000 Zuschauer einschalteten. Der Marktanteil bei den Menschen ab drei Jahren brach auf 3,4 Prozent ein. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der Zielgruppe, wo 270.000 Zuschauer miesen 5,1 Prozent entsprachen. Am 21. November konnte sich «Eins gegen Eins» mit einer Sendung zum möglichen NPD-Verbot nicht verbessern. 420.000 Zuschauer sorgten für 3,7 bei allen und 5,0 Prozent bei den jungen Zuschauern.

Ende November erzielte der Sat.1-Polittalk schließlich den niedrigsten Zielgruppen-Marktanteil der zweiten Staffel. Nur 4,4 Prozent wurden gemessen, 250.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren schalteten ein. Insgesamt sorgten 490.000 Zuschauer für 4,1 Prozent. Die letzte Ausgabe von «Eins gegen Eins» wollte schließlich vom Casting-Boom rund um «The Voice of Germany» profitieren und machte die Castingshow kurzerhand zum Thema: „Vorbild «The Voice of Germany» – Brauchen wir anonyme Bewerbungen für mehr Gerechtigkeit?“ hieß es da. 570.000 Menschen ab drei Jahren entschieden sich für die Gesprächsrunde, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei schwachen 5,8 Prozent.

Auch der zweite Durchlauf von Claus Stunz‘ Talk «Eins gegen Eins» hat damit wieder gnadenlos versagt und ist mehr als deutlich am Senderschnitt gescheitert. 580.000 Zuschauer sahen im Schnitt zu, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 5,0 Prozent. In der Zielgruppe wurden durchschnittlich 6,2 Prozent bei 340.000 Zuschauern gemessen. Doch trotz der schlechten Quoten lässt sich feststellen: Die Sendung hat sich im Gegensatz zur ersten Staffel erheblich gesteigert. Nur eine Sendung erreichte weniger als fünf Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Bei den Folgen zwischen März und Juni war das noch normal. Auch deshalb darf «Eins gegen Eins» 2012 wieder ran. Wie Sat.1 bereits bestätigte, sind für das kommende Frühjahr zehn neue Folgen bestellt.

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